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Windows 11: Kritischer Bug lässt Log-Dateien auf 513 GB wachsen

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 04:15 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft behebt mit Update KB5095093 einen Fehler, der Log-Dateien auf bis zu 513 GB anwachsen ließ.

Windows-11-Bug: Update KB5095093 stoppt gigantische Log-Dateien
Nahaufnahme einer leuchtenden Platine mit Datenströmen, die ein Software-Update und einen Bugfix für Windows 11 symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft reagiert nun mit einem Sicherheitsupdate.

Gigantische Log-Dateien fressen Festplattenplatz

Das Problem betrifft eine spezielle Systemdatei namens CapabilityAccessManager.db-wal. Normalerweise belegt diese Protokolldatei für Anwendungsberechtigungen zwischen 1,6 und 4 Megabyte. Doch ein Fehler, der vermutlich mit Updates im Februar oder März 2026 eingeschleppt wurde, verhindert die automatische Komprimierung der Datei. Stattdessen schreibt das System ununterbrochen neue Einträge – bis die Festplatte voll ist.

Betroffen sind vor allem die Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2. Technische Analysten und Nutzer berichten von Dateigrößen zwischen 12 und 513 Gigabyte. Die Datei liegt tief in den Systemverzeichnissen versteckt – für Normalnutzer ist sie als Ursache plötzlichen Speichermangels kaum zu identifizieren.

Update KB5095093 schafft Abhilfe

Microsoft hat den Fehler mit dem Update KB5095093 behoben. Das Update richtet sich an die Builds 26200.8737 und 26100.8737 und steht seit dem 23. Juni 2026 als optionaler Download zur Verfügung. Nutzer können es über die Windows-Update-Einstellungen unter „Erweiterte Optionen" installieren.

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Wer das optionale Update nicht manuell einspielt, bekommt die Korrektur automatisch am 14. Juli 2026 mit dem monatlichen Patch-Day. Neben der Speicherplatz-Problematik bringt das Update weitere Verbesserungen für Secure Boot, Netlogon, das Emoji-Panel und den Papierkorb.

So erkennen betroffene Systeme den Bug

IT-Profis und ambitionierte Nutzer können den Speicherfresser über die Windows-Speicheranalyse oder Tools wie TreeSize, WinDirStat oder WizTree aufspüren. Auch ein Robocopy-Befehl im Terminal verrät die Dateigröße. Werte über 65 Gigabyte gelten als eindeutiger Hinweis auf den Fehler.

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Experten raten dringend davon ab, die Datei einfach zu löschen. Das kann zu Fehlfunktionen bei Systemdiensten führen – bis hin zu Problemen mit der WLAN-Verbindung. Ist die Festplatte bereits so voll, dass sich das Update nicht installieren lässt, empfiehlt sich der Start im abgesicherten Modus. Dort kann die Datei umbenannt werden, sodass das System beim Neustart eine neue, kleinere Version anlegt – ohne Funktionsverlust.

Allerdings gibt es Hinweise, dass das Update bereits belegten Speicherplatz nicht automatisch freigibt. In manchen Fällen könnte ein manueller Eingriff nötig sein.

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