Windows 11 26H2: Microsoft gibt Endpoint-Management offiziell frei
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 23:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat am 29. September 2026 das Betriebssystem-Update Windows 11 26H2, auch bezeichnet als Windows 11 2026 Update, offiziell bereitgestellt. Die neue Version mit der Build-Nummer 10.0.26300 umfasst die formelle Freigabe erweiterter Endpoint-Management-Fähigkeiten für Unternehmensumgebungen.
Technisch nutzt 26H2 dieselbe Servicing-Basis wie die Vorgängerversionen 24H2 und 25H2. Dementsprechend erfolgt die Verteilung auf berechtigten Systemen über ein kompaktes Enablement Package, das in der Regel lediglich einen Neustart voraussetzt.
Ergänzend stehen der Windows 11 Upgrade Assistant für In-Place-Aktualisierungen sowie vollständige ISO-Abbilder für Neuinstallationen auf AMD64- und Arm64-Systemen zur Verfügung.
Test-ISOs mit 30 Tagen Laufzeit hatte Microsoft bereits einen Monat vor dem allgemeinen Rollout herausgegeben. Für kommerzielle Kunden und den Bildungssektor wird die Bereitstellung über Windows Autopatch oder das Microsoft 365 Admin Center geregelt.
Neue Gruppenrichtlinien und Integration in Verwaltungswerkzeuge
Parallel zur Veröffentlichung hat Microsoft am 29. September 2026 die administrativen Vorlagen (.ADMX) für das 2026 Update im Download Center freigegeben. Das Paket besitzt einen Umfang von rund 14,6 MB. Begleitend erschien ADMX 1.0 zusammen mit einer 787,6 KB großen Excel-Referenztabelle, die sämtliche Richtlinien für Computer und Benutzer aufführt und per Spaltenfilter durchsuchbar macht.
Ältere Vorlagendateien enthalten die neuen 26H2-Richtlinien nicht. Ein Teil dieser Vorgaben wird über das Microsoft Policy CSP abgewickelt, wodurch Mobile-Device-Management-Lösungen entsprechende Richtlinien auf verwalteten Clients anwenden können.
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Der Intune Settings Catalog erhielt mit dem Erscheinungstag direkte Unterstützung für die neuen Richtlinien. Administratoren wird empfohlen, die ADMX-Dateien im zentralen Speicher des Sysvol-Verzeichnisses zu hinterlegen und neue Einstellungen vor der breiten Verteilung in Testumgebungen zu validieren. Eine aktualisierte Sicherheitsbaseline befindet sich laut Microsoft in Vorbereitung.
Im Microsoft Configuration Manager wird Windows 11 26H2 ausschließlich ab den Versionen 2603 aus dem März 2026 und 2609 aus dem September 2026 unterstützt, während die ältere Version 2509 unberücksichtigt bleibt.
Version 2609 markiert zugleich das Ende des bisherigen halbjährlichen Release-Takts; die nächste reguläre Version ConfigMgr 2709 ist für September 2027 in einem jährlichen Rhythmus geplant.
Erweiterte Sicherheitsoptionen und bekannte Kompatibilitätseinschränkungen
Zu den funktionalen Erweiterungen in 26H2 gehören Administrator Protection für Just-in-Time-Rechtevergaben, die native Integration des Systemmonitors Sysmon sowie die Möglichkeit, Smart App Control ohne Neuinstallation ein- oder auszuschalten.
Zudem lässt sich die Entfernung vorinstallierter Microsoft-Anwendungen nun über Richtlinien steuern. Der Task-Manager weist nun NPU-Auslastungswerte aus, und Windows Autopilot Device Preparation wird unterstützt.
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Am 29. September 2026 wurde darüber hinaus die Funktion Windows Settings Backup auf berechtigten kommerziellen Geräten mit Microsoft-Entra-ID-Anbindung standardmäßig aktiviert, sofern keine entgegenstehende Richtlinie greift. Ausgenommen bleiben Umgebungen unter den Vorgaben des EU-DMA sowie isolierte Cloud-Infrastrukturen.
Der Support-Lebenszyklus für Windows 11 26H2 reicht in den Editionen Home und Pro bis zum 10. Oktober 2028, während Enterprise- und Education-Versionen bis zum 9. Oktober 2029 unterstützt werden.
Für Windows 11 24H2 endet die Unterstützung in Home und Pro am 13. Oktober 2026. Microsoft verweist mit Stand von Anfang Oktober 2026 auf einzelne Kompatibilitätsprobleme, darunter Ausfälle bei älteren USB-Audio-Class-1.0-Geräten, mögliche Vertrauensverluste zum lokalen Active Directory bei aktivierter Machine Identity Isolation sowie Abstürze älterer AC-3-Audio-Anwendungen nach Updates ab dem 22. September 2026. Betroffene Systeme werden im Rahmen des schrittweisen Rollouts mit Schutzpausen belegt.
Mehr zum Thema bei WinFuture: „Windows 11 26H2: Endpoint-Verwaltung erhält offizielle Freigabe“
