Windows 10: Microsoft verlängert Sicherheitsupdates bis Oktober 2027
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 21:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft weitet den Zeitraum für Sicherheitsaktualisierungen von Windows 10 aus und bietet Privatnutzern eine kostenpflichtige Option für den weiteren Betrieb des Betriebssystems an.
Wie das Unternehmen bekannt gab, wurde das Ende des Programms für verlängerte Sicherheitsupdates (Extended Security Updates, ESU) auf den 12.10.2027 verschoben. Damit können Anwender ihre Geräte gegen eine Einmalzahlung von 30 US-Dollar für ein weiteres Jahr absichern, nachdem der reguläre Support bereits am 14.10.2025 ausgelaufen war.
Bereits im Juni dieses Jahres hatte Microsoft die Laufzeit des ESU-Programms für Consumer angepasst und das ursprüngliche Enddatum von Oktober 2026 um zwölf Monate nach hinten verschoben. Diese Entscheidung ermöglicht es Nutzern, deren Hardware nicht mit neueren Windows-Versionen kompatibel ist, ihre Systeme länger geschützt zu betreiben.
Konditionen und regionale Besonderheiten für Verbraucher
Das Angebot richtet sich an Nutzer, die den Umstieg auf ein aktuelles Betriebssystem hinauszögern. Eine Besonderheit gilt dabei für Verbraucher innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).
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In dieser Region stellt Microsoft die Sicherheitsupdates grundsätzlich kostenlos zur Verfügung, knüpft dies jedoch an eine technische Bedingung: Die Anwender müssen dauerhaft mit einem Microsoft-Konto an ihrem Gerät angemeldet sein. Erfolgt dieser Login nicht, wird die Versorgung mit Updates nach einem Zeitraum von bis zu 60 Tagen eingestellt.
Für Nutzer, die stattdessen ein lokales Benutzerkonto verwenden möchten, dient die Einmalzahlung von 30 US-Dollar als Alternative. Mit einer entsprechenden ESU-Lizenz lassen sich bis zu 10 Geräte abdecken.
PCs, die dem Programm bisher nicht beigetreten sind, können dies bis zum 12.10.2027 nachholen. In diesem Fall erhalten die Geräte rückwirkend alle kritischen und wichtigen Sicherheitsupdates, die seit dem offiziellen Support-Ende im Oktober 2025 veröffentlicht wurden.
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Technische Voraussetzungen und begrenzte Update-Inhalte
Das ESU-Programm ist in seinem Umfang stark fokussiert. Nach Angaben des Microsoft Security Response Center umfasst die Bereitstellung ausschließlich sicherheitsrelevante Korrekturen, die als kritisch oder wichtig eingestuft werden. Neue Funktionen, allgemeine Fehlerbehebungen außerhalb der Sicherheit sowie ein direkter technischer Support sind ausdrücklich nicht Teil des Leistungsumfangs.
Um die verlängerten Updates beziehen zu können, müssen die Rechner auf dem Versionsstand Windows 10 22H2 (Home, Pro, Pro Education oder Workstations) sein. Zudem sind das aktuellste Systemupdate sowie das Paket KB126256 erforderlich.
Die Verwaltung muss über ein Administratorkonto erfolgen; Konten für Kinder sind ausgeschlossen. Ebenfalls nicht unterstützt werden Geräte im Kiosk-Modus sowie Systeme, die über Active Directory, Microsoft Entra oder Mobile Device Management (MDM) geführt werden.
Marktsituation und Support für Anwendungen
Die Relevanz der Verlängerung wird durch die aktuelle Marktsituation unterstrichen. Daten von StatCounter zeigen, dass im August 2026 noch immer 25,15 % der Desktop-Rechner in Deutschland mit Windows 10 betrieben wurden. Für Anwender, die das Betriebssystem weiter nutzen, bleiben zudem wichtige Anwendungen über das Jahr 2027 hinaus gesichert.
Microsoft plant, den Support für Edge, OneDrive und die Microsoft 365 Apps auf Windows-10-Systemen bis in das Jahr 2028 aufrechtzuerhalten. Sicherheitsupdates für OneDrive sowie den Browser Edge und dessen WebView2-Komponente sollen bis zum 10.10.2028 bereitgestellt werden.
Für die Microsoft 365 Apps sind Sicherheitsaktualisierungen ebenfalls bis zu diesem Datum vorgesehen, während Feature-Updates bis zur Version 2608 unterstützt werden.
