Windows 11 Build 26340: Versteckte Funktion erzwingt Vollbildmodus
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 16:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In einer aktuellen Testversion von Windows 11 hat Microsoft eine neue Funktion integriert, die das Verhalten von Programmfenstern grundlegend beeinflussen kann.
In der Experimental-Build 26340.9212 wurde eine bisher verborgene Einstellungsoption entdeckt, mit der Anwender festlegen können, dass Anwendungen grundsätzlich im Vollbildmodus starten. Diese Neuerung könnte insbesondere die Arbeitsweise auf mobilen Endgeräten und kleineren Bildschirmen nachhaltig verändern.
Implementierung in aktuellen Testversionen
Die neue Option mit der Bezeichnung „Open apps maximized“ wurde innerhalb der Systemeinstellungen lokalisiert. Sie befindet sich im Bereich der Eingabehilfen unter dem Unterpunkt für visuelle Effekte. Sobald dieser Schalter aktiviert ist, erzwingt das Betriebssystem, dass jede gestartete Applikation automatisch maximiert wird, anstatt sie in der zuletzt verwendeten Fenstergröße oder in einer vom Programm vorgegebenen Dimension zu öffnen.
Obwohl der betreffende Build 26340.9212 bereits Anfang der Woche für Teilnehmer des Windows-Insider-Programms ausgerollt wurde, hat Microsoft bisher auf eine offizielle Ankündigung oder eine Dokumentation dieser Funktion verzichtet. Branchenbeobachter wurden erst Mitte der Woche auf die Neuerung aufmerksam, als Informationen über die versteckte Schaltfläche auf der Plattform X geteilt wurden.
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Dass die Funktion nicht unmittelbar für alle Testnutzer sichtbar ist, liegt an der Veröffentlichungsstrategie des Konzerns. Die Einstellung wird im Rahmen sogenannter A/B-Tests verteilt. Dies bedeutet, dass nur eine ausgewählte Gruppe von Insidern die Neuerung direkt in ihren Systemeinstellungen vorfindet. Damit möchte das Unternehmen voraussichtlich die Stabilität der Funktion prüfen und Nutzerreaktionen in einem kontrollierten Rahmen sammeln, bevor eine breitere Verfügbarkeit erfolgt.
Technischer Hintergrund und Freischaltung
Für Nutzer, die am Insider-Programm teilnehmen, aber nicht Teil der automatischen Testgruppe sind, existiert ein manueller Weg zur Aktivierung. Da die Funktion im Programmcode des Build 26340.9212 bereits enthalten, aber lediglich deaktiviert ist, kann sie über das Drittanbieter-Werkzeug ViVeTool angesteuert werden.
Fachleute weisen darauf hin, dass die Aktivierung über den spezifischen Befehl „vivetool /enable /id:62915050“ erfolgt. Um die Änderung rückgängig zu machen, muss der entsprechende Deaktivierungsbefehl genutzt werden. Diese Methode verdeutlicht, dass sich das Feature noch in einem frühen experimentellen Stadium befindet und Microsoft die Benutzeroberfläche für die reguläre Nutzung noch nicht final freigegeben hat.
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Die Integration in die Kategorie der Eingabehilfen deutet darauf hin, dass Microsoft die Funktion primär als Unterstützung für Anwender betrachtet, die Schwierigkeiten mit der manuellen Fensterverwaltung haben oder eine vereinfachte, fokussierte Ansicht bevorzugen.
Ob und wann diese Einstellung den Weg in die stabilen Versionen von Windows 11 für die breite Nutzerschaft findet, bleibt derzeit noch offen. In der Vergangenheit wurden viele experimentelle Funktionen nach einer Testphase entweder fest integriert oder aufgrund technischer Bedenken wieder verworfen.
Mit diesem Schritt reagiert das Unternehmen auf den anhaltenden Trend zur Individualisierung der Benutzeroberfläche, bei dem Anwender zunehmend Kontrolle über automatisierte Abläufe innerhalb des Betriebssystems fordern. Experten sehen darin zudem eine Angleichung an Bedienkonzepte, wie sie bereits von mobilen Betriebssystemen bekannt sind, wo Apps standardmäßig den gesamten Bildschirm einnehmen.
