Windows 11 26H2: Startmenü-Redesign und Low-Latency-Boost im Herbst
22.06.2026 - 16:14:27 | boerse-global.de
Der nächste große Windows-11-Release steht fest: Version 26H2 kommt im Herbst 2026 und bringt tiefgreifende Änderungen am Startmenü sowie neue Leistungsoptimierungen.
Microsoft hat die Weichen für das zweite große Update des Jahres gestellt. Version 26H2 wird als jährliches Funktionsupdate ausgeliefert – und zwar per sogenanntem Enablement-Paket. Das bedeutet: Wer bereits eine aktuelle Version nutzt, installiert das Update mit einem einzigen Neustart. Die Strategie erinnert an die Vorgehensweise bei den Vorgängerversionen 25H2 und 24H2 und verspricht einen reibungslosen Übergang für Privatnutzer und Unternehmen gleichermaßen.
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Startmenü im Wandel: Mehr Kontrolle für Nutzer
Die auffälligsten Neuerungen zeigen sich im Startmenü. Microsoft hat dort umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten eingebaut, die langjährige Nutzerwünsche endlich aufgreifen. Erstmals lassen sich ganze Bereiche des Menüs ausblenden – etwa die Kacheln für „Angeheftete Apps" oder die „Alle Apps"-Ansicht. Dafür gibt es separate Schalter in den Einstellungen.
Die bisherige Rubrik „Empfohlen" weicht einer neuen Kategorie namens „Zuletzt verwendet". Hinzu kommen modulare Größenoptionen: Nutzer können zwischen kleinen, großen oder automatischen Layouts wählen. Eine neu gestaltete Einstellungsseite bündelt alle Kontrollmöglichkeiten an einem Ort – von der Sichtbarkeit persönlicher Informationen bis zur Anordnung der einzelnen Bereiche.
Leistungsschub für ältere Hardware
Mit dem kumulativen Update KB5094126 hält ein „Low Latency Profile" Einzug in die stabile Version von Windows 11. Die Funktion soll alltägliche Aktionen spürbar beschleunigen – etwa das Öffnen von Apps oder den Start des Startmenüs. Das Prinzip: Die CPU wird für kurze Intervalle von ein bis drei Sekunden auf eine höhere Taktfrequenz gebracht.
Erste Tests zeigen: Besonders auf älteren Rechnern machen sich die Verbesserungen bemerkbar. Die kurzen Leistungsspitzen reduzieren sichtbare Verzögerungen bei Animationen, ohne den Stromverbrauch dauerhaft in die Höhe zu treiben. Ein cleverer Kompromiss zwischen Performance und Effizienz.
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Audio-Steuerung auf dem neuesten Stand
Auch die Systemsteuerung für Audiogeräte hat Microsoft überarbeitet. Die Seite „Alle Soundgeräte" in den Einstellungen zeigt jetzt aktive Lautstärkepegel für jedes angeschlossene Gerät an. Nutzer sehen auf einen Blick, welches Hardware-Gerät gerade Audio abspielt.
Zusätzlich lassen sich ausgeblendete, getrennte oder nicht angeschlossene Geräte gezielt ein- oder ausblenden. Die Eigenschaftenseiten für Ein- und Ausgabegeräte enthalten nun auch Buchseninformationen – eine willkommene Hilfe für alle, die komplexe Audio-Setups betreiben. Microsoft setzt damit seinen Kurs fort, alte Funktionen aus der Systemsteuerung Schritt für Schritt in die moderne Windows-11-Oberfläche zu überführen.
Update-Pfad: Nicht alle kommen direkt mit
Eine wichtige Einschränkung gibt es jedoch: Geräte, die noch auf der älteren 26H1-Version laufen, können nicht direkt auf 26H2 aktualisieren. Grund sind Unterschiede im zugrunde liegenden Windows-Kern. Microsoft verspricht diesen Nutzern einen separaten Pfad zu einer anderen zukünftigen Version. Die Details dazu dürften in den kommenden Monaten folgen.
