Windows, Bing-Suche

Windows 11 ab 9. Juni: Bing-Suche erstmals deaktivierbar

08.06.2026 - 15:23:49 | boerse-global.de

Microsofts Juni-Update bringt Shared Audio, NPU-Überwachung und die Option, die Bing-Suche zu deaktivieren.

Windows 11 Update: Neue KI-Features und Bing-Suche abschaltbar
Windows - A futuristic laptop displaying a holographic interface with system performance data and abstract AI-related visualizations. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ab dem 9. Juni 2026 rollt Microsoft eine Reihe von Neuerungen aus, die das Betriebssystem durchschaubarer machen und den wachsenden Einfluss künstlicher Intelligenz in geordnete Bahnen lenken sollen. Im Zentrum stehen dabei ein neues Shared-Audio-Feature, die Überwachung von KI-Chips im Task-Manager und eine mögliche Abkehr von der Bing-Suche in Windows.

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Mehr Kontrolle über die Suche – ein Wink nach Brüssel?

Bereits am 7. Juni 2026 begann Microsoft mit Tests einer Option, die es Nutzern erlaubt, die Bing-Websuche im Windows-Suchfeld komplett zu deaktivieren. Wer das Feature aktiviert, durchsucht dann nur noch lokale Dateien und Apps – ohne Microsofts Webdienst. Branchenbeobachter sehen darin eine direkte Reaktion auf den Digital Markets Act (DMA) der EU. Sollte die Änderung breit ausgerollt werden, wäre das ein echter Einschnitt: Microsoft würde Nutzern erstmals die Wahl lassen, ob sie die lokale PC-Suche von den eigenen Cloud-Diensten trennen wollen.

Die technischen Neuerungen im Juni-Update sind vielfältig. Mit Shared Audio können zwei Personen gleichzeitig denselben Audiostream empfangen – ideal für geteilte Kopfhörer beim Filmabend. Für Leistungsbewusste hält das Update ein lang erwartetes Feature bereit: Der Task-Manager zeigt künftig die Auslastung von NPUs (Neural Processing Units) an. Damit wird endlich sichtbar, wie stark KI-Aufgaben die speziellen Chips fordern. Weitere Verbesserungen betreffen die Multi-App-Kamera-Streaming-Funktion, die Namensgebung von Account-Ordnern bei der Ersteinrichtung sowie Verfeinerungen bei Windows Hello, der Akkuverwaltung und USB-Anschlüssen.

KI-Agenten bekommen einen digitalen Käfig

Auf der Build-2026-Konferenz Anfang Juni zeigte Microsoft, wohin die Reise geht: weg von exklusiver KI-Hardware wie den Copilot+-PCs, hin zu KI-Agenten, die auf Standard-CPUs und GPUs laufen. Das klingt nach mehr Freiheit, birgt aber Risiken – schließlich sollen diese digitalen Helfer nicht unkontrolliert im System wüten.

Microsofts Antwort heißt Microsoft Execution Containers (MXC). Diese Technologie behandelt KI-Agenten wie eigene Benutzer mit strengen Berechtigungen. In einer Live-Demo des OpenClaw-Agenten verhinderten die neuen Sicherheitsvorkehrungen erfolgreich, dass der Agent Dateien löschte, auf die er keinen Zugriff haben sollte. Ein weiteres neues Werkzeug namens Microsoft Scout steht offenbar kurz vor der Veröffentlichung.

Outlook-Zwang verschoben, Google Photos mit Backup-Boost

Auch im Bereich der Produktivitätssoftware tut sich einiges. Microsoft bewirbt derzeit 15 neue Funktionen für Outlook für Windows, darunter das Anheften von E-Mails, Schlummern von Benachrichtigungen und Zusammenfassungen von Besprechungen. Viele dieser Tools gab es bereits in der klassischen Version. Die gute Nachricht für Unternehmen: Die Zwangs-Migration zur neuen Outlook-Version wurde auf 2027 verschoben.

Parallel dazu hat Google am 7. Juni 2026 ein neues Backup-Feature für Google Photos gestartet. Geplante inkrementelle Sicherungen exportieren künftig alle zwei Monate geänderte Medieninhalte – und das ein Jahr lang. Ein neues Speichermanagement-Tool hilft dabei, unscharfe Fotos, Screenshots und große Videodateien zu identifizieren, die das 15-GB-Kontingent des gemeinsamen Speichers von Google Drive und Gmail belasten.

Leistungstuning: Ein Gigabyte RAM lässt sich freiräumen

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Wer Windows 11 flotter machen will, kann auf aktuelle Optimierungs-Tipps zurückgreifen. Demnach lassen sich rund 1 GB Arbeitsspeicher freischaufeln, indem man nicht benötigte Autostart-Programme deaktiviert, Hintergrund-Apps einschränkt und optionale Diagnosedaten sowie Werbe-IDs abschaltet.

Der Hardware-Markt zeigt unterdessen einen klaren Trend zu leistungsstarker KI-Integration. In dieser Woche präsentierte Microsoft das Surface Laptop Ultra mit dem neuen NVIDIA RTX Spark-Chip. Interessant: Die zuvor strikte 16-GB-RAM-Vorgabe für spezielle KI-PCs scheint sich aufzuweichen – offenbar als Reaktion auf die Konkurrenz, die bereits mit 8-GB-Konfigurationen auf den Markt drängt.

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