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Windows 11: KB5089573 macht Startmenü bis zu 70% schneller

27.05.2026 - 21:21:48 | boerse-global.de

Microsofts optionales Update KB5089573 aktiviert einen Low Latency Profile, der Startmenü und Programme bis zu 70 Prozent schneller macht.

Windows 11: KB5089573 macht Startmenü bis zu 70% schneller - Foto: über boerse-global.de
Windows 11: KB5089573 macht Startmenü bis zu 70% schneller - Foto: über boerse-global.de

KB5089573 bringt eine CPU-Optimierung mit, die das System deutlich flotter machen soll.

Der Clou: Ein sogenannter „Low Latency Profile" beschleunigt die Bedienoderfläche und den Start von Programmen. Das Update ist der erste große Wurf der „Windows K2 Initiative", einem Langzeitprojekt zur Leistungssteigerung bis 2027. Die Technik nutzt das „Race-to-Sleep"-Verfahren: Der Prozessor arbeitet kurzzeitig auf Hochtouren, um Aufgaben blitzschnell zu erledigen, und fällt dann in den Energiesparmodus zurück.

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So funktioniert der Turbo-Modus

Der Low Latency Profile greift bei kurzen Lastspitzen. Bis zu drei Sekunden lang läuft die CPU auf maximaler Frequenz, um Interface-Aufgaben zu erledigen. Danach geht es sofort in den stromsparenden Zustand. Erste Tests zeigen: Das Startmenü, die Suche und das Action Center erscheinen bis zu 70 Prozent schneller als zuvor. Auch Anwendungen starten laut Microsoft bis zu 40 Prozent flotter.

Das Update ist zunächst deaktiviert. Microsoft rollt die Funktion schrittweise aus (Controlled Feature Rollout). Technisch Versierte können sie aber mit Drittanbieter-Tools manuell aktivieren. KB5089573 enthält rund 30 weitere Änderungen: Verbesserungen für Windows Hello, die Bildschirmlupe und den Task-Manager. Der zeigt künftig auch die Auslastung von Neural Processing Units (NPUs) an. Zudem gibt es Stabilitätsfixes für USB-Verbindungen und den Microsoft Store.

Windows 11 wird zum KI-Betriebssystem

Die „Windows K2 Initiative" ist mehr als ein Performance-Update. Microsoft veröffentlichte am 26. Mai ein 14-seitiges E-Book, das Windows 11 als strategische Plattform für Künstliche Intelligenz positioniert. Die Botschaft: KI soll dort arbeiten, wo die Nutzer bereits sind – direkt im Betriebssystem, nicht in separaten Apps.

Interne Studien des Konzerns zeigen, dass 80 Prozent der Angestellten glauben, zu wenig Zeit für ihre Aufgaben zu haben. Die Lösung: „Ask Copilot" in der Taskleiste. Das Tool erlaubt natürliche Sprachbefehle und tiefgehende Recherchen direkt vom Desktop aus. Für den Sommer 2026 ist der breite Rollout geplant. Die Funktion bleibt standardmäßig deaktiviert – Unternehmen und Nutzer entscheiden selbst.

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Damit Sie von den neuen KI-Funktionen und Performance-Schüben profitieren können, muss das Betriebssystem stabil laufen – auch auf älteren Geräten. IT-Experte Manfred Kratzl erklärt in seinem Gratis-Leitfaden den einfachen Trick, mit dem das Upgrade trotz strenger Systemanforderungen in wenigen Minuten gelingt. Kostenlose Anleitung für Windows 11 auf inkompatiblen PCs sichern

Gleichzeitig baut Microsoft KI-Funktionen in Apps wie Notepad zurück. Stattdessen setzt der Konzern auf zentrale System-Agents in der Taskleiste. Diese sollen „@"-Befehle verstehen, sodass Nutzer per Sprache direkt auf bestimmte Dienste zugreifen können.

Mehr Kontrolle für Nutzer

Die Mai-Updates geben Anwendern mehr Freiheit bei der Systemwartung. Updates lassen sich nun bis zu sieben Tage pausieren, Neustarts außerhalb der Spitzenzeiten planen. Ein Fortschrittsbalken zeigt den Installationsstatus in Echtzeit. Kritische Sicherheitsupdates bleiben aber automatisch – daran rüttelt Microsoft nicht.

Ein wichtiger Sicherheitswechsel steht bevor: Die alten Secure-Boot-Zertifikate von 2011 laufen im Juni 2026 ab. Ein neues Zertifikat von 2023 muss installiert werden, um den Schutz vor Schadsoftware beim Systemstart zu gewährleisten. Die Updates KB5089573 und KB5089570 enthalten die notwendigen Übergänge.

Die Preview-Version KB5089570 bringt zusätzliche Funktionen: „Shared Audio" über Bluetooth LE, einen dedizierten Xbox-Modus und ein umbenanntes „Drop Tray" für Dateien. Haptisches Feedback für Eingabegeräte ist ebenfalls dabei. Und: Schließt man künftig den Laptopdeckel oder drückt den Power-Button, stoppt Windows 11 automatisch die Audiowiedergabe – ein lang ersehnter Fix.

Rollout und Hardware-Kontext

Die Leistungsverbesserungen aus KB5089573 sollen im Juni 2026 mit dem regulären Patch Tuesday an alle Nutzer ausgeliefert werden. Der gestaffelte Rollout erlaubt es Microsoft, die Stabilität des Low Latency Profiles auf unterschiedlichster Hardware zu prüfen.

Die Software-Optimierungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Prozessormarkt brodelt. Am 26. Mai tauchten Benchmarks für Nvidias neuen internen CPU „Vera" auf. Der Chip mit eigener Architektur zeigte in Tests konkurrenzfähige Ergebnisse gegen x86- und ARM-Prozessoren. Wann Vera in Verbraucher-PCs erscheint, ist offen.

Gleichzeitig sickerten Daten zu AMDs Ryzen 7 7700X3D durch. Der Achtkerner soll 96 MB L3-Cache bieten und eine thermische Verlustleistung von 120 Watt haben. Offizielle Bestätigung gibt es noch nicht. Klar ist: Solche Spezial-Hardware braucht ein Betriebssystem, das sie optimal ausreizt. Genau das will Microsoft mit der K2-Initiative liefern.

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