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Windows 11 26H2: Microsoft aktiviert Einstellungen-Backup für Entra-Geräte

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 19:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft sichert Unternehmenseinstellungen künftig automatisch in der Cloud; Wiederherstellungen bleiben administrativ gesteuert.

Windows 11 26H2 aktiviert Einstellungs-Backup für Firmen standardmäßig
Leere, moderne Serverraum-Gänge mit dunklen Metall-Serverracks in einer kühlen, professionellen Industrieumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft hat mit der Einführung von Windows 11 26H2 eine maßgebliche Änderung für die Verwaltung von Unternehmensgeräten vorgenommen. Auf Systemen, die in Microsoft Entra oder Entra Hybrid eingebunden sind, wird das Backup der Windows-Einstellungen künftig standardmäßig aktiviert. Diese Neuerung soll den Wechsel zwischen Geräten sowie die Wiederherstellung nach technischen Problemen beschleunigen.

Automatisierung mit regionalen Ausnahmen

Die neue Voreinstellung greift allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Sie wird ausschließlich dann aktiv, wenn Administratoren bisher keine gegenteiligen Richtlinien festgelegt haben. Bestehende Konfigurationen zur Aktivierung oder Deaktivierung der Sicherungsfunktion bleiben unangetastet.

Besondere Regelungen gelten für Regionen, die durch den Digital Markets Act (DMA) reguliert werden, sowie für souveräne oder eingeschränkte Cloud-Umgebungen. In diesen Bereichen erfolgt keine automatische Aktivierung durch das System. Nutzer in diesen Zonen können die Funktion jedoch weiterhin manuell zuschalten, sofern keine administrativen Sperren vorliegen.

Umfang der Datensicherung in der Cloud

Bei der Sicherung werden spezifische Einstellungsprofile in die Microsoft-Cloud übertragen. Dazu zählen unter anderem Regional- und Anzeigeeinstellungen, Optionen zur Barrierefreiheit sowie Konfigurationsdaten von Applikationen. Zusätzlich erstellt das System eine versionierte Liste der installierten Microsoft-Store-Apps.

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Microsoft stellt klar, dass sensible Informationen wie persönliche Dateien, Nutzerdaten oder Zugangsdaten nicht Teil dieses Backups sind. Trotz der automatisierten Sicherung bleibt der Prozess der Wiederherstellung standardmäßig deaktiviert.

Dieser Schritt erfordert weiterhin eine explizite Konfiguration durch die IT-Administration. Durch das Backup können die hinterlegten Profile nach einem Geräteaustausch, einer Neuinstallation oder einem Upgrade unmittelbar wieder verfügbar gemacht werden.

Technische Details und Rollout-Verfahren

Die Verteilung von Windows 11 26H2 startete Ende September für berechtigte Geräte, auf denen bereits die Versionen 24H2 oder 25H2 installiert sind. Der Rollout erfolgt als sogenanntes Enablement Package, was einen kleinen Download und einen schnellen Neustart ermöglicht, da die Versionen auf derselben Codebasis aufbauen. Die interne Betriebssystem-Version steigt mit diesem Update auf 26300.

Für die Editionen Enterprise und Education gewährt Microsoft einen Supportzeitraum von 36 Monaten. Bei den Versionen Home, Pro, Pro Education und Pro for Workstations liegt die Unterstützungsdauer bei 24 Monaten. Geräte, bei denen bekannte Kompatibilitätsprobleme bestehen, werden vorerst vom Update-Prozess ausgeschlossen.

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Trotz der neuen Standardeinstellungen behalten zentrale Verwaltungswerkzeuge die Oberhand. Lösungen für das Mobile Device Management (MDM), Microsoft Intune sowie klassische Gruppenrichtlinien haben Vorrang und können das Cloud-Backup jederzeit unterbinden.

Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass Organisationen, die strengen Datenschutzvorgaben unterliegen oder keine Datenübertragung in die Cloud zulassen dürfen, ihre MDM-Richtlinien vor der Installation des Updates überprüfen sollten.

Neben der Backup-Funktion bringt Windows 11 26H2 weitere Neuerungen für den professionellen Einsatz. Dazu gehören die Administrator Protection, eine ohne Neuinstallation umschaltbare Smart App Control sowie die Unterstützung für RSAT auf Arm64-Hardware. Zudem wurde ein Point-in-time Restore integriert, der alle 24 Stunden Snapshots erstellt und das System bei Bedarf auf einen früheren Stand zurücksetzen kann.

Mehr zum Thema bei The Register: „Microsoft makes Windows settings backup the default in 26H2“

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