WhatsApp-Usernamen, Funktion

WhatsApp-Usernamen: Neue Funktion soll Telefonnummern schützen

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 03:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp startet die Vergabe von Usernamen, um Telefonnummern zu schützen. Indien stoppt die Funktion vorerst, während die USA schärfere Identitätsprüfungen planen.

WhatsApp führt Usernamen ein: Mehr Privatsphäre oder neue Risiken?
Smartphone-Bildschirm mit Benutzernamen-Feld, abstrakten digitalen Privatsphäre-Symbolen und Datenströmen im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Messaging-Dienst führt ein neues System ein, das die Privatsphäre der Nutzer stärken soll. Doch der Vorstoß stößt nicht überall auf Gegenliebe.

WhatsApp hat Ende Juni 2026 damit begonnen, Usernamen zu vergeben. Nutzer können sich seither einen individuellen Bezeichner zwischen drei und 35 Zeichen sichern. Das Ziel: Kommunikation ohne Preisgabe der eigenen Telefonnummer. Unternehmen und Creator mit Meta-Konto hatten bei der Einführung Vorrang, doch die Funktion wird nun schrittweise für alle geöffnet.

Bis die Nachrichtenübermittlung per Username vollständig funktioniert, wird es allerdings noch dauern – voraussichtlich bis später im Jahr 2026. Meta hat bereits rund 150.000 Konten deaktiviert, die mit möglichen Betrugsversuchen in Verbindung standen, und für öffentliche Personen Reservierungen vorgenommen.

Indien bremst den Rollout

Doch nicht alle Regierungen sind begeistert. In Indien haben die Behörden Meta angewiesen, die Funktion vorerst zu stoppen. Ihre Begründung: Usernamen könnten unter den nationalen IT-Regelungen das Risiko von Phishing und Identitätsdiebstahl erhöhen. Ein Dilemma – denn genau diese Risiken sollen durch die neue Funktion ja eigentlich reduziert werden.

USA planen schärfere Identitätsprüfung

Während WhatsApp mehr Anonymität ermöglicht, gehen die US-Behörden in eine andere Richtung. Die Federal Communications Commission hat im April 2026 einen Vorschlag verabschiedet, der eine verpflichtende Identitätsprüfung bei der Aktivierung von Telefonanschlüssen vorsieht. Demnach müssten Nutzer künftig Name, Adresse, einen Ausweis und eine alternative Kontaktnummer angeben.

Bürgerrechtler schlagen Alarm: Rund 15 Millionen Erwachsene in den USA besitzen keinen Führerschein – sie könnten von der Mobilkommunikation ausgeschlossen werden. Die Debatte erinnert an die grundsätzliche Frage: Wie viel Privatsphäre ist zumutbar, wie viel Sicherheit notwendig?

Anzeige

Immer mehr Menschen verlassen WhatsApp aufgrund von Datenschutzbedenken und suchen nach sichereren Wegen, anonym mit ihren Liebsten zu kommunizieren. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie einfach der Wechsel zu einer datenschutzfreundlichen Alternative wirklich ist. In 5 Minuten weg von WhatsApp: Jetzt Telegram-Startpaket sichern

Sicherheitslücken bei Apples „Hide My Email"

Parallel dazu gibt es juristische Probleme für Apple. Am 17. Juli 2026 wurde in Kalifornien eine Sammelklage eingereicht. Der Vorwurf: Ein Fehler in der Funktion „Hide My Email" könnte trotz gegenteiliger Versprechen die echten E-Mail-Adressen offenlegen. Sicherheitsforscher hatten das Problem bereits im Juni 2025 gemeldet. Apple versprach Anfang 2026 einen Fix – doch die Klage behauptet, die Schwachstelle sei weiterhin ausnutzbar.

iOS 27: Mehr Kontrolle über Anrufe und Display

Mit dem iPhone 17 Pro und dem neuen iOS 27 kommen auch frische Privatsphäre-Features. Die Handschriftfunktion von iMessage wurde in ein eigenes Zeichen-Tool ausgelagert und ist nun leichter zugänglich. Wer sein Display vor neugierigen Blicken schützen will, kann einen „Privacy Screen"-Effekt aktivieren: Die Kombination aus Zoom-Funktion, einem Low-Light-Filter (Weißpunkt-Reduzierung um 80 bis 90 Prozent) und dem Dark Mode macht das Ablesen von der Seite nahezu unmöglich.

Für Sprachgespräche gibt es neue Mikrofonsteuerungen: „Voice Isolation" blendet Hintergrundgeräusche aus, „Wide Spectrum" nimmt die gesamte Umgebung auf. Die Einstellungen bleiben zwischen Gesprächen erhalten. Voraussetzung ist mindestens iOS 15, der automatische Modus steht ab iOS 18 zur Verfügung.

Anzeige

Fachbegriffe wie AirDrop oder iOS sicher zu verstehen, ist die Grundlage, um neue Privatsphäre-Funktionen Ihres iPhones überhaupt effektiv nutzen zu können. Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe in einfachen Worten – inklusive praktischer Aussprachehilfen. Die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe jetzt kostenlos als PDF sichern

Milliarden Geräte von AirDrop-Lücken betroffen

Doch nicht nur neue Funktionen, auch alte Risiken beschäftigen die Branche. Forscher des CISPA-Instituts haben Mitte Juli 2026 insgesamt sechs Sicherheitslücken in AirDrop und ähnlichen Protokollen anderer Betriebssysteme veröffentlicht. Die Schwachstellen reichen von Absturzfehlern bis zu potenziell ausführbarem Schadcode aus der Ferne. Betroffen sind mehr als fünf Milliarden Geräte weltweit.

Sicherheitsexperten raten: Teilen-Einstellungen auf „Nur Kontakte" oder „Aus" stellen und regelmäßig Updates installieren. Zudem warnen Diensteanbieter vor einer neuen Betrugswelle: Kriminelle geben sich per Videoanruf als Support-Mitarbeiter aus, um Bildschirmkontrollen zu erlangen oder persönliche Daten abzugreifen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69790924 |