Windows 11 Build 26300: KI-Modelle lassen sich jetzt deinstallieren
Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 19:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Zuge der Weiterentwicklung von Windows 11 hat Microsoft technische Vorkehrungen getroffen, um Anwendern mehr Kontrolle über die Speicherbelegung durch künstliche Intelligenz zu ermöglichen. In einer Preview-Version des Betriebssystems, dem Build 26300.8553, wurde eine Funktion identifiziert, mit der sich lokale KI-Modelle gezielt vom System entfernen lassen.
Diese Entwicklung markiert einen wichtigen Schritt in der Verwaltung von Ressourcen auf modernen Arbeitsstations-Rechnern, da die Integration von KI-Komponenten zunehmend Kapazitäten auf lokalen Datenträgern beansprucht.
Effizientes Speichermanagement für On-Device-KI
Die Entdeckung der Deinstallationsmöglichkeit Mitte des Jahres verdeutlicht den signifikanten Ressourcenbedarf, den generative KI-Modelle direkt auf dem Endgerät verursachen. Ein zentrales Beispiel hierfür ist das Modell Phi Silica. Den vorliegenden Informationen zufolge belegt dieses Modell über 2,59 GB Speicherplatz auf der Festplatte.
Durch eine in den Windows-Einstellungen integrierte, jedoch zunächst noch nicht unmittelbar sichtbare Option können Nutzer solche Komponenten künftig per Mausklick deinstallieren, um den belegten Speicherplatz bei Nichtgebrauch wieder freizugeben.
Der Speicherbedarf von KI-Anwendungen ist ein branchenweites Thema. Zum Vergleich: Das KI-Modell des Chrome-Browsers beansprucht mit ca. 4 GB Speicherplatz sogar noch umfangreichere Kapazitäten. Die Einführung einer modularen Lösung in Windows 11 deutet darauf hin, dass Microsoft die Notwendigkeit erkennt, Betriebssystem-Komponenten flexibel zu halten, um die Systemleistung nicht durch ungenutzte Großdateien zu beeinträchtigen.
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Erhöhte Anforderungen an die Hardware-Architektur
Die Bereitstellung lokaler KI-Funktionen ist eng an die Spezifikationen der sogenannten Copilot+ PCs geknüpft. Diese Gerätekategorie muss strenge Hardware-Kriterien erfüllen, um die komplexen Berechnungen für Modelle wie Phi Silica effizient ausführen zu können. Zu den Mindestanforderungen für diese Systeme gehören ein Arbeitsspeicher von 16 GB RAM sowie ein lokaler Datenspeicher von mindestens 256 GB.
Ein entscheidendes Merkmal dieser neuen Hardware-Generation ist zudem die Neural Processing Unit (NPU). Um als Copilot+ PC zertifiziert zu werden, ist eine NPU erforderlich, die eine Leistung von mehr als 40 TOPS (Tera Operations Per Second) erbringt.
Die Möglichkeit, KI-Modelle zu deinstallieren, bietet vor allem auf Einstiegssystemen mit 256 GB Speicher einen praktischen Mehrwert, da dort die Konkurrenz um freien Speicherplatz zwischen Betriebssystem, Anwendungen und Nutzerdaten besonders hoch ist.
Flexibilität für professionelle Anwender
Die in der Preview Build 26300.8553 enthaltene Option zur Entfernung von KI-Bestandteilen adressiert insbesondere die Bedürfnisse von professionellen Anwendern und IT-Administratoren. Durch die granulare Steuerung der installierten Modelle lässt sich die Systemumgebung präziser an das jeweilige Nutzungsprofil anpassen.
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Während KI-Modelle für bestimmte automatisierte Workflows essenziell sind, können sie in Umgebungen, in denen lokale KI-Rechenleistung keine Rolle spielt, zugunsten der Systemschlankheit entfernt werden.
Obwohl die Funktion in der betreffenden Testversion noch versteckt war, unterstreicht ihre Implementierung die Strategie, Windows 11 modularer zu gestalten. Damit reagiert das Unternehmen auf die Herausforderung, fortschrittliche Technologien zu integrieren, ohne die Kontrolle der Nutzer über ihre eigene Hardware-Ressourcen zu untergraben.
