Windows, Low-Latency-Modus

Windows 11 Juni: Low-Latency-Modus macht Apps 40% schneller

10.06.2026 - 20:02:57 | boerse-global.de

Microsofts Juni-Patchday bringt einen Low-Latency-Modus für flottere Bedienung und schließt mit 206 Patches so viele Lücken wie nie.

Windows 11 Juni-Update: Neuer Modus beschleunigt günstige PCs
Windows - A stylized, glowing blue '11' icon on a dark, reflective digital surface, surrounded by subtle, fast-moving data streams. 10.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Microsoft hat seine Juni-Updates für Windows 11 veröffentlicht – und liefert neben einer Rekordzahl an Sicherheitspatches eine Überraschung: Ein neuer Leistungsmodus soll vor allem günstigere Rechner spürbar beschleunigen.

Bis zu 70 Prozent schneller: Der neue Low-Latency-Modus

Die Updates KB5094126 (für Versionen 24H2 und 25H2) sowie KB5093998 (für Version 23H2) sind am gestrigen Patch-Dienstag erschienen. Herzstück ist ein sogenanntes Low Latency Profile. Die Technik hebt die CPU-Frequenz bei Benutzerinteraktionen wie dem Öffnen des Startmenüs oder einer Suche für ein bis drei Sekunden auf das Maximum an.

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Die Folge: Apps starten bis zu 40 Prozent schneller, die Bedienoberfläche reagiert bis zu 70 Prozent flotter. Besonders deutlich fällt der Unterschied auf Einsteiger- und Mittelklasse-Hardware aus – also genau jenen Geräten, die oft unter Windows' gefühltem Tempo leiden.

Weitere Neuerungen im Überblick

Microsoft hat noch eine Reihe weiterer Funktionen nachgereicht:

  • Shared Audio für Bluetooth LE: Zwei Geräte gleichzeitig verbinden – etwa Kopfhörer und Lautsprecher
  • Task-Manager mit KI-Überwachung: NPU-Auslastung jetzt pro Anwendung einsehbar
  • Verbesserte Kamera-Funktionen: Mehrere Apps können gleichzeitig auf die Kamera zugreifen, ein Basic-Modus vereinfacht die Nutzung
  • Schnellere Windows-Suche: Ergebnisse erscheinen bereits nach zwei eingegebenen Zeichen
  • Optimiertes Windows Hello: Noch schnellere Anmeldung per Gesichtserkennung
  • Benutzerordner selbst benennen: Bei der Ersteinrichtung können Anwender jetzt eigene Namen für ihre Ordner vergeben

Ein interessanter Ausblick: Microsoft testet offenbar eine Option, um Bing-Ergebnisse und Store-Apps aus der lokalen Suche auszuschließen – das würde die Suche zusätzlich beschleunigen.

Rekord bei Sicherheitslücken: 206 Schwachstellen geschlossen

Der Juni-Patchday markiert einen historischen Höchststand: 206 Schwachstellen wurden behoben. Davon stufen Experten 33 bis 38 als kritisch ein. Sechs Sicherheitslücken waren als Zero-Day eingestuft, also bereits vor dem Patch bekannt oder sogar aktiv ausgenutzt.

Besonders brisant: Zwei Schwachstellen wurden bereits in freier Wildbahn angegriffen. CVE-2026-42897 betrifft einen Spoofing-Fehler im Exchange Server, CVE-2026-41091 eine Sicherheitslücke im Microsoft Defender, die Angreifern höhere Rechte verschafft.

Weitere behobene Probleme tragen klangvolle Namen aus der Sicherheitsszene: Der CTFMON-Fehler GreenPlasma sowie die BitLocker-Umgehungen YellowKey und bitskrieg wurden gestopft. Auch kritische Remote-Code-Ausführungs-Lücken im Windows-Kernel und HTTP.sys sind geschlossen – darunter ein Integer-Overflow und ein Denial-of-Service-Angriff namens HTTP/2 Bomb.

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Versionen und Support-Ende im Blick

Die Updates heben die Build-Nummern an: Version 25H2 und 24H2 stehen nun bei 26200.8655 beziehungsweise 26100.8655, Version 23H2 bei 22631.7219.

Zudem hat Microsoft an wichtige Support-Fristen erinnert. Der Support für Windows 11 24H2 Home und Pro endet am 13. Oktober 2026. Für Version 23H2 Enterprise und Education läuft die Frist am 10. November 2026 ab. Administratoren sollten die Umstellung auf neuere Versionen also im Blick behalten.

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