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Windows 11: 500-Gigabyte-Bug wird am 14. Juli behoben

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 20:26 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft stoppt Secure-Boot-Zertifikate und kämpft mit massiven Speicherfehlern in Windows 11. KI-Tool MDASH soll künftig Schwachstellen schneller aufspüren.

Windows 11: Speicherfehler, Secure-Boot-Stopp und KI-Updates
Nahaufnahme einer beleuchteten Platine mit digitalen Overlays, die Fehlerbehebungen, Updates und Datenfluss in Windows 11 symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Von gigantischen Speicherfehlern bis zu Firmware-Konflikten, die Sicherheitsupdates blockieren – die Probleme häufen sich. Gleichzeitig setzt der Konzern verstärkt auf Künstliche Intelligenz, um Schwachstellen schneller zu finden.

Hunderte Gigabyte durch Systemfehler belegt

Ein Bug in den Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2 treibt Nutzer zur Verzweiflung. Die Datei CapabilityAccessManager.db-wal kann auf bis zu 500 Gigabyte anwachsen. Das hat Microsoft bestätigt. Ein optionales Update (KB5095093) soll Abhilfe schaffen. Der automatische Rollout ist für den 14. Juli 2026 geplant – dem nächsten Patch Tuesday.

Experten raten dringend davon ab, die Datei manuell zu löschen. Die Folge: WLAN-Verbindungen und Screenshot-Funktionen könnten ausfallen. Betroffene sollten ihren Speicherplatz in den Systemeinstellungen prüfen.

Bereits im Juni hatte Microsoft einen ähnlichen Fehler behoben. Damals sorgte ein Problem mit dem Papierkorb in der hardwareoptimierten Version 26H1 für Ärger. Der Fehler (KB5095051) wurde am 9. Juni dokumentiert und am 23. Juni mit einem Update ausgeräumt.

Secure-Boot-Updates gestoppt – Firmware macht Probleme

Am heutigen Samstag zog Microsoft die Notbremse: Die Auslieferung neuer Secure-Boot-Zertifikate wurde gestoppt. Grund sind schwerwiegende Kompatibilitätsprobleme mit bestimmten PC-Firmwares. Das Update sollte abgelaufene Zertifikate aus dem Jahr 2011 durch Versionen von 2023 ersetzen. Stattdessen blockieren betroffene Systeme den Bootvorgang komplett oder geraten in endlose BitLocker-Wiederherstellungsschleifen.

Betroffene sehen in der Windows-Sicherheit die Meldung, dass Secure Boot aufgrund bekannter Probleme blockiert sei. Microsoft verweist auf Firmware-Updates der Hersteller. HP bestätigte bereits Fälle von BitLocker-Komplikationen. Ältere Geräte ohne UEFI-Unterstützung bleiben vorerst auf dem alten Zertifikatsstandard.

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KI beschleunigt die Fehlersuche – aber um welchen Preis?

Die Zahl der Sicherheitsupdates wird wohl weiter steigen. Microsoft integriert Künstliche Intelligenz tiefer in seinen Entwicklungsprozess. Executive Vice President Pavan Davuluri erklärte, das Tool MDASH durchforste den Code nach Schwachstellen, bevor Angreifer sie ausnutzen könnten.

Die finale Prüfung bleibt jedoch in Menschenhand. Die KI findet mehr – und das schneller. Für Unternehmen und Privatanwender bedeutet das: mehr Updates, größere Updates. Experten empfehlen automatisierte Patch-Tools und gestaffelte Rollout-Strategien, um den wachsenden Patch-Tuesday-Berg zu bewältigen.

Weitere Baustellen: Speicherleck und Sicherheitslücke

Neben dem Gigabyte-Fresser plagt Windows-11-Nutzer ein hartnäckiges Speicherleck. Der Dienst Phone Link Cross Device Service (Prozess crossdeviceservice.exe) kann bis zu 30 Gigabyte RAM belegen. Das Problem ist seit 2023 bekannt – ein offizieller Fix fehlt. Workaround: Dienst deaktivieren oder die Phone-Link-App deinstallieren.

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Und auch die Windows-Sicherheit hat eine neue Baustelle. Die Schwachstelle CVE-2026-50656 betrifft die Windows-Defender-Engine. Über die SpyNet-Integration in mpengine.dll lassen sich Dateigrößenlimits umgehen – Angreifer können die Festplatte gezielt füllen. Ein Termin für den Patch steht noch aus.

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