Windows 11 26H2: Bing-Suche wird optional, lokale Dateien im Fokus
21.06.2026 - 13:08:14 | boerse-global.de
Windows-Nutzer dürfen sich freuen: Microsoft arbeitet an einer Suchfunktion, die endlich auf Wunsch auf Internet-Ergebnisse verzichtet.
Schluss mit Bing: Lokale Dateien im Fokus
Die neue Option findet sich in der experimentellen Version Windows 11 Build 26300.8697, die kürzlich im Experimental Channel veröffentlicht wurde. Insider berichten von einem natives Schalter unter der Einstellung „Suchvorschläge anzeigen". Damit lassen sich sowohl die von Bing betriebenen Webergebnisse als auch Vorschläge aus dem Microsoft Store abschalten.
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March Rogers, Partner Director of Design bei Microsoft, bestätigte bereits Mitte Juni, dass das Unternehmen die lokale Dateisuche priorisiert. Die Aktualisierung führt eine „highlight-lose" Benutzeroberfläche und verbesserte Metadaten für lokale Dateien ein, was die Suchgeschwindigkeit und Effizienz steigern soll. Das Feature ist derzeit noch versteckt, kann aber über spezielle Diagnosewerkzeuge mit bestimmten Identifikationscodes aktiviert werden.
Windows 11 26H2: Kleines Update, große Wirkung
Die Suchverbesserungen fallen zeitlich mit dem Start der Tests für Windows 11 Version 26H2 zusammen. Microsoft positioniert diese Version als „Enablement Package" – ein kleines Update von weniger als 500 Kilobyte, das bereits im Code vorhandene Funktionen der Vorgängerversionen 24H2 und 25H2 freischaltet.
Der Support für Version 26H2 läuft bis Oktober 2028 für Home- und Pro-Editionen, während Enterprise- und Education-Versionen bis Oktober 2029 unterstützt werden. Die Hardware-Anforderungen bleiben unverändert: mindestens 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 Gigabyte Speicherplatz.
EU-Regulierung zwingt Microsoft zu Zugeständnissen
Parallel dazu setzt Microsoft im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) umfassende Änderungen um, um den Digital Markets Act (DMA) zu erfüllen. Für Nutzer in der EU, Island, Liechtenstein und Norwegen bedeutet das: Der Microsoft Store lässt sich deinstallieren, und lästige Hinweise, Edge als Standardbrowser zu verwenden, bleiben aus.
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Ab Sommer 2025 müssen mehrere Systemkomponenten – darunter die Widgets-Leiste, die Bing-App und der Sperrbildschirm – Webinhalte im vom Nutzer festgelegten Standardbrowser öffnen. Bisher zwang Microsoft hier oft den eigenen Edge auf. Drittanbieter-Apps dürfen zudem eigene Websuchanbieter in die Windows-Suche integrieren.
Bekannte Fehler: Microsoft arbeitet an Lösungen
Nach den Sicherheitsupdates vom Juni 2026 sind einige Bugs aufgetreten. So starten Microsoft-Office-Anwendungen nicht aus Drittanbieter-Software, und der Papierkorb zeigt interne Systemdateinamen statt der ursprünglichen Bezeichnungen an. Microsoft verspricht einen Fix für das Papierkorb-Problem für Mitte Juli.
