Künstliche Intelligenz, Maschinenbau

Weltpremiere aus Wien: Industriemaschine wird von KI gesteuert – und verbessert ihre Software im laufenden Betrieb selbst

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 09:03 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Wien - WAVE stellt seinen meistverkauften Gefriertrockner von klassischer Steuerung auf KI um. Beim ersten Lauf verbesserte die KI ihr eigenes Programm, ohne die Maschine anzuhalten.
Weltpremiere aus Wien: Industriemaschine wird von KI gesteuert – und verbessert ihre Software im laufenden Betrieb selbst - Bild: presseportal.de

Die Wiener WAVE Trockensysteme GmbH hat ihren meistverkauften Gefriertrockner, die FD440, erstmals von künstlicher Intelligenz steuern lassen statt von einer herkömmlichen Industriesteuerung. Am 23. Oktober lief die Maschine in Wien zum ersten Mal mit der neuen KI-Steuerung „Interkey Brain“ – auf Anhieb und ohne Störung. Nach allem, was WAVE weiß, ist das weltweit die erste Industriemaschine am Markt, die von einer KI statt von einer fest programmierten Steuerung geführt wird – und deren Steuerung ihr eigenes Programm im laufenden Betrieb verbessert.

Denn die KI führt die Maschine nicht nur, sie kann auch ihre eigene Software weiterentwickeln, während die Maschine läuft. Beim ersten Durchgang bat das Team die KI, mitten im Trocknungsprozess nach Verbesserungen zu suchen. Die KI wertete die laufenden Messwerte aus, schrieb ihr Programm um und spielte die neue Version ein – ohne dass die Trocknung angehalten werden musste.

Was das für Lebensmittelhersteller bedeutet

Gefriertrocknung dauert oft mehr als einen Tag pro Charge, und das Ergebnis hängt von vielen Einstellungen ab. Die neue Steuerung kann Chargen selbstständig fahren, jede Charge aufzeichnen und den Ablauf auf das jeweilige Produkt abstimmen. Sie vergleicht jeden Lauf mit dem Normalzustand der Maschine und meldet, wenn etwas nicht stimmt – oder was sich am Rezept, am Produkt oder an der Raumtemperatur verbessern ließe. Neue Funktionen lassen sich künftig mit Hilfe von KI ergänzen, statt sie aufwendig neu zu programmieren.

Die Sicherheit bleibt getrennt

Bei aller Freiheit für die KI: Die Sicherheit liegt nicht in ihrer Hand. Die Temperaturgrenzen überwacht ein eigener Baustein, der die Heizung notfalls selbstständig abschaltet – unabhängig davon, was die KI tut. Diesen Teil kann die KI nicht verändern.

„Nach allem, was wir wissen, ist das eine Weltpremiere – nicht nur bei Gefriertrocknern, sondern bei Industriemaschinen überhaupt“, sagt Michael Marcovici, Geschäftsführer von WAVE. „Wo früher eine fest programmierte Steuerung saß, arbeitet jetzt ein System, das wir mit KI entwickelt haben und das sich selbst verbessern kann. Wir haben die KI mitten im Lauf gefragt, was sie besser machen würde – und sie hat es umgesetzt, ohne dass wir die Maschine anhalten mussten.“

Die ersten Gefriertrockner mit Interkey Brain sollen in rund einem Monat an Kunden gehen. Auch die neue 5-Tonnen-Anlage Big Wave von WAVE ist für die KI-Steuerung vorgesehen. Und Gefriertrockner sind erst der Anfang: Interkey Brain lässt sich auch in anderen Industriemaschinen einsetzen.

Über WAVE

Die WAVE Trockensysteme GmbH in Wien entwickelt und baut industrielle Gefriertrockner für Lebensmittel, Tiernahrung, Pharma und Labor und hat mehr als 300 Anlagen ausgeliefert. www.wave.cc

Über Interkey Brain

Interkey Brain ist eine Industriesteuerung, die von Grund auf für künstliche Intelligenz gebaut ist. Anwender programmieren und erweitern sie mit gängigen KI-Modellen – für Maschinen, Landwirtschaft und Prototypen. WAVE und Interkey arbeiten in einer Kooperation zusammen: WAVE setzt die Technologie in seinen Maschinen ein. www.interkey.com

Pressekontakt:

WAVE Trockensysteme GmbH
Michael Marcovici
Telefon: +43 699 15852848
E-Mail: mike@wave.cc

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