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Windows 10 mit Kaspersky: CPU-Auslastung kann auf über 80 Prozent steigen

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 02:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Anleitungen erläutern Defender-Einstellungen, Datei-Ausnahmen und Schutzfunktionen; Fachleute warnen vor vollständiger Entfernung und abgeschalteter UAC.

Windows 10: Defender, Ausnahmen und Sicherheitsfunktionen anpassen
Ein moderner, minimalistischer Serverraum mit dunklen Metall-Serverracks in einer Industriehalle. Illustration mit AI erstellt.

In der IT-Anwenderlandschaft ist derzeit ein gesteigertes Interesse an detaillierten technischen Anleitungen zur manuellen Steuerung der Windows-10-Sicherheitsfunktionen zu beobachten. Nutzer suchen nach Berichten von Anfang Oktober verstärkt nach Wegen, um Sicherheitsabfragen zu konfigurieren, Datei-Whitelists zu verwalten oder fortgeschrittene Funktionen wie die Kernisolierung und den Echtzeitschutz individuell anzupassen.

Methoden zur Deaktivierung und Modifikation des Windows Defender

Aktuelle technische Dokumentationen beschreiben mehrere Verfahren, um den integrierten Windows Defender unter Windows 10 zu beeinflussen. Ein häufig genannter Weg ist die Deaktivierung über den Gruppenrichtlinien-Editor (gpedit.msc), bei dem die Richtlinie „Windows Defender deaktivieren“ auf den Status „Aktiviert“ gesetzt wird.

Für Nutzer der Home-Edition, die keinen Zugriff auf Gruppenrichtlinien haben, werden alternative Eingriffe in die Registry angeführt. Hierbei wird ein neuer DWORD-Wert namens „DisableAntiSpyware“ erstellt und auf 1 gesetzt.

Weitere beschriebene Methoden umfassen die Nutzung der Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten sowie das manuelle Beenden von Systemdiensten wie dem „SecurityHealthService“. Auch die direkte Löschung des Programmordners unter angepassten Zugriffsrechten wird in entsprechenden Anleitungen thematisiert.

Fachleute raten jedoch zur Vorsicht: Ein Systemadministrator betonte in einem Bericht, dass die vollständige Deinstallation des Sicherheitscenters die Systemintegrität beschädigen könne. Stattdessen wird die Deaktivierung und der gleichzeitige Einsatz von Drittanbieter-Antivirensoftware empfohlen.

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Leistungsaspekte und Konflikte mit Drittanbietersoftware

Der Einsatz externer Sicherheitslösungen wie Kaspersky oder Programmen des Anbieters 360 kann unter Windows 10 zu Ressourcenkonflikten führen. Beobachtungen zeigen, dass in solchen Fällen die CPU-Auslastung auf über 80 % steigen kann.

Zudem wurde eine Zunahme der E/A-Latenz (Eingabe/Ausgabe) um 20 % bis 40 % festgestellt. Eine vollständige Entfernung des Defenders könne zudem Fehler bei künftigen Systemupdates nach sich ziehen und die Anfälligkeit für Schadsoftware erhöhen.

Ein häufiges Problem stellt die Meldung dar, dass bestimmte Einstellungen „von Ihrer Organisation verwaltet“ werden. Dies könne laut Analysen auf einen blockierten Windows-Defender-Dienst (MsMpEng.exe) hindeuten, was unter Umständen durch einen Systemfehler verursacht wird. Als Lösungsansatz wird hier der Start des Dienstes über die Kommandozeile genannt.

Verwaltung von Ausnahmen und erweiterte Sicherheitsfeatures

Für die tägliche Arbeit mit spezifischer Software suchen Anwender oft nach Möglichkeiten, Dateien oder Prozesse von der Überprüfung auszuschließen. In den Systemeinstellungen unter „Update und Sicherheit“ lassen sich hierfür Ausschlüsse für einzelne Dateien, ganze Ordner oder bestimmte Dateitypen definieren.

Parallel dazu können in der Windows-Firewall Regeln für den ein- und ausgehenden Datenverkehr angepasst werden, um die Blockade legitimer Anwendungen zu verhindern.

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Im professionellen Umfeld rücken zudem Funktionen wie die Kernisolierung in den Fokus. Diese bietet eine virtualisierungsbasierte Sicherheit, sofern die Hardware-Virtualisierung unterstützt wird. Ergänzend dazu erlaubt die Speicherintegrität (HVCI) den Schutz hochsicherer Prozesse vor dem Einschleusen von Schadcode.

Für Unternehmen, die Windows Defender ATP einsetzen, stehen zudem Werkzeuge zur Tiefenanalyse verdächtiger Dateien zur Verfügung, die Aufschluss darüber geben, auf wie vielen Geräten in einer Umgebung eine Datei bereits identifiziert wurde.

Anpassung der Benutzerkontensteuerung und Warnmeldungen

Ein weiterer Schwerpunkt der Anfragen liegt auf der Reduzierung von Systembenachrichtigungen. Nutzer suchen nach Wegen, die Benutzerkontensteuerung (UAC) auf eine niedrigere Stufe zu setzen oder den SmartScreen-Filter für den Edge-Browser zu deaktivieren.

Fachberichte warnen jedoch davor, die UAC vollständig abzuschalten, da dies die Funktionsweise von System-Apps beeinträchtigen könne. Stattdessen wird oft die zweitunterste Sicherheitsstufe als Kompromiss zwischen Bedienkomfort und Schutz empfohlen.

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