Windows 11 K2: Low Latency Profile macht Apps bis zu 70% schneller
29.05.2026 - 14:27:14 | boerse-global.deWindows 11-Nutzer können ihre Benutzerordner endlich frei benennen – ein Update beendet die lästige Fünf-Zeichen-Beschränkung.
Die Änderung ist Teil des optionalen Vorschau-Updates KB5089573, das Microsoft am 28. Mai 2026 veröffentlicht hat. Es gehört zur größeren Windows 11 K2-Initiative des Konzerns aus Redmond.
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Schluss mit kryptischen Ordnernamen
Bisher vergab Windows 11 während der Ersteinrichtung automatisch einen Ordnernamen – und zwar basierend auf den ersten fünf Buchstaben der E-Mail-Adresse oder des Microsoft-Kontos. Das führte oft zu fragmentierten und unverständlichen Verzeichnispfaden. Wer etwa „max.mustermann@mail.de“ hieß, landete im Ordner „max.m“.
Mit dem neuen Update können Anwender während der Out of Box Experience (OOBE) – also direkt bei der Erstkonfiguration – einen eigenen Namen für ihren Benutzerordner festlegen. Die Funktion steht zunächst nur für Neuinstallationen zur Verfügung. Bestehende Konten bleiben unverändert.
Microsoft plant, das Feature mit dem obligatorischen Patch-Day im Juni 2026 für alle Nutzer auszurollen.
Mehr Tempo durch „Low Latency Profile“
Das Update bringt noch eine weitere Neuerung mit: den Low Latency Profile (LLP). Diese Technik erlaubt es der CPU, für kurze Momente – zwischen einer und drei Sekunden – zusätzliche Leistung abzurufen. Und das gezielt bei bestimmten Benutzeroberflächen-Aktionen.
Die internen Tests von Microsoft zeigen beeindruckende Ergebnisse:
- Bis zu 40 Prozent schnellere Starts bei nativen Anwendungen wie Edge und Outlook
- Bis zu 70 Prozent schnellere Reaktionszeiten bei Systemmenüs und Flyouts
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Derzeit profitiert vor allem die native Windows-Oberfläche von diesem Boost. Die Unterstützung für Drittanbieter-Programme soll aber folgen.
Weitere Verbesserungen für moderne Hardware
Der Update-Pack vom Mai enthält zahlreiche weitere Optimierungen:
- Task-Manager mit KI-Überwachung: Das System zeigt jetzt die Auslastung von Neural Processing Units (NPUs) an – ein wichtiges Werkzeug für alle, die mit KI-Anwendungen arbeiten.
- Gemeinsames Hören: Die neue Shared Audio-Funktion über Bluetooth LE erlaubt den gleichzeitigen Betrieb von zwei Kopfhörern.
- Stabilere Verbindungen: Verbesserungen für USB4 und USB3 sorgen für weniger Aussetzer.
- Schnellere Suche: Windows Hello und die Windows-Suche starten Ergebnisse bereits nach zwei eingegebenen Zeichen.
- Multi-Kamera-Support: Mehrere Anwendungen können nun gleichzeitig auf die Kamera zugreifen.
Das Update ist ab sofort manuell über die Windows-Update-Verwaltung installierbar. Microsoft rollt es jedoch im Rahmen einer Controlled Feature Rollout (CFR)-Strategie aus. Das bedeutet: Einige Nutzer erhalten die neuen Funktionen früher als andere – bis zur allgemeinen Veröffentlichung im Juni.
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