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Windows 11 26H2: Microsoft veröffentlicht ISO-Dateien für AMD64 und Arm64

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 17:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Windows 11 26H2 bringt neue Funktionen, längere Support-Zeiträume und Installationsmedien für x64- und Arm64-Geräte.

Microsoft veröffentlicht Windows 11 26H2 als ISO für x64 und Arm64
Ein minimalistischer, leerer Serverraum mit geordneten, metallischen Server-Racks in kühler Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft hat die offiziellen ISO-Abbilder für die Windows-11-Version 26H2 veröffentlicht. Die Installationsmedien stehen sowohl für die AMD64-Architektur (Intel und AMD) als auch für Arm64-Systeme (Qualcomm) zur Verfügung. Diese Dateien ermöglichen Anwendern eine vollständige Neuinstallation des Betriebssystems, In-place-Upgrades sowie Systemreparaturen.

Die Bereitstellung umfasst Versionen für Home, Pro und Education in der x64-Architektur sowie separate Images für Arm64-Geräte. Diese Abbilder können entweder direkt im System eingebunden oder zur Erstellung bootfähiger USB-Medien genutzt werden.

Für Unternehmenskunden stehen zudem Enterprise-Evaluierungs-ISOs bereit, die für einen Zeitraum von 30 Tagen ohne Aktivierung getestet werden können. Berichten zufolge sind die von Microsoft generierten direkten Downloadlinks jeweils für 24 Stunden gültig.

Technische Details und Installationswege

Zusätzlich zu den ISO-Dateien wurde das Media Creation Tool in der Version 10.0.26100.7019 aktualisiert. Dieses Werkzeug erstellt Installationsmedien und integriert das Update KB5129195, wodurch das System auf die Build-Nummer 26300.9457 gehoben wird.

Derselbe Build-Stand wird erreicht, wenn das Update direkt über die Windows-Update-Funktion bezogen wird. Im Vergleich dazu wies die im August veröffentlichte Release-Preview noch die Build-Nummer 26300.9278 auf.

Für Nutzer, die bereits eine funktionierende Installation der Versionen 24H2 oder 25H2 verwenden, bietet Microsoft mit dem Enablement-Paket KB5121794 einen schnelleren Migrationspfad an. Da die Version 26H2 wie ihre Vorgänger auf der Plattform „Germanium“ basiert, sind keine grundlegenden Änderungen an der Systemarchitektur erforderlich.

Bei vollständig aktualisierten Geräten beträgt die Downloadgröße für dieses Paket laut Branchenberichten lediglich 174 KB, wobei die Installation nur einen einzigen Neustart erfordert. Voraussetzung für diesen Weg ist die vorherige Installation des kumulativen Updates KB5124010 vom 22. September 2026 oder eines späteren Patches.

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Funktionsumfang und Support-Zeiträume

Mit dem Update auf 26H2 werden primär Funktionen aktiviert, die bereits in früheren Versionen im System angelegt waren. Zu den Neuerungen für kommerzielle Geräte gehören standardmäßig aktivierte Sicherungsoptionen für Windows-Einstellungen sowie erweiterte Aktionen in der Taskleiste.

Darüber hinaus umfasst das Paket ein integriertes Sysmon-Tool, das standardmäßig deaktiviert bleibt, sowie die Smart App Control. Im Bereich der Sicherheit wurde die Unterstützung für die Algorithmen ML-KEM und ML-DSA implementiert. Weitere Verbesserungen betreffen das Startmenü, die Suche, den Datei-Explorer sowie die Barrierefreiheit und die Bluetooth-Audiofreigabe.

Ein wesentlicher Aspekt des Upgrades ist die Verlängerung der Support-Laufzeiten. Mit dem Wechsel auf 26H2 wird der Support-Zeitraum für Home- und Pro-Versionen auf 24 Monate und für Enterprise- sowie Education-Editionen auf 36 Monate zurückgesetzt.

Konkret bedeutet dies für Home- und Pro-Nutzer eine Unterstützung bis Oktober 2028, während Enterprise-Kunden Sicherheitsupdates bis Oktober 2029 erhalten. Dies ist insbesondere für Nutzer der Version 24H2 relevant, da deren Support für Home und Pro bereits am 13. Oktober 2026 endet.

Rollout-Strategie und bekannte Einschränkungen

Microsoft verfolgt beim Rollout der Version 26H2 einen gestaffelten Ansatz, der sich über die kommenden Monate erstrecken soll. Geräte, die noch mit der älteren Plattform „Bromine“ (Version 26H1) laufen, erhalten kein direktes Update auf 26H2. Eine Zusammenführung dieser unterschiedlichen Plattformzweige wird in der Branche erst für das Jahr 2027 mit der Version 27H2 erwartet.

Trotz der Veröffentlichung bestehen derzeit noch einige bekannte Kompatibilitätsprobleme, die teilweise mitigiert wurden. Diese betreffen spezifische USB-Audio-Class-1.0-Geräte sowie bestimmte domänengebundene PCs, bei denen Funktionen wie Credential Guard oder Machine Identity Isolation aktiv sind.

Zudem kann es bei Azure Virtual Desktop in Verbindung mit FSLogix zu schwarzen Bildschirmen oder nicht ladenden Desktops kommen – ein Problem, das auch die Versionen 24H2 und 25H2 betrifft.

In Fällen bekannter Inkompatibilitäten kann Microsoft eine Update-Sperre verhängen, um betroffene Systeme vor dem automatischen Upgrade zu schützen. Experten raten dazu, den Rollout nicht gewaltsam zu erzwingen, sofern das System das Upgrade nicht regulär anbietet.

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Die Mindestanforderungen an die Hardware bleiben unverändert: Erforderlich sind weiterhin 4 GB Arbeitsspeicher, 64 GB Festplattenkapazität, eine 64-Bit-CPU sowie UEFI mit Secure Boot und ein TPM-2.0-Modul.

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