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Windows 11: 500-Gigabyte-Logdatei frisst Speicher – Fix am 14. Juli

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 04:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Ein dringendes Update stoppt den Outlook-Absturz durch Copilot in Remote-Desktop-Umgebungen. Zudem schließt Microsoft die Sicherheitslücke SearchLeak.

Microsoft behebt Outlook-Copilot-Absturz in RDS-Umgebungen
Windows - Leuchtende KI-Gehirnschnittstelle mit digitalen Linien zu abstrakten Microsoft 365-Symbolen, über unscharfem Rechenzentrum-Hintergrund. 10.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein Softwarefehler ließ Outlook unter bestimmten Bedingungen abstürzen – der KI-Assistent war der Auslöser.

Microsoft hat ein dringendes Update veröffentlicht, das einen hartnäckigen Fehler im klassischen Outlook behebt. Das Problem trat auf, wenn Nutzer in Remote-Desktop-Umgebungen (RDS) versuchten, mit Copilot E-Mails zu verfassen. Der Absturz ließ sich entweder über die Tastenkombination Alt+I oder durch Klick auf das Copilot-Symbol auslösen.

Der Fix ist im aktuellen Microsoft-365-Update enthalten. Zusätzlich zur Stabilitätsverbesserung hat Microsoft eine Barrierefreiheitslücke geschlossen: Der „Help me write"-Button funktionierte im Hochkontrast-Modus nicht richtig. Während der Fehler auf den Desktop-Client beschränkt war, lief Copilot in anderen Office-Anwendungen in dieser Zeit störungsfrei.

Strategischer Schwenk zu hauseigenen KI-Modellen

Parallel zu den Fehlerbehebungen treibt Microsoft einen strategischen Kurswechsel voran. Das Unternehmen verlagert einen Teil seiner KI-Verarbeitung von Drittanbietern auf eigene Systeme. Konkret werden bereits Zehntausende wöchentliche KI-Anfragen in Excel und Outlook über die hauseigenen MAI-Modelle abgewickelt.

Hintergrund ist das Ziel, die Abhängigkeit von externen Partnern wie Anthropic und OpenAI zu reduzieren und Kosten zu sparen. Das interne Modell MAI-Thinking-1 setzt auf eine spärliche Mixture-of-Experts-Architektur mit 35 Milliarden aktiven Parametern bei insgesamt einer Billion. Während die internen Modelle Routineaufgaben übernehmen, werden komplexe Anfragen weiterhin über die bestehenden Partnerschaften abgewickelt. Der umstrukturierte Vertrag mit OpenAI läuft derzeit als nicht-exklusive Lizenz bis 2032.

Sicherheitslücke „SearchLeak" geschlossen

Microsoft bestätigte zudem die Behebung einer Sicherheitslücke mit der Kennung CVE-2026-42824 in Microsoft 365 Copilot Enterprise. Die als „SearchLeak" bekannte Schwachstelle hätte Datendiebstahl durch einen einzigen Klick auf eine manipulierte URL ermöglichen können. Ausgenutzt wurden dabei eine Prompt-Injection und eine sogenannte Rendering-Race-Condition. Der Konzern versichert, dass das Problem vollständig behoben sei und keine weiteren Schritte von Anwendern erforderlich seien.

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Zum Thema Datenschutz präzisierte Microsoft die Funktionsweise der optionalen Websuche in Copilot. Die an Bing gesendeten Suchanfragen enthalten demnach weder Nutzeridentitäten noch vollständige Prompts oder konkrete Dateien. Diese Daten werden weder für das Training von KI-Modellen noch für Werbeprofile genutzt. Über das Verwaltungstool Purview können Unternehmen die Suchanfragen bei Bedarf auditieren.

Ausblick: Neue Funktionen für Outlook

Die kommenden Monate bringen mehrere Neuerungen für das Outlook-Ökosystem:

  • Abwesenheitsnotizen per KI: Copilot kann künftig automatisch Abwesenheitsantworten verfassen – allerdings nur für Nutzer mit bestimmten Microsoft-365-Lizenzen und englischer Benutzeroberfläche.
  • Warnung bei alten Threads: Bis Ende August 2026 warnt das neue Outlook für Windows, wenn Nutzer auf eine alte E-Mail in einem Thread antworten, der neuere Nachrichten enthält.
  • Abschied von „OWA Light": Microsoft deaktiviert die schlanke Outlook-Webversion standardmäßig – beginnend mit dem Exchange-Server-Kumulativupdate im August 2026.
  • Bessere Organisation: Ab September 2026 sind Drag-and-Drop-Kategorisierung und Auto-Antwort-Vorlagen über Posteingangsregeln möglich.

Windows-11-Fix: Wenn Logdateien über 500 Gigabyte fressen

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Nicht nur Office-Anwendungen bereiten Kopfzerbrechen. Microsoft arbeitet an der Behebung eines Windows-11-Bugs, bei dem eine bestimmte Berechtigungs-Logdatei (CapabilityAccessManager.db-wal) unkontrolliert anwächst. In Einzelfällen belegte die Datei über 500 Gigabyte Speicherplatz.

Ein Fix ist bereits im optionalen Vorschau-Update KB5095093 für Windows 11 Version 24H2 und 25H2 verfügbar. Der breite Rollout ist für den Patch-Day im Juli 2026 am 14. Juli geplant. IT-Administratoren sollten betroffene Geräte identifizieren und das Update zeitnah einspielen, um wertvollen Speicherplatz zurückzugewinnen.

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