Windows 11 26H2: Startmenü 75 Millisekunden schneller
21.06.2026 - 18:16:37 | boerse-global.de
Microsoft hat die Version 26H2 offiziell angekündigt und setzt dabei auf ein schlankes Update-Paket.
Das Update wird als sogenanntes Enablement-Paket mit weniger als 500 Kilobyte ausgeliefert. Voraussetzung: Nutzer müssen bereits auf Version 24H2 oder 25H2 laufen. Ein direkter Sprung von 26H1 auf 26H2 ist dagegen nicht möglich, wie aus technischen Unterlagen hervorgeht, die zwischen dem 19. und 21. Juni veröffentlicht wurden.
Support-Zeiträume und Hardware-Anforderungen
Anzeige: Das neue Low-Latency-Profil in Windows 11 26H2 macht Startmenü und Explorer spürbar flotter – doch der Rollout birgt Fallstricke. Unser Report liefert die Checkliste für die optimale Konfiguration, den Leitfaden für Sicherheitspatches und das Toolkit gegen bekannte Bugs. Jetzt kostenlosen Report anfordern
Die Hardware-Voraussetzungen bleiben unverändert: Mindestens 4 Gigabyte RAM und 64 Gigabyte Speicherplatz sind Pflicht. IT-Abteilungen können den Rollout über Microsoft Autopatch, Intune oder WSUS steuern.
Die Support-Fenster fallen unterschiedlich aus:
- Home und Pro: 24 Monate, Support endet im Oktober 2028
- Enterprise: 36 Monate, Support bis Oktober 2029
System spürbar flotter: Neues „Low Latency Profile"
Ein besonderes Augenmerk legt Microsoft auf die Performance. Mit dem Update KB5094126 vom 9. Juni 2026 führte der Konzern ein neues Profil ein, das die Reaktionsfähigkeit der Windows-Oberfläche deutlich verbessert. Der CPU-Boost zielt gezielt auf Startmenü, Suche und Datei-Explorer ab.
Die internen Messwerte sprechen eine klare Sprache:
- Startmenü: Ladezeit sinkt von 185 auf 110 Millisekunden
- Datei-Explorer: Ladezeit fällt von 210 auf 125 Millisekunden
Hinzu kommt ein systemweites Audio-Profil mit niedriger Latenz, das die Verzögerung um vier bis acht Millisekunden reduziert. Insgesamt flossen über 40 einzelne Absturz-Korrekturen in die aktuellen Beta-Builds ein.
Suche: Lokale Dateien endlich priorisieren
Auf vielfachen Nutzerwunsch hin führt Microsoft eine lang vermisste Funktion ein: Anwender können künftig lokale Dateisuchergebnisse priorisieren und Web-Ergebnisse in der Windows-Suche deaktivieren. Die Einstellung findet sich unter „Datenschutz und Sicherheit".
Weitere Verbesserungen aus dem experimentellen Build vom 20. Juni betreffen den Dunkelmodus-Dialog, Abstürze des Startmenüs und Probleme mit der automatischen Taskleisten-Ausblendung.
Media Player: Modern, aber ressourcenhungrig
Nicht alle Neuerungen stoßen auf Begeisterung. Der moderne Windows-11-Media-Player verbraucht im Leerlauf stolze 377 Megabyte RAM – das ist rund das 3,5-Fache seines 17 Jahre alten Vorgängers (103,4 MB). Auch die Startzeit stieg von zwei auf drei Sekunden. Zudem verlangt Microsoft nun eine kostenpflichtige Erweiterung für HEVC (H.265) für 0,99 Euro, während die AC-3-Unterstützung (Dolby Digital) bereits in Version 24H2 gestrichen wurde.
Edge: Abschied von „Drop", Fokus auf KI
Der Microsoft Edge-Browser durchläuft einen grundlegenden Umbau. Am 20. Juni bestätigte das Unternehmen die Entfernung der „Drop"-Dateifreigabe aus dem Canary-Kanal. Zuvor waren bereits die Sidebar- und Collections-Funktionen gefallen. Microsoft konzentriert die Ressourcen stattdessen auf die Copilot-KI-Integration.
Eine interessante Neuerung: Ab Juli 2026 können sich Nutzer mit einem Google-Konto bei Edge anmelden. Intern wird zudem an der Rückkehr lokaler Konten während der Windows-11-Erstinstallation gearbeitet.
Sicherheitsupdate: 208 Schwachstellen geschlossen
Anzeige: 208 Sicherheitslücken wurden im Juni geschlossen – darunter drei Zero-Days. Wer sein Netzwerk schützen will, muss Patches priorisieren und testen. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie kritische Updates ausrollen, ohne Kompatibilitätsprobleme zu riskieren. Sicherheits-Leitfaden jetzt sichern
Der Juni-Update-Zyklus stopfte insgesamt 208 Sicherheitslücken, darunter 38 kritische Fehler und drei Zero-Day-Exploits. Auch der Browser erhielt Patches für mehrere Chromium-basierte Schwachstellen wie CVE-2026-12458 und CVE-2026-12466, die eine Code-Ausführung aus der Ferne ermöglicht hätten.
Bekannte Probleme: OneDrive, BitLocker und der Papierkorb
Das Update KB5094126 brachte allerdings auch unerwünschte Begleiterscheinungen. Dazu zählen OneDrive-Ausfälle, BitLocker-Sperren und ein Bug, bei dem der Papierkorb interne IDs statt Dateinamen anzeigt. Microsoft hat einen Fix für das Papierkorb-Problem für Mitte Juli 2026 angekündigt.
