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Windows 11 26H2: Microsoft bestätigt Abstürze durch Update KB5124010

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 12:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft untersucht Abstürze nach KB5124010; unabhängige Tests messen beim RAM-Verbrauch geringere Rückgänge als kolportiert.

Windows 11 26H2: Update verursacht Audio- und Spielprobleme
Ein modern ausgestatteter Serverraum mit leeren Serverschränken in einer kühlen, industriellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Rund um die Veröffentlichung von Windows 11 26H2 und das zugehörige optionale Vorschauupdate sieht sich Microsoft mit technischen Schwierigkeiten konfrontiert. Während das Unternehmen Fehler bei der Audiowiedergabe und Spielabstürze untersucht, dämpfen unabhängige Messungen zugleich die jüngsten Erwartungen an deutliche Einsparungen beim Arbeitsspeicher.

Abstürze bei Audio-Apps und Spielen durch Update KB5124010

Microsoft hat einen Fehler im optionalen September-Vorschauupdate KB5124010 offiziell bestätigt. Die Aktualisierung hebt das Betriebssystem auf die Build-Nummer 26300.9550 an, nachdem das System am 29. September 2026 zunächst mit Build 26300.9457 bereitgestellt worden war. Von dem Problem betroffen sind Installationen unter Windows 11 24H2, 25H2 und 26H2.

Konkret können Anwendungen, die AC-3- oder Dolby-Digital-Tonspuren dekodieren, unerwartet abstürzen oder den Start komplett verweigern. Dies betrifft neben Medien- und Produktivitätsprogrammen auch diverse Videospiele. Nutzer meldeten unter anderem Ausfälle bei Titeln wie Fallout: New Vegas, The Elder Scrolls IV: Oblivion und Wardogs.

Zudem kam es vereinzelt zu Start- und Leistungsproblemen des gesamten PCs. Microsoft arbeitet nach eigenen Angaben an einer Fehlerbehebung für ein künftiges Update. Bis zur Bereitstellung einer Korrektur gilt die Deinstallation des Updates KB5124010 als vorläufige Abhilfe.

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Weitere zuvor verzeichnete Komplikationen – darunter USB-Audio-Ausfälle mit Code 10, Störungen des Domänen-Vertrauensverhältnisses sowie schwarze Bildschirme nach der Anmeldung – wurden derweil bereits als abgemildert eingestuft.

Messungen verfehlen die erhofften zwei Gigabyte RAM-Entlastung

Parallel zu den Störungsmeldungen sorgten Berichte aus Nutzerkreisen für Aufsehen, wonach das Upgrade auf Windows 11 26H2 den RAM-Verbrauch im Leerlauf um zwei bis drei Gigabyte senken könne. Microsoft selbst hat eine Einsparung in dieser Größenordnung nie offiziell bestätigt, sondern lediglich allgemein verbesserte Speichernutzung und schnellere Programmstarts in Aussicht gestellt.

Ein unabhängiger Test der französischen Plattform hfrance.fr verglich den Systemstart unter Windows 11 25H2 und 26H2 auf drei unterschiedlichen Konfigurationen und konnte die kolportierten zwei Gigabyte nicht reproduzieren:

  • Auf einem Asus Zenbook 14 mit Snapdragon-X-Prozessor und 16 GB RAM sank die Auslastung von 5,1 auf 4,3 GB, was einer Reduzierung um 800 MB entspricht (Rückgang von 31,8 auf 26,8 Prozent des verfügbaren Arbeitsspeichers).
  • Bei einem Samsung Galaxy Book6 mit 8 GB RAM verringerte sich der Speicherbedarf von 5 auf 4,7 GB, was einer Ersparnis von 300 MB entspricht.
  • Auf einem Testsystem mit 64 GB RAM ging die Belegung von 7 auf 6,4 GB zurück (600 MB weniger).
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Während einzelne Fachmedien wie Windows Latest auf einem drei Jahre alten Notebook mit 16 GB RAM nach dem Neustart einen Rückgang von zuvor über 10 GB auf rund 7,0 GB (45 Prozent Auslastung) maßen, zeigten Systeme mit 8 GB RAM in verschiedenen Tests kaum messbare Veränderungen. Auch bei intensiver Multitasking-Nutzung blieben signifikante Einsparungen aus.

Gestaffelter Rollout und Supportzeiträume

Windows 11 26H2 wird seit dem 29. September 2026 gestaffelt verteilt. Für kompatible Systeme mit den Vorversionen 24H2 oder 25H2 erfolgt die Aktualisierung über ein schlankes Enablement-Paket mit kurzem Neustart, da sich diese Versionen denselben Betriebssystemkern teilen.

Bei bekannten Kompatibilitätsproblemen hält Microsoft das Update für betroffene Geräte vorerst zurück. Für die Editionen Home und Pro gilt ein Supportzeitraum von 24 Monaten, während Enterprise- und Education-Kunden 36 Monate Unterstützung erhalten.

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