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Windows 11 Build 26300: Neue Funktion spart über 2,5 GB Speicher

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 16:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Experimenteller Windows-11-Build erlaubt das Deinstallieren von KI-Komponenten wie Phi-Silica. Nutzer können so über 2,5 GB Speicher freigeben.

Windows 11: Neue Option zum Entfernen lokaler KI-Modelle entdeckt
Ein moderner Laptop auf einem Schreibtisch in einem hellen, aufgeräumten Büro mit sanftem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft arbeitet in einer aktuellen Testversion von Windows 11 an der Möglichkeit, lokale KI-Modelle gezielt vom System zu entfernen. Ein neuer experimenteller Build enthält eine versteckte Funktion, mit der Nutzer Speicherplatz freigeben können, indem sie nicht benötigte Komponenten wie das Phi-Silica-Modell deinstallieren. Damit reagiert das Unternehmen auf den steigenden Ressourcenbedarf moderner Betriebssystemfunktionen.

In der Mitte August veröffentlichten Windows 11 Experimental Build 26300.8553 wurde eine neue Option innerhalb der Systemeinstellungen entdeckt. Diese ermöglicht es Anwendern, KI-Modelle, die für lokale Verarbeitungen auf dem Gerät vorgehalten werden, zu verwalten und bei Bedarf zu löschen. Die Funktion ist derzeit noch in den Einstellungen verborgen, deutet jedoch auf eine strategische Anpassung bei der Verwaltung lokaler Ressourcen hin.

Erhebliche Platzersparnis durch Entfernung von Phi-Silica

Ein zentrales Element dieser Neuerung betrifft das sogenannte Phi-Silica-Modell. Dieses lokale Sprachmodell ist ein fester Bestandteil aktueller KI-Integrationen in Windows 11, nimmt jedoch signifikanten Speicherplatz in Anspruch. Den vorliegenden Daten zufolge belegt das Modell über 2,59 GB auf der Festplatte.

Durch die Nutzung der neuen Deinstallationsoption in Build 26300.8553 lässt sich dieser Speicherplatz nahezu vollständig zurückgewinnen. Fachleute beziffern die potenzielle Ersparnis durch die Entfernung des Phi-Silica-Modells auf über 2,5 GB. Dies ist insbesondere für Anwender von Bedeutung, die über begrenzte Speicherkapazitäten verfügen oder die KI-gestützten Funktionen des Betriebssystems nicht aktiv nutzen.

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Hohe Hardwareanforderungen für Copilot+-PCs

Die Einführung lokaler KI-Modelle hat die Hardwareanforderungen für Windows-Systeme deutlich verschoben. Für sogenannte Copilot+-PCs, die intensiv auf Technologien wie Phi-Silica setzen, schreibt Microsoft eine Ausstattung von mindestens 16 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 256 GB Festplattenspeicher vor. Zudem ist eine Neural Processing Unit (NPU) erforderlich, die eine Leistung von über 40 TOPS (Tera Operations Per Second) erbringt.

Im Vergleich dazu fallen die Anforderungen für Standard-Installationen von Windows 11 deutlich geringer aus: Hier genügen weiterhin 4 GB RAM und 64 GB Speicherplatz. Die Diskrepanz verdeutlicht den massiven Ressourcenhunger on-device verarbeiteter KI. Auch andere Anbieter setzen auf ähnliche Dimensionen; so bietet beispielsweise der Chrome-Browser ein eigenes KI-Modell an, das eine Größe von etwa 4 GB aufweist.

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Optimierungsversprechen für Bestandssysteme

Microsoft hat in diesem Zusammenhang eingeräumt, dass Windows 11 unter bestimmten Bedingungen zu viel Arbeitsspeicher verbraucht. Dies betrifft vor allem Systeme, die nicht der High-End-Kategorie der Copilot+-PCs angehören. Das Unternehmen kündigte an, bis zum Jahresende gezielte Optimierungen für Rechner mit 8 GB RAM bereitzustellen.

Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Systemeffizienz auf Geräten mit moderater Hardware-Ausstattung zu verbessern. Konkrete technische Details dazu, wie diese Speicheroptimierung umgesetzt werden soll oder ob weitere KI-Komponenten optional modularisiert werden, nannte das Unternehmen bislang nicht.

Die nun entdeckte Deinstallationsmöglichkeit in den experimentellen Builds könnte jedoch ein erster praktischer Schritt in diese Richtung sein, um Nutzern mehr Kontrolle über die installierten Systemkomponenten und den damit verbundenen Ressourcenverbrauch zu geben.

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