Windows-10-Ende am 13. Oktober: SSD-Boom durch Upgrade-Zwang
01.06.2026 - 17:39:28 | boerse-global.deImmer mehr Nutzer tauschen ihre alten Festplatten gegen moderne SSDs aus – getrieben von fallenden Preisen und der Windows-10-Ablösung.
Die Zeiten, in denen eine SSD ein Luxusgut war, neigen sich dem Ende zu. Hersteller wie Sandisk bringen neue Serien auf den Markt, die große Kapazitäten zu erschwinglichen Preisen bieten. Gleichzeitig helfen aktualisierte Software-Tools beim reibungslosen Umzug der Daten. Der Druck kommt auch von Microsoft: Am 13. Oktober 2026 endet der Support für Windows 10 – ein Wechsel, der viele zum Hardware-Upgrade zwingt.
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Günstige Alternativen zu teuren NVMe-Laufwerken
Da die Preise für schnelle NVMe-SSDs weiterhin hoch sind, setzen Hersteller wieder verstärkt auf die ältere SATA-Technologie. Sandisk brachte Ende Mai die neuen Serien 320 und 520 auf den Markt. Erste Händler in den Niederlanden erwarten die Lieferung ab dem 3. Juni.
Die Sandisk 320-Serie bietet Kapazitäten von 250 GB bis 2 TB und erreicht sequenzielle Lesegeschwindigkeiten von bis zu 545 MB/s. Die leistungsstärkere 520-Serie geht bis zu 4 TB, schafft 560 MB/s und hält beim größten Modell stolze 1.000 TBW (Terabytes written) aus. Ein wichtiger Schritt, denn die Preise für SATA-SSDs stiegen im vergangenen Jahr um 10 bis 20 Prozent. Aktuell kostet ein 1-TB-Modell rund 204 Euro, die 4-TB-Version liegt bei etwa 329 Euro.
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Clevere Helfer für den Daten-Umzug
Am 1. Juni starteten mehrere Software-Aktionen, die den Umstieg erleichtern. Das PC Transfer Kit – bestehend aus PCmover Professional, DiskImage und SafeErase – wurde auf 34,99 Euro reduziert. Es hilft beim Übertragen von Programmen und System-Backups.
Auch das beliebte Tool WinDirStat ist in der Version 2.6.2 erschienen. Es bietet nun eine portable Version und verbesserte Baumkarten-Ansichten, um Speicherfresser aufzuspüren. Experten empfehlen zudem, vor dem Upgrade manuell Speicher freizugeben – etwa durch Deaktivieren des Windows-Reservierten Speichers, der bis zu 30 GB belegen kann.
Windows 10-Ablösung als Treiber
Der Trend zu größeren SSDs wird durch das nahende Ende von Windows 10 befeuert. HP-Finanzchefin Karen Parkhill gab bekannt, dass noch rund 30 Prozent der installierten HP-Geräte unter Windows 10 laufen. Der Konzern sieht in der erzwungenen Migration zu Windows 11 ein erhebliches Verkaufspotenzial für Hardware-Upgrades.
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Microsoft selbst arbeitet daran, das Nutzererlebnis auf modernen SSDs zu verbessern. Das optionale Update KB5089573 für Windows 11 brachte Ende Mai ein Low-Latency-Profil für CPUs und die Überwachung von NPUs im Task-Manager. Zudem bestätigten Microsoft-Designer am 30. Mai, dass sie veraltete Dialogfelder – etwa den Dateikopier- und den „Ausführen“-Dialog – mit WinUI 3 neu schreiben. Das soll die Ladezeiten und die Systemreaktionsfähigkeit deutlich verbessern.
Für reine Massenspeicher-Aufgaben bleiben externe mechanische Festplatten eine günstige Alternative. Am 1. Juni boten Händler Rabatte auf lizenzierte 2-TB-Extern-Festplatten für Spielekonsolen an – ideal für Spielebibliotheken, die keine Höchstgeschwindigkeit benötigen.
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