WhatsApp-Usernamen, Milliarden

WhatsApp-Usernamen: Drei Milliarden User können ab 29. Juni anonym chatten

30.06.2026 - 11:54:23 | boerse-global.de

WhatsApp führt Nutzernamen ein, um die Telefonnummer zu schützen. Die Reservierung startet am 29. Juni 2026 für rund drei Milliarden Anwender.

WhatsApp startet Reservierung von Nutzernamen für Milliarden User
WhatsApp-Usernamen - Nahaufnahme eines Smartphone-Bildschirms mit WhatsApp-Oberfläche, digitalen Linien und Symbolen für neue Benutzernamen- und Passkey-Funktionen. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Rund drei Milliarden User können sich ab dem 29. Juni 2026 einen persönlichen Handle sichern – und künftig kommunizieren, ohne ihre Telefonnummer preiszugeben.

Neues System: So funktioniert die Namensvergabe

Die neuen Usernamen sind zwischen drei und 35 Zeichen lang. Erlaubt sind Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche. Nicht zulässig sind Endungen, die an gängige Domain-Erweiterungen erinnern. Die Reservierung läuft direkt über die Kontoeinstellungen der App.

Die eigentliche Chat-Funktion auf Basis der Usernamen folgt erst in den kommenden Monaten. WhatsApp wird kein öffentliches Verzeichnis der gewählten Namen führen – eine Autovervollständigung bei der Suche gibt es nicht. Wer zusätzliche Sicherheit wünscht, kann einen optionalen „User Key“ aktivieren. Dieser dient als zweite Authentifizierungsstufe, bevor ein neuer Kontakt eine Unterhaltung beginnen kann.

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Alice Newton-Rex, Vice President of Product bei WhatsApp, erklärte, die Neuerung ziele vor allem darauf ab, die Telefonnummer vor unbekannten Personen zu schützen. Der Schritt folgt einem Trend, den der Konkurrent Signal bereits 2024 vorgemacht hatte.

Schutz für Prominente und Unternehmen

Für öffentliche Personen und Unternehmen gelten besondere Regeln. Namen von Regierungen, Prominenten und großen Marken wurden reserviert, um Identitätsdiebstahl zu verhindern. Zudem dürfen Content-Creator und kleine Unternehmen, die zu Metas Ökosystem gehören, Usernamen beanspruchen, die ihren bestehenden Handles auf Instagram oder Facebook entsprechen.

Ein integrierter Generator hilft der breiten Masse dabei, verfügbare Namen zu finden. Ist die vollständige Einführung später im Jahr abgeschlossen, dient der Username als primäres Identifikationsmerkmal für neue Chats. Bestehende Kontakte behalten weiterhin Zugriff auf die bereits gespeicherten Telefonnummern.

Weitere Neuerungen: Sicherheit und Design

Parallel zur Username-Einführung arbeitet WhatsApp an der Gerätesicherheit. Seit dem 30. Juni 2026 gibt es Berichte über eine geplante Passkey-Unterstützung für die Geräteverknüpfung unter Android. Das herkömmliche Scannen von QR-Codes soll durch ein schnelleres, kryptografisch abgesichertes Verfahren ersetzt werden.

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Auch optisch tut sich etwas: Die iPad-Version der App erhält das „Liquid Glass“-Design, das bereits vom iPhone bekannt ist – eine transluzente Oberfläche, die modern und aufgeräumt wirkt. Zudem wurde eine Sicherheitslücke geschlossen, die es Nutzern erlaubte, zu überprüfen, ob sie von einem anderen Kontakt blockiert wurden.

Zuletzt testet WhatsApp eine private „Side Chat“-Funktion in Zusammenarbeit mit Meta AI. Sie soll kontextbezogene Hilfe innerhalb der App bieten – und das bei voller Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

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