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Windows 10: Microsoft verlängert Sicherheitsupdates bis Oktober 2027

Veröffentlicht am: 06.07.2026 um 14:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft gewährt privaten Windows-10-Nutzern ein zusätzliches Jahr Sicherheitsupdates. Grund ist die schleppende Umstellung auf Windows 11.

Microsoft verlängert Windows 10 Updates für Privatnutzer bis 2027
Digitales Schildsymbol leuchtet über Windows 10-Desktop, symbolisiert erweiterte Sicherheitsupdates und Schutz für das Betriebssystem. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Hintergrund ist die zögerliche Umstellung auf Windows 11.

Rund ein Viertel aller PCs läuft noch mit Windows 10 – und das aus gutem Grund. Viele ältere Geräte erfüllen die Hardware-Anforderungen von Windows 11 nicht, insbesondere die umstrittene TPM-2.0-Pflicht. Microsoft reagiert nun mit einer Verlängerung der Extended Security Updates (ESU) für Verbraucher bis zum 12. Oktober 2027. Ursprünglich hätte der kostenlose Sicherheitssupport bereits im Oktober 2026 enden sollen.

So kommen Privatnutzer an die Updates

Die erweiterten Sicherheitspatches erhalten Privatanwender kostenlos – allerdings nicht automatisch. Voraussetzung ist ein Microsoft-Konto oder die Einlösung von 1.000 Prämienpunkten. Zudem muss das System zwingend mit Windows 10 Version 22H2 laufen. Microsoft stellt klar: Es gibt ausschließlich sicherheitsrelevante Korrekturen, keine neuen Funktionen oder optischen Verbesserungen.

Anders sieht es für Unternehmen aus: Sie müssen weiterhin zahlen. Der ESU-Zugang kostet im ersten Jahr 61 Euro pro Gerät – der Preis verdoppelt sich jährlich. Immerhin: Die Microsoft-Defender-Updates bleiben bis Oktober 2028 verfügbar und bieten einen zusätzlichen Schutzschild für Altsysteme.

Pannenserie bei Windows-11-Updates

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Während Microsoft den Windows-10-Ausstieg verwaltet, kämpft der Konzern mit Problemen im neueren Betriebssystem. Ein außerplanmäßiges Update (KB5095093) musste einen kritischen Shell-Absturz beheben, der Unternehmensrechner aus dem Frühjahr 2025 betraf. Zudem beseitigt der Patch einen Speicherfehler, der Systemdateien um über 30 Gigabyte aufgebläht hatte.

Besonders brisant: Das Juni-Update KB5094126 scheiterte bei rund 80 Prozent aller Installationen. Es sollte über 200 Sicherheitslücken schließen – stattdessen löste es BitLocker-Schleifen aus und deaktivierte Automatisierungsfunktionen auf bestimmter Business-Hardware. Ein Nachfolge-Update ist für den 14. Juli 2026 angekündigt, das die Stabilitätsprobleme endgültig beheben soll.

Hardware-Rückzug und Branchentrends

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Parallel zum Software-Support zieht Microsoft bei der Hardware die Reißleine. Die Produktion der Surface-Go- und Surface-Laptop-Go-Reihen wird eingestellt. Ein Schritt, der in die Branchenentwicklung passt: Auch Sony plant Berichten zufolge, die Produktion physischer PlayStation-Spiele-Discs bis Januar 2028 einzustellen.

Für Windows-10-Nutzer bleibt die Frage: Aufrüsten, umsteigen oder weitermachen? Die verlängerten Sicherheitsupdates geben Zeit – aber keine Ruhe.

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