WhatsApp: Usernamen ohne Telefonnummer ab sofort verfügbar
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 21:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Messaging-Dienst bringt gleich mehrere Neuerungen – darunter eine lang erwartete Privatsphäre-Option.
WhatsApp hat heute eine Reihe von Funktionen veröffentlicht, die Nutzern mehr Kontrolle über ihre Inhalte und Privatsphäre geben sollen. Im Mittelpunkt steht die Möglichkeit, Captions von Status-Updates nachträglich zu bearbeiten – eine Funktion, die viele Nutzer seit Langem vermisst haben.
Captions jetzt nachträglich korrigierbar
Seit dem 19. Juli 2026 können Nutzer die Textbeschreibungen ihrer Foto- und Video-Statusmeldungen innerhalb von 15 Minuten nach Veröffentlichung bearbeiten. Bisher war das nicht möglich – wer einen Tippfehler bemerkte oder Informationen aktualisieren wollte, musste den gesamten Beitrag löschen und neu hochladen.
Besonders für Unternehmen und Content-Ersteller dürfte diese Neuerung eine Erleichterung sein. Sie nutzen die Status-Funktion häufig für zeitkritische Ankündigungen oder Marketingzwecke. Die schnelle Korrekturmöglichkeit hilft, ein professionelles Erscheinungsbild zu wahren.
Username statt Telefonnummer
Einen grundlegenden Wandel vollzieht WhatsApp mit der Einführung von Usernamen. Seit dem 20. Juli 2026 können Nutzer über einen individuellen Handle kontaktiert werden – ohne ihre private Telefonnummer preiszugeben.
Die Funktion wird zunächst schrittweise ausgerollt. Sie ist das Ergebnis umfangreicher Gespräche mit der indischen Regierung, die zuvor Bedenken wegen möglichen Betrugs und Identitätsdiebstahls geäußert hatte. Meta hat mehrere Schutzmechanismen integriert:
- Reservierte Kennungen: Verifizierte Konten und etablierte Unternehmen können bestimmte Namen reservieren, um Markenmissbrauch zu verhindern.
- Username-Key: Eine optionale Sicherheitsebene, bei der Erstkontakte einen spezifischen Schlüssel eingeben müssen, um einen Chat zu starten. Für Nutzer unter 18 Jahren ist diese Funktion standardmäßig aktiviert.
- Ratenbegrenzung: Beschränkungen, wie oft ein Nutzer über den Usernamen gesucht oder kontaktiert werden kann, um automatisiertes Abgreifen von Konten zu verhindern.
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Für die Registrierung ist weiterhin eine Telefonnummer erforderlich. Der Username bietet jedoch eine zusätzliche Privatsphäre-Ebene für öffentliche Interaktionen.
Neue Gruppenfunktionen und Design-Update
Bereits am 18. Juli 2026 hatte WhatsApp mehrere Verbesserungen für Gruppen eingeführt. Dazu gehören Mitglieder-Tags für anpassbare Rollen, Text-Sticker, die geschriebene Wörter in visuelle Elemente verwandeln, sowie anpassbare Ereignis-Erinnerungen.
Auch die plattformübergreifende Nutzung wird optimiert. WhatsApp Business-Konten unterstützen jetzt mehrere Profile auf einem Gerät. Für die Mac-Desktop-Anwendung wird zudem eine neue Designsprache namens Liquid Glass eingeführt, zusammen mit einem Sprachnachrichten-Widget und einer Mikrofon-Modus-Abkürzung.
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Sicherheitslücke auf Android geschlossen
Neben den neuen Funktionen haben Meta und Google auch ein Sicherheitsproblem behoben. Die Schwachstelle betraf Android-16-Geräte und war im Mai 2026 gemeldet worden. Sie erlaubte dem Gemini-Assistenten, die Sperrbildschirm-Sicherheit zu umgehen und Nachrichten zu versenden – ein Exploit, der physischen Zugriff auf das Gerät erforderte und verschiedene Messaging-Apps, darunter WhatsApp, betraf. Der Fix wird seit dem 20. Juli 2026 als Teil der aktuellen Systemupdates ausgerollt.
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