Windows 11 Juni-Update: Taskleiste endlich frei positionierbar
19.06.2026 - 10:54:58 | boerse-global.de
Der Juni-Update-Schub für Windows 11 bringt endlich die flexible Taskleiste und spürbare Leistungssprünge – besonders auf älteren Rechnern.
Microsoft hat seine Windows-11-Reihe mit einem umfangreichen Update-Paket versorgt. Die Mitte Juni 2026 veröffentlichten Neuerungen sind Teil der sogenannten „Windows K2"-Initiative und zielen auf drei Kernbereiche ab: mehr Freiheit bei der Taskleiste, schnellere Suchfunktionen und eine optimierte Systemleistung. Für viele Nutzer dürfte vor allem die Rückkehr einer lang vermissten Funktion im Mittelpunkt stehen.
Taskleiste: Vier Seiten, ein Ziel
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Die wohl bedeutendste Änderung betrifft die Taskleiste. Seit dem Start von Windows 11 im Jahr 2021 war sie fest am unteren Bildschirmrand verankert – sehr zum Ärger von Nutzern, die sie lieber links, rechts oder oben sehen wollten. Mit den aktuellen Updates ist diese Einschränkung Geschichte. Über die Systemeinstellungen lässt sich die Taskleiste nun an alle vier Bildschirmseiten verschieben.
Hinzu kommt ein neuer kompakter Modus, der die Symbole verkleinert und so wertvollen Platz auf dem Bildschirm freigibt. Zwar bleibt die Standardansicht zentriert, doch die neuen Anpassungsmöglichkeiten nähern sich dem Komfort von Windows 10 an. Ganz gleichziehen kann das neue System damit aber nicht: Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass Windows 10 nach wie vor Vorteile bietet – etwa ein umfangreicheres Kontextmenü per Rechtsklick und eine andere Darstellung mehrerer Fenster derselben Anwendung.
Turbo für alte Rechner: Das „Low Latency Profile"
Ein technisches Highlight der Juni-Updates ist das sogenannte „Low Latency Profile" (Update KB5094126 für die Versionen 24H2 und 25H2). Diese Funktion soll Ruckler reduzieren, indem sie die CPU für ein bis drei Sekunden auf Höchstleistung bringt – immer dann, wenn der Nutzer ein Programm startet oder ein Menü öffnet. Eine manuelle Aktivierung gibt es zwar nicht, doch die Vorteile zeigen sich vor allem auf älterer Hardware.
Die Leistungssteigerungen sind messbar: Dank einer optimierten Compiler-Technik (Static Profile-Guided Optimization) arbeitet Adobe Photoshop auf x86-64-Systemen bis zu 20 Prozent schneller, auf Arm-basierter Hardware immerhin 13 Prozent. Und auch das Startmenü selbst profitiert: Microsoft verspricht eine 60 Prozent höhere Geschwindigkeit als in früheren Versionen.
Suchen, was man meint: Fuzzy Search und weniger Bing
Microsoft testet zudem mehrere Such-Verbesserungen im Windows-Insider-Programm. Die aktuelle Vorschau-Version (Build 26300.8687) führt eine „Fuzzy Search" für Apps und Einstellungen ein. Das System erkennt die gesuchten Ergebnisse auch dann, wenn der Nutzer Tippfehler macht, Buchstaben vertauscht oder unvollständige Namen eingibt. Wer etwa „Kalklator" statt „Rechner" tippt, bekommt trotzdem das richtige Ergebnis.
Ein wichtiger Schritt in Richtung Privatsphäre: Microsoft bestätigt, dass sich Bing-Web-Ergebnisse in der Startmenü-Suche jetzt komplett abschalten lassen. Wer die Funktion in den Datenschutzeinstellungen deaktiviert, durchsucht nur noch lokale Dateien und Anwendungen. Ein willkommener Nebeneffekt: Auch die Werbeeinblendungen von Microsoft Rewards und Copilot verschwinden dann aus der Suchoberfläche. Das Ergebnis ist eine schnellere und präzisere lokale Suche.
Wartung: Ein Neustart reicht
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Microsoft vereinfacht auch den Update-Prozess. Das neue „One Reboot"-System bündelt monatliche Sicherheitsupdates, Treiber, Firmware und .NET-Komponenten in einem einzigen Neustart. Schluss mit mehreren Unterbrechungen hintereinander.
Für Nutzer älterer Laptops haben Technikexperten einen wichtigen Hinweis: Freier Speicherplatz ist entscheidend für die Systemstabilität. Nach den Juni-Updates wurden deutliche Verlangsamungen auf Windows-10-Pro-Systemen gemeldet – die Ursache war in vielen Fällen ein fast voller Datenträger. Empfohlen werden mindestens 10 bis 15 Gigabyte freier Speicher auf dem Hauptlaufwerk.
Weitere bewährte Methoden, um ältere Hardware wieder flott zu machen: Überflüssige Autostart-Programme im Task-Manager deaktivieren, temporäre Dateien mit der Datenträgerbereinigung oder Storage Sense entfernen und visuelle Effekte in den Systemleistungseinstellungen reduzieren. Ein nettes Detail am Rande: Windows 11 unterstützt nun auch Archivformate wie 7z, RAR und TAR nativ – ein Grund weniger, auf Drittanbieter-Tools zurückzugreifen.
