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Windows 11 KB5089573: Microsoft beschleunigt System um bis zu 70%

04.06.2026 - 09:39:27 | boerse-global.de

DRAM-Preise steigen um 90 Prozent. PC-Nutzer weichen auf Software-Optimierung aus, um teure Hardware-Upgrades zu umgehen.

Windows 11 KB5089573: Microsoft beschleunigt System um bis zu 70% - Bild: über boerse-global.de
Windows 11 KB5089573: Microsoft beschleunigt System um bis zu 70% - Bild: über boerse-global.de

Statt teurer Hardware-Upgrades rücken nun Software-Tricks und intelligente Ressourcenverwaltung in den Fokus.

DRAM-Preise schießen um 90 Prozent nach oben

Wer in diesem Jahr seinen PC aufrüsten will, muss tief in die Tasche greifen. Die Preise für DRAM-Bausteine sind im ersten Quartal 2026 um satte 90 Prozent gestiegen, wie Marktforscher von TrendForce ermittelt haben. Besonders deutlich zeigt sich der Effekt bei den Herstellern: Bei HP machen RAM und SSDs inzwischen rund 35 Prozent der gesamten Materialkosten aus – zuvor waren es lediglich 15 bis 18 Prozent.

Die Branche rechnet erst ab 2027 mit einer Entspannung. Bis dahin bleibt die Software-Optimierung die kostengünstigere Alternative zum Hardware-Kauf. Ein aktueller High-End-Rechner mit 64 Gigabyte DDR5-6000 und leistungsstarker Grafikkarte kostet schnell zwischen 4.000 und 5.500 Euro.

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Windows 11: Performance-Update verspricht Tempo-Wunder

Microsoft hat am 2. Juni ein optionales Update namens KB5089573 veröffentlicht, das die Systemreaktionsfähigkeit verbessern soll. Im Zentrum steht ein sogenannter Low-Latency-Profil, das Startmenü, Suchfunktionen und das Action Center angeblich um bis zu 70 Prozent beschleunigt. Auch die Ladezeiten von Anwendungen sollen sich um bis zu 40 Prozent verkürzen.

Neu ist zudem die Überwachung von NPUs (Neural Processing Units) im Task-Manager. Damit lassen sich KI-beschleunigte Prozesse direkt verfolgen.

Diagnose-Tools: Bottlenecks erkennen, bevor Geld fließt

Bevor Nutzer in neue Hardware investieren, lohnt der Blick auf die eingebauten Diagnosewerkzeuge von Windows. Der Windows-Leistungsmonitor erstellt nach einem 60-Sekunden-Test einen detaillierten Bericht über mögliche Engpässe bei CPU, RAM oder Festplatten. Auch fehlerhafte Treiber werden aufgespürt.

Experten raten zudem, mit Systeminformationen zu prüfen, ob der vorhandene RAM im Dual-Channel-Modus läuft und ob Hochleistungsprofile wie XMP oder EXPO im BIOS korrekt aktiviert sind. Oft schlummern hier ungenutzte Reserven.

Computex 2026: Neue Techniken für effizienteren Speicher

Die aktuellen Hardware-Messen zeigen: Auch die Hersteller setzen auf Effizienzgewinne. Intel kündigte am 2. Juni an, dass die kommende dritte Core-Ultra-Generation (Codename Panther Lake) die Phison-aiDAPTIV-Technologie unterstützen wird. Damit lassen sich KI-Modelle mit 26 Milliarden Parametern bereits mit 16 Gigabyte DRAM ausführen – bisher waren 32 Gigabyte nötig. Der Trick: NAND-Flash dient als ultraschneller Zwischenspeicher.

AMD zog mit dem EXPO-Ultra-Low-Latency-Standard (EXPO-ULL) nach. Die Technologie soll die Latenz von DDR5 um fünf bis sieben Nanosekunden senken – das bringt bei Spielen bis zu 13 Prozent mehr Bilder pro Sekunde. GIGABYTE präsentierte am 4. Juni CQDIMM-Technik, die mit integrierten Taktgebern Signale bei Frequenzen über 8.000 MT/s stabilisiert.

KI-Bloat: Wenn Chrome heimlich 4 Gigabyte frisst

Wer sein System schlank halten will, sollte versteckte Ressourcenfresser im Blick behalten. Erst im Frühjahr entdeckten Forscher, dass Google Chrome automatisch ein 4 Gigabyte großes Gemini-Nano-KI-Modell herunterlädt – ohne den Nutzer zu fragen. Die Funktion lässt sich über interne Browser-Flags deaktivieren.

Auch Microsoft scheint das Problem zu erkennen: In experimentellen Windows-11-Builds vom 1. Juni tauchte ein Schalter auf, mit dem sich KI-Komponenten komplett deinstallieren lassen. Das könnte vor allem auf schwächeren Systemen spürbar mehr Luft verschaffen.

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Die besten Tricks für mehr Leistung ohne neues Geld

Branchenkenner betonen: Virtueller Speicher (Auslagerungsdatei) ist zwar systemkritisch, bringt aber beim Spielen keine Leistung – physischer RAM bleibt deutlich schneller als jede SSD. Stattdessen empfehlen sie eine Reihe von „Lean“-Konfigurationen:

  • Hardwarebeschleunigung in Webbrowsern deaktivieren
  • Überflüssige Autostart-Programme und den Windows-Widgets-Dienst abschalten
  • Den Windows-Spielmodus aktivieren, um Ressourcen zu priorisieren
  • Netzwerkeinstellungen optimieren, um Latenzen zu reduzieren

Diese Maßnahmen, kombiniert mit regelmäßigen Diagnosen, helfen, die Systemleistung zu erhalten – bis die Speicherpreise wieder auf ein erträgliches Niveau fallen.

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