Whispyr, Messenger

Whispyr: Neuer Messenger ohne Internet startet heute im App Store

27.05.2026 - 21:07:07 | boerse-global.de

Neue iOS-App Whispyr ermöglicht Chat via Bluetooth und WLAN ohne zentrale Infrastruktur. Datenschutzdebatte um WhatsApp befeuert Interesse.

Hensoldt Navigates a Packed Calendar Amid Geopolitical Swings - Foto: über boerse-global.de
Hensoldt Navigates a Packed Calendar Amid Geopolitical Swings - Foto: über boerse-global.de

Ein Wiener Entwickler bringt eine App auf den Markt, die ohne Internet und Mobilfunk auskommt. Die Technik nutzt Bluetooth und lokale WLAN-Verbindungen.

Am 27. Mai 2026 ist Whispyr im deutschen App Store erschienen – ein Messenger, der komplett ohne zentrale Server auskommt. Entwickler Laurenz Frank aus Wien setzt auf Apples Multipeer Connectivity Framework, das Daten direkt zwischen Geräten überträgt. Kein Internet, keine SIM-Karte, kein Cloud-Speicher nötig.

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Die App kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Betatte um Datenschutz auf mobilen Geräten neu entbrannt ist. Während die großen Plattformen unter Druck geraten, positioniert sich Whispyr als radikale Alternative: keine Konten, keine Telefonnummern, keine zentralen Backups.

Wie die Technik funktioniert

Whispyr baut spontane Ad-hoc-Netzwerke zwischen Geräten auf. Die Reichweite liegt zwischen 10 und 100 Metern. Nutzer können Texte, Sprachnachrichten, Fotos, Dateien und Standortdaten austauschen – alles ohne umweg über einen Server.

Für Gruppenchats gibt es die Funktion "Spaces" . Über QR-Codes lassen sich temporäre Gruppen einrichten, ideal für Veranstaltungen, Meetings oder den Campus. Die App benötigt nur 18 MB Speicher und läuft ab iOS oder iPadOS 18.5. Sie unterstützt 19 Sprachen – und wird bereits an der Harvard University genutzt.

Das Prinzip ist nicht neu. Projekte wie das Athens Wireless Metropolitan Network zeigen seit Jahren, dass autonome Mesh-Netzwerke mit über 1.000 Mitgliedern und Datenraten von bis zu 150 Mbit/s funktionieren. Auch Spiele wie Cosmoteer setzen seit 2019 auf Peer-to-Peer-Verbindungen, um Latenzen zu senken.

Datenschutz: Die andere Seite der Medaille

Am 26. Mai 2026 sorgten Sicherheitsforscher von Mysk für Aufsehen. Sie berichteten, dass WhatsApp-Chatdaten auf iOS und macOS unverschlüsselt in einem App-Container liegen. Theoretisch könnten andere Apps aus der gleichen Entwicklerfamilie darauf zugreifen.

Experten von WABetaInfo widersprachen: Die System-Container seien sicher, ein Zugriff erfordere einen schwerwiegenden System-Exploit. Doch der Vorfall zeigt: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt die Übertragung, nicht die Daten auf dem Gerät.

WhatsApp reagiert bereits. Seit dem 25. Mai testet die Plattform eine "Spoiler"-Funktion, die sensible Texte hinter einem Weichzeichner verbirgt. Erst durch Antippen wird der Inhalt sichtbar. Zudem gibt es seit dem 13. Mai einen Inkognito-Modus für Meta AI, der IP-Adressen maskiert und Chats nach der Sitzung löscht.

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Apple rüstet für die Zukunft

Auch Apple selbst treibt den Datenschutz voran. Am 22. Mai 2026 veröffentlichte der Konzern den Quellcode seiner Post-Quanten-Kryptografie corecrypto auf GitHub. Die Implementierung nutzt die Algorithmen ML-KEM und ML-DSA – Schutz gegen künftige Angriffe durch Quantencomputer.

Die formale Verifikation läuft bereits auf über 2,5 Milliarden Geräten. Apple arbeitete mit der Firma Galois zusammen, um unabhängige Tests zu ermöglichen. Parallel dazu hat der GSMA-Standard RCS Universal Profile 3.0 Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen Apple- und Android-Geräten eingeführt. Doch Kritiker weisen darauf hin: Die Inhalte sind geschützt, die Metadaten nicht.

Ausblick: iOS 27 und das Ende von Intel

Am 27. Mai 2026 erschien das erste Developer-Beta von iOS 26.6 – ein Stabilitätsupdate für Kontakte und Karten. Es ist der Vorgeschmack auf die WWDC vom 8. bis 12. Juni 2026, wo Apple voraussichtlich iOS 27 und macOS 27 vorstellt.

Die neuen Betriebssysteme sollen Siri grundlegend überarbeiten: eine eigene App mit Chat-Verlauf und die Möglichkeit, Drittanbieter-"Extensions" für verschiedene Chatbots zu integrieren. Berichten zufolge hat Apple Googles Gemini-Modelle lizenziert, um die neuen Funktionen zu ermöglichen.

Ein harter Schnitt steht bei macOS bevor: Die Version 27, die für September 2026 erwartet wird, soll keine Intel-Macs mehr unterstützen. Nur noch Apple Silicon – M-Serie oder A18 Pro – wird kompatibel sein. Der Schritt zeigt: Moderne Verschlüsselung, KI-Features und dezentrale Kommunikation brauchen spezialisierte Hardware.

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