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Windows 11: KI-Features ab sofort auch für RTX-30-Grafikkarten

15.06.2026 - 03:42:43 | boerse-global.de

Microsoft öffnet KI-Funktionen für RTX-30-Grafikkarten und stellt eigene MAI-Modelle vor. Neue Wiederherstellungsoption ergänzt das System.

Windows 11 KI-Features: Neue Hardware-Unterstützung ab Juni 2026
Windows - A laptop screen displaying abstract, glowing lines representing an AI neural network, with binary code reflected on its surface. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Bislang waren die neuen KI-Features von Windows 11 exklusiv den teuren Copilot+-Geräten vorbehalten. Das ändert sich nun.

Seit dem 14. Juni 2026 können auch Rechner ohne das spezielle Copilot+-Label native KI-Workloads ausführen – vorausgesetzt, sie erfüllen bestimmte Hardwareanforderungen. Der Schritt markiert eine deutliche Öffnung von Microsofts KI-Strategie.

Neue GPU-Anforderungen für lokale KI-Verarbeitung

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Im Kern erlaubt das Update lokale textbasierte KI-Verarbeitung über Microsofts Phi Silica Language Model APIs. Voraussetzung: Eine Nvidia GeForce RTX 30-Serie oder neuer mit mindestens 6 GB VRAM. Bisher war die native Ausführung dieser Aufgaben auf PCs mit speziellen Neural Processing Units (NPUs) beschränkt, die mindestens 40 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde) leisten.

Die gute Nachricht: Textbasierte KI-Aufgaben laufen jetzt lokal ohne Cloud-Anbindung. Allerdings bleibt Microsoft bei der Hardware-Segmentierung konsequent. Funktionen wie „Recall“ bleiben Geräten mit dedizierter NPU vorbehalten.

Neue Tools und eigene KI-Modelle

Parallel zur Hardware-Öffnung führte Microsoft am 14. Juni das Intelligent Terminal ein. Die Anwendung, ein Fork des Standard-Windows-Terminals, integriert ein KI-Seitenfeld, das mit Copilot und der KI-Befehlspalette kompatibel ist. Das Tool muss manuell per „winget“ installiert werden und bietet Befehlsvorschläge, Fehlererklärungen und Workflow-Unterstützung. Es ist aktuell eine Opt-in-Funktion und kein Kernbestandteil von Windows 11.

Noch bedeutender: Microsoft launchte am selben Tag seine eigene MAI-Modellfamilie, um die Abhängigkeit von externen Anbietern zu reduzieren. Die Reihe umfasst MAI-Thinking-1 für Reasoning-Aufgaben mit einem 128K-Kontextfenster und MAI-Code-1, optimiert für Programmieraufgaben. Letzteres wird OpenAI-Modelle innerhalb von GitHub Copilot ersetzen. Die internen Modelle haben die Betriebskosten angeblich um 90 Prozent gesenkt – die Partnerschaft mit OpenAI bleibt jedoch bestehen.

System-Updates und neue Wiederherstellungsfunktion

Die für 2026 geplanten Windows-11-Versionen 24H2, 25H2 und 26H1 teilen sich eine ähnliche funktionale Basis. Version 26H1 zielt speziell auf ARM-Systeme mit der Snapdragon-X2-Plattform ab. Die Entwicklung konzentriert sich auf verbesserte Zuverlässigkeit und geringeren Ressourcenverbrauch.

Ein neues Feature: „Point-in-Time Restore“. Die Funktion, die in einer Insider Preview vom 7. Mai 2026 eingeführt wurde, nutzt den Volume Shadow Copy Service. Nutzer können damit Apps, Einstellungen und lokale Dateien wiederherstellen. Voraussetzung: mindestens 2 GB reservierter Speicherplatz. Die Daten bleiben maximal 72 Stunden erhalten – eine Kurzzeit-Wiederherstellungsoption, kein Langzeit-Backup.

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Sicherheitsupdate und Hardware-Kompatibilität

Am 14. Juni veröffentlichte Microsoft das Sicherheitsupdate KB5094126, das das Secure-Boot-2023-Zertifikat auf Windows 11 und Windows 10 ausrollt. Ziel: Modernisierung der Boot-Sicherheit. Doch nicht alle Hardware kommt mit: Das Acer Aspire 3 A314-22 hat offenbar noch keine notwendigen BIOS-Updates erhalten. Betroffene Nutzer müssen entweder auf Hersteller-Updates warten oder Zertifikate manuell per PowerShell installieren.

Im High-End-Segment brachte HP bereits im Januar die EliteBook X G2 Serie auf den Markt. Die Geräte spiegeln die vielfältige Chip-Landschaft von 2026 wider: Konfigurationen mit Qualcomm Snapdragon X2 (85 TOPS), Intel Core Ultra Series 3 (50 TOPS) und AMD Ryzen AI 9 HX Pro 470 (55 TOPS) sind verfügbar. Die Intel-basierten Modelle sollten ab Februar 2026 ausgeliefert werden.

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