Wim Wenders zieht Film zurück: Nacktszene mit 13-jähriger Kinski
05.06.2026 - 13:12:32 | boerse-global.de
Die Entschuldigung kommt spät – und unter Druck.
Ein Film verschwindet
Die Wim Wenders Stiftung hat am 3. Juni 2026 den Spielfilm „Falsche Bewegung“ aus dem Jahr 1975 aus dem Vertrieb genommen. Grund: Eine Nacktszene mit Nastassja Kinski – damals 13 Jahre alt.
Anzeige: Wer erst unter öffentlichem Druck handelt, riskiert seine Glaubwürdigkeit – wie Wim Wenders‘ verspätete Entschuldigung zeigt. Dieser Leitfaden liefert die 4 entscheidenden Elemente einer glaubwürdigen Entschuldigung und ein Frühwarnsystem für Reputationsrisiken. Jetzt kostenlosen Krisenleitfaden anfordern
Wenders entschuldigte sich öffentlich bei der Schauspielerin. Er räumte ein, dass die Minderjährige während der Dreharbeiten besser hätte geschützt werden müssen.
Vom Deutschen Filmpreis zum Shitstorm
Nur Tage zuvor, am 29. Mai 2026, hatte Wenders beim Deutschen Filmpreis noch eine Rede über Filmerbe und Zensur gehalten. Die Reaktionen waren verheerend. Der Druck auf den Regisseur wuchs rasant.
Erst danach lenkte er ein. Eine Wiederveröffentlichung von „Falsche Bewegung“ ist erst geplant, wenn eine Einigung mit Kinski gefunden wurde.
Was eine echte Entschuldigung braucht
Experten für Krisenkommunikation nennen vier entscheidende Elemente:
- Verantwortung übernehmen: Ohne Relativierung oder Schuldzuweisungen
- Empathie zeigen: Den entstandenen Schaden anerkennen
- Konsequenzen ziehen: Durch Taten korrigieren – hier: Vertriebsstopp
- Zukunft gestalten: Eine einvernehmliche Lösung erarbeiten
Kinski hatte bereits seit rund 15 Jahren das Gespräch gesucht und um die Entfernung der Szene gebeten. Ihre Anwälte begrüßten das Einlenken – bezeichneten es aber als längst überfällig.
Anzeige: Nastassja Kinski suchte 15 Jahre das Gespräch – erst der Shitstorm zwang Wenders zum Handeln. Vermeiden Sie diesen Fehler: Mit unserer Checkliste erkennen Sie Reputationsrisiken, bevor die Deutungshoheit verloren geht. Frühwarnsystem für Reputationsrisiken sichern
Der Preis des Zögerns
Auch Alice Schwarzer hatte zuvor die Löschung der Sequenz gefordert. Branchenbeobachter werteten Wenders' Argumentation teils als strategisch: als Versuch, einer Zensurdebatte zuvorzukommen.
Das Problem: Wer erst unter massivem öffentlichem Druck handelt, riskiert seine Glaubwürdigkeit – selbst wenn die Forderungen am Ende erfüllt werden. Die Lektion für Führungskräfte: Fehler proaktiv ansprechen, bevor die Deutungshoheit verloren geht.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
