WHO-Demenzprävention: 45% der 57 Mio. Fälle vermeidbar
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 11:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das zeigt eine neue Auswertung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ).
Laut der in „Frontiers in Public Health“ veröffentlichten Studie genügen 40 bis 60 Minuten Krafttraining pro Woche – verteilt auf mindestens zwei Tage. Damit lassen sich die WHO-Bewegungsempfehlungen bereits erfüllen.
Die Forscher empfehlen Mehrgelenksübungen und Supersätze. Auch kurze Bewegungshäppchen über den Tag verteilt – sogenannte „Exercise Snacks“ – helfen gegen altersbedingten Muskelschwund.
Nur jeder Zehnte trainiert richtig
Trotz der Erkenntnisse: Gerade einmal 10 bis 30 Prozent der Erwachsenen erreichen die offiziellen Empfehlungen für muskelkräftigende Aktivitäten. Dabei wäre der Aufwand überschaubar.
WHO verschärft Demenz-Prävention
Mitte Juli 2026 legte die Weltgesundheitsorganisation neue Leitlinien zur Demenzprävention vor. Die Botschaft: Bis zu 45 Prozent der weltweit 57 Millionen Demenzfälle ließen sich vermeiden oder verzögern.
Neben Bewegung, Ernährung und Verzicht auf Tabak und Alkohol kommen neue Faktoren hinzu. Soziale Integration und geistige Aktivität gelten nun als zentrale Schutzfaktoren.
Auch Hörgeräte bei Hörverlust werden explizit empfohlen. Neu im Katalog: die Reduktion von Luftverschmutzung. Keine Belege fanden die Autoren dagegen für Nahrungsergänzungsmittel.
BGH kippt Kündigungs-Hürden
Für Fitnessstudio-Betreiber wird es teurer. Der Bundesgerichtshof verschärfte am 16. Juli 2026 die Anforderungen an Online-Kündigungen.
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Konkret: Die Bestätigungsseite nach dem Kündigungsbutton darf keine ablenkenden Elemente enthalten. Kein Hinweis auf Vertragspause oder Alternativangebote.
Das Urteil (Az. I ZR 200/25) erging gegen den Essener Filialisten FitX. Das Unternehmen hat seine Prozesse bereits angepasst. Die Entscheidung wirkt sich auf alle Anbieter von Online-Abonnements im Gesundheitsbereich aus.
Gehen ist das neue Laufen
Neben dem Gerätetraining boomen soziale Bewegungsformate. Kommunen setzen vermehrt auf Geh-Treffs und Spaziergruppen.
In Verl blickt man 2026 auf zehn Jahre Geh-Treff mit über 10.000 Teilnahmen zurück. In Wermelskirchen startete im Juli ein dritter Spaziertreff – explizit inklusive Rollatoren.
In Gießen gibt es am 19. Juli einen „Ü50-Spaziergang“ speziell für ältere Frauen. Und der Geh-Fußball (Walking Football) wird vom Fußballverband FLVW aktiv gefördert. Keine Sprints, keine Kopfbälle, begrenzte Ballhöhe – der Sport ist ab 55 Jahren zugänglich.
Vorsicht vor Gesundheitsversprechen
Foodwatch verlieh 2026 den „Goldenen Windbeutel“ an LaVita. Das Saftkonzentrat biete übertriebene Gesundheitsversprechen zu hohem Preis, so die Kritik.
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Parallel rücken ganzheitliche Konzepte wieder in den Fokus. Kneipp-Anwendungen wie Armbäder oder Bürstenmassagen halten Einzug in Seniorenreinrichtungen.
Für die Sicherheit im Alltag bietet die Verkehrswacht im Rhein-Neckar-Kreis Anfang August ein Rollatoren-Training an. Ziel: mehr Mobilität im öffentlichen Raum.
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