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Windows 10: Microsoft verlängert Support bis Oktober 2027

26.06.2026 - 11:04:26 | boerse-global.de

Microsoft gewährt Windows-10-Nutzern ein zusätzliches Jahr Sicherheitsupdates. Grund sind Millionen PCs, die nicht auf Windows 11 umsteigen können.

Windows 10: Microsoft verlängert Sicherheitsupdates bis 2027
Windows - Ein Computerbildschirm mit dem Windows 10-Desktop, unscharfe Büroangestellte im Hintergrund. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Millionen Nutzer weltweit können aufatmen.

Der neue Zeitplan für Sicherheitsupdates

Microsoft hat die Frist für sein Extended Security Update (ESU)-Programm offiziell verlängert. Statt wie ursprünglich geplant im Oktober 2026 endet der Support nun erst am 12. Oktober 2027. Das zusätzliche Jahr soll jenen Nutzern eine Brücke bauen, die noch nicht auf Windows 11 umgestiegen sind.

Für Privatanwender bietet der Konzern mehrere Wege, an die Patches zu kommen: Die Verknüpfung des Microsoft-Kontos, das Einlösen von 1.000 Rewards-Punkten oder ein 30-Euro-Abo für bis zu zehn Geräte. Besonders interessant: Berichten zufolge könnten Verbraucher in der EU die Updates sogar kostenlos erhalten.

Hohe Kosten für Unternehmen

Ganz anders sieht die Rechnung für Firmenkunden aus. Hier beginnen die Gebühren bei rund 61 Euro pro Gerät im ersten Jahr. Analysten warnen: Über die volle Laufzeit von drei Jahren können die Kosten auf über 400 Euro pro Rechner steigen. Ein teures Zugeständnis für Unternehmen, die auf veralteter Hardware festhängen.

400 Millionen Rechner sind zu alt für Windows 11

Der eigentliche Grund für die Verlängerung liegt in der veralteten Hardware. Schätzungen von Herstellern zufolge sind rund 400 Millionen PCs technisch nicht in der Lage, Windows 11 auszuführen. Die Mindestanforderungen – insbesondere der TPM-2.0-Chip – sind für viele ältere Geräte unüberwindbar.

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Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut StatCounter liefen Anfang des Jahres noch rund 26 Prozent aller Rechner mit Windows 10. Einige Hardware-Partner schätzen die globale Zahl sogar auf nahezu eine Milliarde Geräte. In Deutschland sind besonders viele Haushalte betroffen: Forscher von ESET fanden heraus, dass 21 Millionen Haushalte – fast die Hälfte des Marktes – noch auf Windows 10 setzen.

Globale Umbrüche und Alternativen

Die schleppende Migration hat auch wirtschaftliche Gründe. Branchenbeobachter verweisen auf die anhaltende RAM- und Speicherknappheit, die Hardware-Upgrades verteuert und verzögert hat.

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Während Microsoft die Nutzer im eigenen Ökosystem halten want, suchen immer mehr Institutionen nach Auswegen. Ein prominentes Beispiel: Die französische Regierung migriert derzeit 2,5 Millionen Arbeitsplätze auf Linux. Auch andere Anwender prüfen Drittanbieter-Sicherheitsdienste oder spezielle Legacy-Betriebssysteme, um ihre alte Hardware weiterzunutzen.

Trotz der Verlängerung bleibt die Botschaft aus Redmond klar: Microsoft empfiehlt weiterhin den Umstieg auf Windows 11. Seit Oktober 2025 liefert der Konzern monatliche Sicherheitspatches im Rahmen des aktuellen Support-Modells – doch irgendwann, so viel ist sicher, wird auch diese Verlängerung enden.

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