Windows 11 24H2: Microsoft beendet Sicherheitsupdates für Home und Pro
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 01:06 Uhr | Redaktion boerse-global.deMicrosoft hat die offizielle Unterstützung für Windows 11 in der Version 24H2 für die Editionen Home und Pro eingestellt. Mit dem Stichtag am 13.10.2026 erhalten Systeme mit dieser Version keine weiteren monatlichen Sicherheits- und Vorschau-Updates mehr. Der Softwarekonzern empfiehlt betroffenen Anwendern den Wechsel auf eine aktuelle, unterstützte Betriebssystemversion wie Windows 11 26H2.
Fristen für Geschäftskunden und Vorgängerversionen
Während für private Endkunden sowie Standard-Arbeitsplätze mit Home- und Pro-Editionen von Windows 11 24H2 der reguläre Update-Zyklus mit dem Oktober-Patchday abgeschlossen ist, gelten für Unternehmensumgebungen abweichende Fristen.
Für Windows 11 24H2 Enterprise und Education läuft der Support noch bis zum 12.10.2027 weiter. Zeitnah steht zudem ein weiteres Support-Ende bevor: Für Windows 11 23H2 Enterprise und Education endet die Versorgung mit Aktualisierungen am 10.11.2026.
Für den Umstieg steht Windows 11 26H2 bereit. Die Version erhält ab dem 29.09.2026 für 24 Monate Updates in den Editionen Home und Pro, während kommerzielle Editionen ab dem gleichen Datum über einen Zeitraum von 36 Monaten mit Sicherheits- und Funktionsupdates versorgt werden.
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Gleichzeitig liefen am 13.10.2026 weitere Produktzyklen bei Microsoft aus. So endete der Support für Office 2021 sowie Office LTSC 2021 ohne Bereitstellung weiterer Sicherheitsupdates. Als Alternativen stehen Microsoft 365 oder Office LTSC 2024 bereit, dessen Support bis 2029 reicht.
Ebenfalls das Support-Ende erreichte Windows 10 Enterprise LTSB 2016. Bei Windows Server 2022 endete der Mainstream-Support; das Betriebssystem wechselte in den erweiterten Support bis zum 14.10.2031, der weiterhin monatliche Sicherheitsupdates ohne Zusatzkosten umfasst, während das Hotpatching für Datacenter: Azure Edition bis Oktober 2027 verlängert wurde.
Letztes Sammelupdate schließt kritische Schwachstellen
Als abschließendes reguläres Paket für Windows 11 24H2 stellte Microsoft am 13.10.2026 das Update KB5127648 bereit, das zugleich für die Versionen 25H2 und 26H2 unter den Build-Nummern 26100.9711, 26200.9711 und 26300.9711 veröffentlicht wurde. Das gesamte Oktober-Sicherheitspaket schließt rund 1.410 Schwachstellen für unterstützte Windows-11-Versionen sowie Windows 10 im Rahmen des Programms für erweiterte Sicherheitsupdates. Darunter befinden sich 80 kritische Sicherheitslücken und zwei Zero-Day-Schwachstellen.
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Zu den behobenen Problemen zählt die Schwachstelle CVE-2026-96951 in der Windows Shell, die eine umgehung von Schutzfunktionen beim Öffnen präparierter Dateien ermöglichte und bereits aktiv ausgenutzt wurde.
Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA nahm diesen Fehler in ihren Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen auf, wobei eine Behebungsfrist bis zum 16.10.2026 ausschließlich für US-Bundesbehörden festgesetzt wurde.
Die indische IT-Sicherheitsbehörde CERT-In stufte die Lücke in einer Sicherheitswarnung mit dem Schweregrad hoch ein. Eine weitere Lücke, CVE-2026-108398 im .NET Framework, war bereits vor der Patch-Veröffentlichung öffentlich beschrieben worden.
Bekannte Probleme bei der Update-Installation
Neben Sicherheitskorrekturen und Stabilitätsverbesserungen bei Bluetooth und dem Datei-Explorer sowie einer neu belegbaren Copilot-Taste bringt das Update KB5127648 bekannte Fehler mit sich.
So lässt sich die Sicherheitsfunktion Smart App Control auf Systemen, auf denen sie deaktiviert war, nicht mehr einschalten; Microsoft arbeitet an einer Behebung, während Übergangslösungen per Registry oder Gruppenrichtlinien bestehen.
Zudem treten Fehler bei Remote-Desktop-Verbindungen für Nicht-Administratoren unter Administrator-Schutz sowie Probleme mit USB Audio Class 1.0 auf. Durch die standardmäßige Blockierung von NTLMv1-SSO kann es zudem bei WPA2-Enterprise-Verbindungen in Firmennetzwerken zu Anmeldefehlern kommen, wovon private WLAN-Netze nicht betroffen sind.
