Windows 11 26H2: Automatische Point-in-time-Wiederherstellung ab 200 GB
Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 23:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat neue Vorschauversionen von Windows 11 für Insider im Beta- und Experimental-Kanal freigegeben. Der Beta-Build 26220.9223 sowie der Experimental-Build 26340.9233 bringen unter anderem eine überarbeitete AutoPlay-Erfahrung sowie eine neue Barrierefreiheitsoption mit sich.
Neue Barrierefreiheitsoption und modernisiertes AutoPlay
Zentrale Neuerung beider Builds ist die Einstellung "Open apps maximized", die sich unter Settings > Accessibility > Visual effects aktivieren lässt. Die Option sorgt dafür, dass Apps standardmäßig maximiert geöffnet werden – eine Erleichterung vor allem für Geräte mit kleinen Bildschirmen unter 13 Zoll, etwa das Surface Go oder Handhelds wie den ROG Ally X mit 7-Zoll-Display.
Das Feature war bereits zuvor als verstecktes Setting im Experimental-Build 26340.9212 unter der Feature-ID 62915050 entdeckt worden, bevor es nun offiziell in beiden Kanälen auftaucht.
Zusätzlich modernisiert Microsoft die AutoPlay-Erfahrung optisch: Sie basiert nun auf WinUI und unterstützt den Dark Mode.
Weitere Funktionen im Experimental-Build
Der Experimental-Build 26340.9233 enthält über die AutoPlay-Überarbeitung und das neue Barrierefreiheits-Setting hinaus mehrere weitere Änderungen. Dazu zählt eine neue Datenschutzsteuerung, mit der sich der Zugriff einzelner Desktop-Apps auf Kamera, Mikrofon und Standort separat regeln lässt.
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Im Windows Explorer führt Microsoft zudem eine PDF-Vorschau ein. Für Entwickler relevant ist die Unterstützung von In-App-Käufen für WinUI-3-Apps, die ebenso im Beta-Build 26220.9223 enthalten ist. Daneben behebt der Build Fehler bei Taskleisten-Animationen und beim Mauszeiger.
Die genannten Neuerungen bauen auf Änderungen auf, die bereits im Experimental-Build 26340.9212 sichtbar wurden. Dieser hatte neben dem versteckten "Open apps maximized"-Schalter auch neue Datenschutz-Kontrollen für Win32-Apps sowie die Entfernung des Kommandozeilenwerkzeugs WMIC eingeführt, das mit der kommenden Version 26H2 vollständig aus Windows verschwinden soll.
Zudem wird die Point-in-time-Wiederherstellung künftig standardmäßig für Geräte mit mindestens 200 GB Speicherplatz aktiviert. Version 26H2 wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
Kontext: Speicherverbrauch und Ressourcenmanagement im Fokus
Die aktuellen Builds reihen sich in eine Serie von Anpassungen ein, mit denen Microsoft die Ressourcennutzung von Windows 11 optimieren will. In einem separaten Experimental-Build (29648) der sogenannten Feature Platform testet das Unternehmen unter der Feature-ID 61121285 eine Funktion namens "IntelligentCarveout" für den einheitlichen Arbeitsspeicher. Sie soll auf Copilot+-PCs mit NPU gezielt Speicher für Grafik- und KI-Aufgaben reservieren, mit den Stufen Custom, Recommended, High, Maximum und Not allowed.
Bereits im Juni war zudem eine versteckte Option im Experimental-Build 26300.8553 aufgetaucht, mit der sich KI-Modelle wie Phi Silica – die über 2,59 GB Speicherplatz belegen – auf Copilot+-PCs deinstallieren lassen. Voraussetzung dafür sind Geräte mit mindestens 16 GB RAM, 256 GB SSD und einer NPU mit mehr als 40 TOPS Leistung.
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Microsoft hat zudem eingeräumt, dass Windows 11 auf Systemen mit 8 GB RAM zu viel Speicher verbraucht, und angekündigt, die Erfahrung auf solchen Geräten bis Ende des Jahres zu optimieren. Konkrete technische Details zu diesem Vorhaben hat das Unternehmen bislang nicht genannt, was in der Berichterstattung auf Skepsis stößt.
