Wiesbaden vergibt Umweltpreis: 3.000 Euro für urbane Biodiversität
07.06.2026 - 10:39:53 | boerse-global.de
Deutsche Städte und Gemeinden treiben Nachhaltigkeitsprojekte voran – mit konkreten Initiativen für mehr Biodiversität, weniger CO? und regionale Kreisläufe.
Umweltpreise als Anreiz für ökologische Projekte
Am 5. Juni 2026 hat Wiesbaden den städtischen Umweltpreis verliehen. Die Auszeichnung ist mit 3.000 Euro dotiert. Den ersten Platz sicherte sich eine Initiative für urbane Biodiversität im Komponistenviertel.
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Weitere Preise gingen an ein Projekt zur Reparaturkultur in Kindertagesstätten und an ein Unternehmen, das zirkuläre Babykleidung entwickelt. Die Firma gibt an, durch ihr Geschäftsmodell 95 Prozent Wasser zu sparen.
Artenvielfalt wird zum Stadtprogramm
Freiburg und Heidelberg setzen im Juni auf den Tag der Artenvielfalt. In Freiburg sind für den 13. und 14. Juni Exkursionen zur naturnahen Gartengestaltung geplant. Die Stadt bietet zudem ein Förderprogramm für Artenschutz an – unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt es seit 2021 bis zu 100 Prozent der Kosten.
Heidelberg lädt am selben Wochenende zu über einem Dutzend Führungen ein. Die Touren behandeln Themen wie exotische Pflanzen und heimische Vogelwelt.
Im Wetteraukreis arbeiten Landwirte, Jäger und Naturschützer zusammen, um bedrohte Arten zu schützen. Der Kreis verzeichnet den bundesweit höchsten Rebhuhn-Besatz pro 100 Hektar Landwirtschaftsfläche. Grund dafür sind unter anderem gezielte Winterfütterungen.
Stadtradeln: Wettbewerb fürs Klima
Der Wettbewerb Stadtradeln bleibt ein zentrales Instrument zur Förderung des Radverkehrs. In Neuss startete am 5. Juni die zehnte Ausgabe. Im Vorjahr legten 2.446 Teilnehmende über 453.000 Kilometer zurück.
Weitere Kommunen folgen im Juni mit eigenen Aktionszeiträumen:
- Darmstadt beginnt am 8. Juni mit einer Climate-Cycling-Tour.
- Zimmern ob Rottweil radelt vom 12. Juni bis 2. Juli.
- Der Landkreis Neu-Ulm plant den Zeitraum vom 28. Juni bis 18. Juli. Die Stadt Neu-Ulm setzt bereits bis 27. Juni einen eigenen Schwerpunkt und zeichnet erstmals das radlaktivste Unternehmen aus.
Regionale Ressourcen clever nutzen
Das Projekt „Wetterauer Ernte(n)“ macht öffentliche Obstbäume für den Eigenbedarf nutzbar. Seit 2025 organisiert der Landschaftspflegeverband Naturschutzfonds Wetterau e.V. die kostenlose Ernte auf öffentlichen Flächen. Acht Kommunen machen mit – freigegebene Bäume sind mit einem gelben Punkt markiert.
Im Bauwesen rückt der Erhalt von Bestand in den Fokus. Am 27. und 28. Juni findet in Sachsen-Anhalt der Tag der Architektur statt. Schwerpunkt ist nachhaltiges Bauen durch Umbau, Sanierung und Umnutzung. Experten führen durch Projekte, die zeigen, wie sich bestehende Strukturen ökologisch weiternutzen lassen.
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Digitale Plattformen für mehr Transparenz
Lemgo veröffentlichte seine Nachhaltigkeitsstrategie auf einer eigenen Plattform und in einem Bundesportal für nachhaltige Kommunen. Als eine von 25 Modellkommunen half die Stadt bei der Entwicklung des Portals. Es vergleicht bundesweit über 3.400 Kommunalprofile mit spezifischen Indikatoren.
Langfristig angelegte Projekte wie die Landesgartenschau Oberhessen 2027 zielen darauf ab, dauerhafte Strukturen für Klimaanpassung zu schaffen. Ende 2025 wurde bekannt, dass für die interkommunale Zusammenarbeit von elf Städten und Gemeinden bereits über 27 Millionen Euro an Fördergeldern bereitgestellt wurden. Ziel ist eine Entwicklung, die über das Veranstaltungsjahr hinaus Bestand hat.
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