Windows 11 KB5095093: Datei-Explorer und Copilot radikal überarbeitet
28.06.2026 - 15:25:21 | boerse-global.de
Neben einem grundlegend überarbeiteten Datei-Explorer und neuen Wiederherstellungsfunktionen steht vor allem die Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. Das Update ist ab sofort für die Versionen 25H2 und 24H2 verfügbar.
Datei-Explorer: Schluss mit Ruckeln und Abstürzen
Die wohl spürbarste Neuerung betrifft das Herzstück des Betriebssystems: den Datei-Explorer. Microsoft hat die Architektur grundlegend optimiert. Die Verbesserungen in Build 26200.8737 sind echte Leistungssteigerungen – keine vorgezogenen Datenladeprozesse. Der „Home“-Tab öffnet sich nun deutlich flotter, die Adressleiste reagiert zuverlässiger.
Besonders ärgerliche Fehler der Vergangenheit wurden behoben: Das Einbinden von Datenträger-Abbildern friert das System nicht mehr ein. Auch Probleme beim Umbenennen von Dateien und in der Ordneransicht gehören der Vergangenheit an.
Die Suchfunktion arbeitet jetzt effizienter. Durch den Wegfall doppelter Prüfungen bei der Datei- und Ordnersuche sinken sowohl RAM- als auch CPU-Auslastung – bei gleichzeitig schnelleren Ergebnissen. Microsoft verspricht zudem eine insgesamt verbesserte Systemreaktivität, unterstützt durch eine neue CPU-Boost-Funktion für niedrige Latenzzeiten.
Systemwiederherstellung: Tägliche Sicherungspunkte
Mit „Point-in-Time Restore“ führt Microsoft eine Funktion ein, die tägliche Wiederherstellungspunkte erstellt. Das erleichtert die Systemwartung erheblich. Auch die Update-Verwaltung wurde überarbeitet: Nutzer können Updates jetzt über eine Kalenderansicht für bis zu 35 Tage pausieren.
Ein lang ersehnter Wunsch vieler Anwender geht ebenfalls in Erfüllung: Windows 11 verlangt nach einem Update nicht mehr zwingend einen Neustart. Das vereinfacht den Patch-Prozess spürbar.
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Copilot wird eigenständig – mit Preisstaffelung
Microsoft löst Copilot aus der Windows-Oberfläche heraus und macht ihn zu einer eigenständigen Anwendung. Die Auslieferung erfolgt künftig über den Microsoft Store und Microsoft-365-Updates. Eine Basisversion bleibt für Nutzer mit einem Microsoft-Konto kostenlos. Die Microsoft-365-Version kostet jedoch 28 Euro pro Monat und Nutzer.
Die Hardware-Anforderungen für KI-Funktionen steigen: Copilot+-PCs benötigen jetzt eine Neuronale Verarbeitungseinheit (NPU) mit mindestens 40 TOPS. Allerdings weitet Microsoft die Unterstützung für lokale KI-Funktionen auch auf RTX-30-Serie-Grafikkarten aus – eine willkommene Nachricht für Besitzer leistungsfähiger Gaming-Hardware.
Barrierefreiheit und Entwickler-Werkzeuge
Neue Barrierefreiheitsfunktionen umfassen „Screen Tint“ mit sechs Farboptionen sowie einstellbare Zoom-Stufen für die Bildschirmlupe. Auch die Bluetooth-Kopplung wurde verbessert – speziell für AirPods und Beats-Kopfhörer.
Für Entwickler und Power-User hält das Update die Allgemeine Verfügbarkeit von Coreutils für Windows bereit. Mehr als 75 Linux-Befehle stehen nun in der nativen Windows-Umgebung zur Verfügung. Microsoft stellte zudem den Fahrplan für das Windows-Subsystem für Linux (WSL) klar: WSL 3 existiert nicht, aber „WSL-Container“ sollen innerhalb einer Woche Ende Juni 2026 erscheinen. Damit lassen sich Linux-Container ohne Drittanbieter-Software ausführen.
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Installation: Fünf Gigabyte und bekannte Probleme
Der Installer für KB5095093 schlägt mit über fünf Gigabyte zu Buche. Microsoft hat ein bekanntes Problem identifiziert: Nach der Installation können einige Office-Anwendungen abstürzen. Die neuen Funktionen und Fehlerbehebungen sollen voraussichtlich in das kumulative Update für Juli 2026 einfließen.
