Windows, Sicherheitsupdate

Windows 11 24H2 bis 26H2: Sicherheitsupdate stört Campus-WLAN mit MS-CHAPv2

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 19:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Strengere NTLM-Vorgaben unterbrechen bestimmte Unternehmens- und Campusverbindungen; manuelle Anmeldung bleibt möglich.
Ein leerer, modern gestalteter Hörsaal in einer Universität mit natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Eine Sicherheitsanpassung im Rahmen der Windows-Aktualisierungen vom Oktober 2026 sorgt für Verbindungsprobleme in Unternehmens- und Hochschulnetzwerken. Wie Microsoft mitteilte, kann die vorgenommene Änderung dazu führen, dass Laptops den Zugang zu bestimmten drahtlosen Firmen- und Campus-Netzen verlieren.

Die Problematik betrifft drahtlose Netzwerke, die auf bestimmte ältere Authentifizierungsmethoden setzen, während private Heimnetzwerke mit gewöhnlicher Passphrase unberührt bleiben.

Verschärfte Richtlinien für NTLM und SSO

Auslöser der Verbindungsausfälle ist eine strengere Handhabung von Anmeldevorgängen. Nach Angaben von Microsoft setzen die Sicherheitsupdates ab dem 13. Oktober 2026 den Registry-Schlüssel zur Blockierung von NTLMv1-basiertem Single Sign-on standardmäßig auf eine strikte Durchsetzung statt auf einen reinen Prüfmodus. Konkret betrifft dies den Pfad für die lokale Sicherheitsautorität im System.

Durch diese Umstellung blockiert das Betriebssystem die automatische Einmalanmeldung über Single Sign-on an WLAN-, Ethernet- und VPN-Verbindungen, sofern dabei das Protokoll MS-CHAPv2 in den Varianten PEAP- oder EAP-MSCHAPv2 innerhalb von Domänenumgebungen genutzt wird. Herkömmliche Heimnetzwerke, die mit WPA2- oder WPA3-Passphrasen abgesichert sind, sind von dieser Blockade ausdrücklich nicht betroffen.

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Betroffene Betriebssysteme und Übergangslösungen

Microsoft führt in der Dokumentation zum Update KB5066470 mehrere Systeme auf, auf denen die neue Sicherheitsrichtlinie greift. Dazu zählen die Windows-11-Versionen 24H2, 25H2, 26H1 und 26H2 sowie das Server-Betriebssystem Windows Server 2025. Auf Geräten, auf denen die Sicherheitsfunktion Credential Guard bereits aktiv eingerichtet ist, zeigt die Änderung nach Herstellerangaben hingegen keine Auswirkungen.

Für betroffene Anwender besteht die Möglichkeit, sich weiterhin manuell in die entsprechenden Netze einzuwählen. Laut Microsoft funktioniert die händische Eingabe der erforderlichen Zugangsdaten weiterhin ohne Einschränkungen.

Als dauerhafte und vorgesehene Lösung sieht der Konzern jedoch eine Anpassung der Netzinfrastruktur durch die jeweiligen Netzwerkbetreiber vor. Diese sollten ihre Systeme auf eine zertifikatsbasierte Authentifizierung wie PEAP-TLS oder EAP-TLS umstellen, um die Sicherheitsstandards einzuhalten.

Reaktionen und Berichte aus der Praxis

Wie viele Endgeräte oder Netzwerke von den Auswirkungen der Umstellung betroffen sind, bezifferte Microsoft nicht. Aus Nutzerkreisen wurden unterdessen praktische Probleme mit der Verbindung gemeldet.

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Wie das Portal dataloco.com am 30. Oktober 2026 berichtete, hatten Anwender nach der Installation der Aktualisierung KB5127648 den kompletten Ausfall von WPA-Enterprise-WLAN-Verbindungen gemeldet. In diesen Fällen wurde von Nutzern als vorübergehende Behebung die Deinstallation des jeweiligen Updates herangezogen, um den Zugang zum Netzwerk kurzfristig wiederherzustellen.

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