Windows 11: ARM64-Optimierung und Braille-Display-Unterstützung
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 18:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat zwischen dem 20. und 22. Juli 2026 gleich mehrere neue Vorschau-Builds für Windows 11 veröffentlicht. Die Updates bringen vor allem Verbesserungen für Präzisions-Touchpads, optimierte Unterstützung für ARM64-Prozessoren und erweiterte Barrierefreiheitsfunktionen.
Feineinstellungen fürs Touchpad und den Explorer
Mit Build 26220.8925 im Beta-Kanal führt Microsoft eine granulare Steuerung für Präzisions-Touchpads ein. Nutzer können künftig Scroll- und Zoom-Geschwindigkeiten direkt in den Systemeinstellungen anpassen. Eine neue Funktion namens „beschleunigtes Scrollen“ soll die Navigation durch lange Dokumente und Webseiten erleichtern. Die Einstellungen finden sich im Menüpunkt „Bluetooth und Geräte“. Für WinUI-3-Anwendungen wird zur vollen Unterstützung der neuen Touchpad-Funktionen das Windows App SDK in Version 1.8 oder 2.0 benötigt.
Auch der Datei-Explorer hat ein Upgrade erhalten. Er zeigt Dateigrößen nun standardmäßig in KB, MB und GB an. Ein weiteres praktisches Detail: Ordner lassen sich per Mausklick mit der mittleren Maustaste in neuen Tabs öffnen.
ARM64 im Fokus – Intel und AMD vorerst außen vor
Im experimentellen 26H1-Zweig konzentriert sich Microsoft gezielt auf bestimmte Hardware-Architekturen. Build 28000.2597 vom 21. Juli ist speziell für neue ARM64-PCs mit Snapdragon X2 Plus-, Elite- und Extreme-Prozessoren optimiert. Systeme mit Intel- oder AMD-Chips erhalten diesen Build vorerst nicht.
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Auch bei der Sicherheitshardware gibt es Neuerungen. Das Juli-Vorschau-Update vom 22. Juli ermöglicht es der Funktion Windows Hello Enhanced Sign-in Security (ESS), externe Fingerabdrucksensoren zu unterstützen. Für Unternehmen führt Build 28120.2546 vom 21. Juli eine Richtlinie zum Entfernen von Smartcards für Azure Virtual Desktop (AVD) und Windows 365-Sitzungen mit Microsoft Entra ID ein.
Barrierefreiheit: Braille-Displays im Plug-and-Play
Deutliche Fortschritte gibt es bei der Unterstützung von assistiver Hardware. Build 28020.2539 vom 20. Juli bietet ab sofort Plug-and-Play-Unterstützung für HID-Braille-Displays in der Bildschirmsprachausgabe „Narrator“. Die Funktion funktioniert sowohl per USB als auch per Bluetooth und bleibt sogar während der ersten Einrichtung (OOBE) aktiv. Unterstützt werden unter anderem die Modelle Orbit Reader 20, Orbit Slate 340, Focus 40 und Mantis Q40.
Bluetooth und Audio: Schnelleres Pairing für AirPods
Die Updates vom 21. Juli bringen Verbesserungen bei der Bluetooth-Konnektivität und Audio-Hardware. Dazu gehören ein schnelleres Pairing für AirPods, eine Mikrofon-Korrektur für das Beats Studio Pro und zuverlässigere Wiederverbindungen für LE-Audio-Geräte. Zudem lässt sich das Bluetooth-Schnelleinstellungsmenü nun auch mit einem Gamepad bedienen.
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Sprachsteuerung: Rauschen ade
Das Juli-Vorschau-Update vom 22. Juli führt die Funktion Voice Isolation für Voice Access ein. Sie filtert Umgebungsgeräusche während der Diktierfunktion heraus. Nutzer können zwischen drei Modi wählen: vollständige Isolierung, nur Rauschentfernung oder ungefiltertes Audio. Parallel dazu erweitert Microsoft die Sprachunterstützung für Voice Access um Koreanisch sowie europäisches und brasilianisches Portugiesisch.
Startmenü: „Empfohlen“ wird zu „Zuletzt verwendet“
Auch das Startmenü durchläuft strukturelle Veränderungen. Microsoft hat den Bereich „Empfohlen“ in „Zuletzt verwendet“ umbenannt. Hinzu kommen Schalter, um bestimmte Bereiche wie „Angeheftet“ oder „Alle Apps“ ein- oder auszublenden. Nutzer können künftig zwischen einem kleinen und einem großen Startmenü-Layout wählen und ihr Profilbild sowie den Kontonamen aus der Oberfläche entfernen.
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