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WhatsApp: Usernamen statt Telefonnummern ab Juni 2026

29.05.2026 - 00:02:48 | boerse-global.de

WhatsApp führt individuelle Usernamen ein, um die Handynummer der Nutzer in Chats zu verbergen. Die Funktion startet im Juni 2026.

WhatsApp: Usernamen statt Telefonnummern ab Juni 2026 - Foto: über boerse-global.de
WhatsApp: Usernamen statt Telefonnummern ab Juni 2026 - Foto: über boerse-global.de

Berlin – WhatsApp hat im Mai 2026 mit Tests für eine neue Funktion begonnen, die Nutzern die Vergabe individueller Usernamen erlaubt. Damit entfällt künftig die Notwendigkeit, die eigene Handynummer mit anderen zu teilen. Die opt-in-Funktion soll die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer verbessern, indem sie eine Alternative zum herkömmlichen Identifikationssystem über Telefonnummern bietet.

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Technische Vorgaben und Einrichtung

Die neuen Nutzernamen müssen zwischen drei und 35 Zeichen lang sein. Technische Richtlinien schreiben vor, dass jeder Name mindestens einen Buchstaben enthalten muss. Erlaubt sind Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche. Es gibt jedoch Einschränkungen: Nutzernamen dürfen nicht mit „www“ beginnen, keine domain-ähnlichen Endungen enthalten oder aufeinanderfolgende Punkte aufweisen. Auch ein Punkt am Anfang oder Ende ist nicht gestattet.

Die Konfiguration erfolgt über das Profil-Menü der App. Ein automatischer Verfügbarkeitscheck stellt sicher, dass jeder Name nur einmal vergeben wird. Einmal eingerichtet, lassen sich die Usernamen später ändern – die Plattform informiert dann die Kontakte über die Aktualisierung. Für zusätzliche Sicherheit testen die Entwickler einen optionalen vierstelligen „Username-Key“, der als PIN für die Verwaltung neuer Kontaktanfragen dient.

Integration mit dem Meta-Ökosystem

Die Username-Funktion soll mit dem Meta Accounts Center verknüpft werden. Diese Integration ermöglicht eine plattformübergreifende Identitätsverwaltung über WhatsApp, Facebook und Instagram hinweg. Berichten zufolge könnten bereits auf Facebook oder Instagram beanspruchte Namen auf WhatsApp reserviert oder blockiert werden, um Konsistenz im gesamten Ökosystem zu gewährleisten.

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Obwohl der Username als primäres öffentliches Identifikationsmerkmal dient, bleiben Handynummern für die Registrierung, Verifizierung und Wiederherstellung des Kontos weiterhin erforderlich. Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Kerninfrastruktur der Plattform weiterhin auf etablierten Telekommunikationskennungen basiert, während diese in Gruppenchats oder Einzelinteraktionen nicht mehr sichtbar sind.

Zeitplan und Marktbedeutung

Die schrittweise Einführung der Usernamen begann mit einer Beta-Testphase im April 2026. Branchenbeobachter rechnen mit einem breiteren globalen Rollout ab Juni 2026, die vollständige Verfügbarkeit wird für später in diesem Jahr erwartet.

Die Funktion gilt als besonders bedeutsam für große Märkte wie Indien, wo die Plattform mehr als 500 Millionen Nutzer bedient. Die Möglichkeit, Telefonnummern in großen Gruppen zu verbergen, dürfte langjährige Datenschutzbedenken hinsichtlich unerwünschter Kontaktaufnahmen adressieren. Ähnliche Privatsphäre-Funktionen wurden bereits von Wettbewerbern eingeführt – Signal etwa ermöglichte die Kommunikation über Usernamen bereits 2024.

Neuerungen für Kanäle

Parallel zur Username-Einführung hat WhatsApp im Mai 2026 eine neue Status-Update-Funktion für Kanäle vorgestellt. Diese erlaubt Kanaladministratoren das Posten von Fotos, Videos und Text-Updates, die nach 24 Stunden automatisch verschwinden. Die Updates erscheinen im Status-Bereich, wo Follower darauf reagieren oder sie teilen können – ähnlich der Funktionalität, die für persönliche Status-Updates auf iOS und Android bereits verfügbar ist.

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