WhatsApp: Zwei-Faktor-Auth mit alphanumerischen Passwörtern statt PIN
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 18:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Messaging-Dienst WhatsApp hat am 25. August 2026 umfassende Aktualisierungen seiner Sicherheitsfunktionen angekündigt. Im Zentrum der Neuerungen steht eine signifikante Überarbeitung der Zwei-Schritt-Verifizierung, die den Schutz der Nutzerkonten gegen unbefugte Zugriffe verbessern soll.
Umstellung von sechsstelliger PIN auf alphanumerische Passwörter
Die wichtigste Änderung betrifft die bisherige Methode der Zwei-Faktor-Authentifizierung. WhatsApp führt eine optionale Umstellung ein, bei der die herkömmliche sechsstellige PIN durch ein deutlich komplexeres alphanumerisches Passwort ersetzt werden kann. Dieses neue Sicherheitsmerkmal erfordert eine Mindestlänge von acht Zeichen.
Für die Erstellung dieser Passwörter gelten spezifische Vorgaben: Sie müssen mindestens eine Zahl und einen Buchstaben enthalten. Zudem besteht für Nutzer die Möglichkeit, Sonderzeichen zu integrieren, um die Komplexität und damit die Widerstandsfähigkeit gegenüber automatisierten Angriffsversuchen weiter zu erhöhen.
Die Einführung dieser stärkeren Verifizierungsmethode zielt darauf ab, die Kontensicherheit über das Niveau einer rein numerischen PIN hinaus zu heben.
Meilenstein bei Passkeys und funktionale Erweiterungen
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Parallel zur Aufwertung der Passwort-Optionen verzeichnet das Unternehmen ein starkes Wachstum bei der Nutzung moderner Authentifizierungsverfahren. Seit der Einführung von Passkeys im Jahr 2024 haben nach Unternehmensangaben bereits über 1 Milliarde Menschen diese Technologie für ihr WhatsApp-Konto eingerichtet.
Um die Handhabung für Anwender mit mehreren Endgeräten zu vereinfachen, unterstützt der Dienst ab sofort die Hinterlegung mehrerer Passkeys pro Konto. Diese Erweiterung soll die Flexibilität erhöhen und sicherstellen, dass der Zugriff auf das Konto auch bei einem Gerätewechsel oder der Nutzung verschiedener Hardware-Schlüssel nahtlos erhalten bleibt.
Zusätzliche Sicherheitsmerkmale für die Android-Plattform
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Neben den Änderungen am Anmeldeprozess wurden auch funktionale Updates für die Android-Version der Anwendung vorgestellt. Diese betreffen insbesondere den Umgang mit potenziell unerwünschten Kontaktaufnahmen. Bei Anrufen von Nummern, die nicht im Telefonbuch des Empfängers gespeichert sind, liefert WhatsApp künftig automatisch kontextuelle Informationen.
Dazu gehört die Anzeige des Landes, aus dem der Anruf stammt, sowie der Hinweis auf etwaige gemeinsame Gruppen, in denen sowohl der Anrufer als auch der Angerufene Mitglied sind.
Diese Transparenz soll es Nutzern ermöglichen, die Seriosität unbekannter Anrufer besser einzuschätzen, bevor sie das Gespräch entgegennehmen. Die Maßnahmen sind Teil einer breiter angelegten Strategie, den Schutz der Privatsphäre und die Sicherheit innerhalb der Kommunikationsplattform kontinuierlich auszubauen.
