Windows, Juni-Update

Windows 11 Juni-Update: Explorer 50% schneller, NPU-Überwachung

16.06.2026 - 18:45:01 | boerse-global.de

Microsofts Juni-Updates 2026 bringen NPU-Überwachung im Task-Manager und bis zu 50 Prozent schnellere Explorer-Anzeigen.

Windows 11 Juni-Update: NPU-Überwachung und schnellere Explorer-Leistung
Windows - A futuristic server room with blue light, showing digital interfaces monitoring AI hardware and system performance. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Mit den Juni-Updates 2026 erhalten Nutzer erstmals detaillierte Einblicke in die Aktivitäten spezieller KI-Chips – und der Explorer arbeitet bis zu 50 Prozent schneller.

Die Neuerungen rollen seit dem 9. Juni 2026 aus. Sie richten sich sowohl an IT-Administratoren als auch an Endverbraucher. Im Zentrum steht die bessere Überwachung und Steuerung von Neural Processing Units (NPUs) – jenen Prozessoren, die KI-Aufgaben lokal auf dem Rechner erledigen.

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Task-Manager zeigt NPU-Auslastung

Mit dem Update KB5094126 für Windows 11 Version 24H2 und 25H2 hält die NPU-Überwachung Einzug in den Task-Manager. Nutzer und IT-Teams sehen nun direkt in den Reitern „Prozesse", „Leistung" und „Details", wie stark der KI-Chip ausgelastet ist, welche Engines laufen und wie viel Speicher belegt wird.

Die Funktion soll vor allem bei der Einführung neuer KI-Hardware helfen. Technische Teams können so prüfen, ob Treiber und Chips korrekt zusammenarbeiten, bevor sie die Geräte im großen Stil ausrollen. Voraussetzung sind aktuelle Treiber – etwa der AMD Ryzen Chipsatz in Version 6.07.22.037. Ein weiteres Update vom 12. Juni 2026 im Insider-Programm (Build 28000.2333) erweitert diese Möglichkeiten bereits für die kommende Version 26H1.

Mehr Tempo durch „Low Latency Profile"

Ein zentrales Feature der Juni-Updates ist das sogenannte Low Latency Profile. Es gibt der CPU kurzzeitig einen Taktboost von ein bis drei Sekunden – immer dann, wenn der Nutzer etwas startet, etwa eine App oder das Startmenü. Das Ergebnis: Das System fühlt sich flüssiger an.

Besonders auf älterer Hardware soll der Effekt spürbar sein. Hinzu kommen Optimierungen für den Datei-Explorer: Ordnerinhalte lassen sich Insider-Builds zufolge bis zu 50 Prozent schneller anzeigen. Eine neue Mittelklick-Funktion öffnet Ordner direkt in neuen Tabs. Und ein „sanfter Landemechanismus" sorgt dafür, dass Updates den Nutzer weniger unterbrechen.

Weniger Neustarts, aber BitLocker-Probleme

Microsoft testet ein neues Update-System, das die Zahl der Neustarts reduzieren soll. In aktuellen Insider-Builds werden Treiber-, Firmware- und .NET-Updates gebündelt – Ziel ist ein einziger Neustart pro Monat.

Der Juni-Patchday schloss rund 200 Sicherheitslücken. Neu ausgerollt wurde auch das Secure-Boot-2023-Zertifikat für Verbraucher-PCs, das die alten Zertifikate von 2011 ablöst. Die Umstellung hat allerdings Nebenwirkungen: Auf einigen Systemen löst sie BitLocker-Wiederherstellungsabfragen aus, weil sich die Messwerte des Trusted Platform Module (TPM) ändern. Auch von Bluescreens und BitLocker-Meldungen auf HP- und Dell-Geräten nach der Installation von KB5094126 berichten Geschäftskunden. Die Sicherheitsupdates adressierten speziell die BitLocker-Schwachstellen CVE-2026-45585 und CVE-2026-50507.

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KI-Erweiterungen: Phi Silica auch auf Gaming-Grafikkarten

Microsoft erweitert den Zugang zu lokalen KI-Modellen. Das kleine Sprachmodell Phi Silica läuft nun auch auf Nvidia-RTX-30-Grafikkarten mit mindestens 6 GB VRAM. Bislang war es auf Copilot+-PCs mit dedizierten NPUs beschränkt. Nutzer mit kompatiblen Grafikkarten können KI-Modelle jetzt lokal ausführen – auch wenn einige NPU-spezifische Funktionen wie die Prompt-Kompression auf dem GPU-Pfad nicht verfügbar sind.

Auch die vorinstallierten Windows-Apps wurden im Juni 2025 aktualisiert:
* Fotos: Integrierte KI-Wasserzeichen
* Paint: Transparenzunterstützung für den Radierer, Fehlerbehebungen bei JPEG-Drehung
* Kamera: Verbesserter Zoom, QR-Code-Unterstützung für die Zwischenablage
* Barrierefreiheit: Der Vorleser nutzt NPU-beschleunigte Stimmen, Live-Untertitel übersetzen in Echtzeit

Die Windows-Suche versteht jetzt natürliche Sprachbefehle und nutzt semantische Indexierung auf unterstützter Hardware. Läuft das Gerät im Akkubetrieb, drosselt das System die Indexierungsaktivität automatisch, um Energie zu sparen.

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