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Windows 11 26H2: Microsoft bringt Taskbar-Kontrolle zurück

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 18:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft testet Windows 11 26H2 mit zurückkehrenden Taskbar-Optionen, weniger Copilot und neuen Funktionen vor dem geplanten Start.

Microsoft bringt Windows 11 26H2 in den Release Preview Kanal
Ein minimalistischer, moderner Arbeitsplatz mit einem ausgeschalteten Computermonitor in einem hellen Büro. Illustration mit AI erstellt.

Der Softwarekonzern Microsoft hat die nächste Ausbaustufe seines Betriebssystems, Windows 11 26H2 (Build 26300.9278), in den Release Preview Kanal überführt. Seit dem 31. August 2026 stehen entsprechende ISO-Dateien für die Installation zur Verfügung. Mit diesem Schritt bereitet das Unternehmen die allgemeine Verfügbarkeit des Updates vor, das neben funktionalen Erweiterungen auch die Rückkehr von Anwendern lang geforderter Funktionen markiert.

Rückkehr der Taskbar-Funktionen und reduzierte Copilot-Präsenz

Das Update auf Version 26H2 adressiert wesentliche Kritikpunkte an der Benutzeroberfläche von Windows 11. Laut vorliegenden Informationen wird mit dieser Version die Möglichkeit wiederhergestellt, die Position der Taskbar zu verschieben. Zudem integriert Microsoft erneut den sogenannten kleinen Taskbar-Modus, der eine platzsparendere Darstellung der am unteren Bildschirmrand fixierten Elemente ermöglicht.

Parallel dazu reduziert Microsoft die Integration des KI-Assistenten Copilot. Zu den weiteren Neuerungen gehören ein überarbeitetes Rechtsklick-Menü sowie die Einführung von Emoji 17.0. Die Barrierefreiheit wird durch eine Aktualisierung der Bildschirmlupe (Magnifier) verbessert, während die „Get Started“-App eine umfassende Umgestaltung erfährt. Ergänzt wird der Funktionsumfang durch ein neues Camera Roll Backup, das die Sicherung von Bildmaterial erleichtern soll.

Die technische Bereitstellung des Updates erfolgt über ein sogenanntes Enablement-Paket. Dies hat für Anwender den Vorteil, dass für den Abschluss der Installation lediglich ein einziger Systemneustart erforderlich ist, sofern die zugrunde liegenden Systemdateien bereits auf einem aktuellen Stand sind.

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Wartungszyklen und verlängerter support für Windows 10

Im Zuge der Veröffentlichung präzisierte Microsoft die Lebenszyklen bestehender Versionen. Für Nutzer von Windows 11 24H2 in den Editionen Home und Pro endet der offizielle Support am 13. Oktober 2026. Um Unternehmenskunden den Übergang zu erleichtern, wurde der Zeitraum für die kostenpflichtigen Extended Security Updates (ESU) für Windows 10 bis zum 12. Oktober 2027 verlängert.

Fehlerberichte nach aktuellem August-Update

Während Microsoft die Version 26H2 vorbereitet, zeigen sich bei der Verteilung des optionalen August-Updates KB5120998 (Builds 26100.9278 und 26200.9278) technische Schwierigkeiten. Berichten zufolge klagen Anwender über Glitches beim Mauszeiger sowie über Hintergründe, die sich schwarz färben. Microsoft bestätigte Ende letzter Woche, dass eine Untersuchung dieser Vorfälle eingeleitet wurde.

Ein weiterer kritischer Fehler betrifft die Systemsicherheit: Nach der Installation des Updates wird der Microsoft Defender Antivirus fälschlicherweise als deaktiviert angezeigt. Dies verunsichert Nutzer über den tatsächlichen Schutzstatus ihrer Systeme, obwohl es sich nach aktuellem Kenntnisstand um einen Anzeigefehler handelt.

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Neue Suchoptionen und regulatorischer Druck

Das Update KB5120998 führt zudem neue Steuerungselemente für die Systemsuche ein. Nutzer können künftig über dedizierte Umschalter Bing-Webergebnisse sowie Vorschläge aus dem Microsoft Store deaktivieren. Auch für den Copilot im Startmenü wurden Deaktivierungsmöglichkeiten geschaffen.

Diese Funktionen werden schrittweise über einen kontrollierten Rollout verteilt, lassen sich jedoch bei Bedarf über das ViVeTool und spezifische Identifikationsnummern wie 61161244 oder 62762248 vorzeitig aktivieren.

Hintergrund dieser Anpassungen sind unter anderem die Anforderungen des Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union. Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) hatten bereits seit November 2023 Zugriff auf Optionen zur Deaktivierung von Bing-Ergebnissen, um die Frist zur DMA-Einhaltung am 6. März 2024 zu wahren.

Wie stark die Regulierungsbehörden den Sektor beobachten, zeigt sich auch bei Mitbewerbern: Google wurde im Kontext des DMA jüngst eine Geldstrafe in Höhe von 890 Millionen Euro auferlegt.

Zusätzlich beobachteten Experten die Einführung einer neuen Anwendung namens „Recommended Search Settings“ (MicrosoftSettings.exe, 22,2 MB). Diese App fordert Nutzer dazu auf, Bing als Standardsuchmaschine festzulegen und eine entsprechende Erweiterung in Browsern wie Chrome, Firefox oder Brave zu installieren.

Microsoft setzt dabei auf eine vorausgewählte Zustimmung, wobei Browser wie Chrome Warnmeldungen ausgeben, sobald solche Änderungen an den Suchvorgaben vorgenommen werden.

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