WhatsApp, US-Ermittlungen

WhatsApp: US-Ermittlungen eingestellt, neue Schutzfunktionen rollen aus

04.05.2026 - 09:18:29 | boerse-global.de

US-Handelsministerium beendet Untersuchung gegen Meta ohne Sanktionen. WhatsApp führt IP-Schutz und Cloud-Backups ein.

WhatsApp: US-Ermittlungen eingestellt, neue Schutzfunktionen rollen aus - Foto: über boerse-global.de
WhatsApp: US-Ermittlungen eingestellt, neue Schutzfunktionen rollen aus - Foto: über boerse-global.de

Parallel dazu bringt WhatsApp neue Sicherheitsfunktionen an den Start.

Die Behörde hatte geprüft, ob Mitarbeiter oder externe Auftragnehmer trotz der beworbenen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Zugriff auf WhatsApp-Nachrichten hatten. Intern gab es dazu erhebliche Unstimmigkeiten. Ein leitender Ermittler war überzeugt, dass die technische Architektur unter bestimmten Umständen Einsicht ermögliche. Die Behördenleitung wies das als unbegründet zurück.

Meta wies die Vorwürfe stets zurück. Ein Sprecher betonte: „Die Behauptung, WhatsApp könne auf verschlüsselte Kommunikation zugreifen, ist faktisch falsch.“ Die Einstellung der Untersuchung markiert einen vorläufigen Schlusspunkt in den rechtlichen Auseinandersetzungen um Metas Sicherheitsarchitektur.

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IP-Adresse bei Anrufen schützen

Eine neue Funktion zielt direkt auf die Privatsphäre der Nutzer. Der Schutz der IP-Adresse bei Anrufen verhindert, dass der Gesprächspartner den Standort oder den Internetanbieter des Gegenübers sieht.

Normalerweise nutzen VoIP-Dienste direkte Peer-to-Peer-Verbindungen. Das sorgt für beste Qualität, macht die IP-Adresse aber für beide Seiten sichtbar. Wer die Schutzfunktion aktiviert, leitet Anrufe über Metas Server um. Der Gesprächspartner sieht dann nur die Server-IP. Der Nachteil: Die Verbindungsqualität kann leicht leiden. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt aber vollständig erhalten.

WhatsApp plant eigene Cloud-Backups

Ein größerer Umbruch zeichnet sich bei der Datensicherung ab. WhatsApp bereitet offenbar eine eigene Cloud-Backup-Lösung vor. Bisher waren Nutzer auf Google Drive oder iCloud angewiesen – mit all deren Speicherlimits und Datenschutzvorgaben.

Das neue System speichert Backups direkt in der WhatsApp-Infrastruktur. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist standardmäßig aktiviert. Das schließt eine Sicherheitslücke, die bei Drittanbieter-Backups oft bestand.

Den Zugang zu den verschlüsselten Sicherungen sollen Passkeys erleichtern. Statt komplexer Passwörter oder 64-stelliger Codes reichen dann Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Ein kostenloses Basiskontingent ist geplant, für größere Datenmengen könnten kostenpflichtige Optionen folgen.

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Strenger Modus für Risiko-Nutzer

WhatsApp hat zudem strenge Kontoeinstellungen eingeführt. Der Sicherheitsmodus richtet sich an Journalisten oder Personen des öffentlichen Lebens. Er blockiert Dateianhänge und Medien von unbekannten Absendern automatisch. Auch Link-Vorschauen werden deaktiviert – das minimiert das Risiko von Spyware-Angriffen über präparierte Webseiten.

KI-Integration wirft neue Fragen auf

Gleichzeitig steht Meta vor neuen Herausforderungen. Ab Mai 2026 wird Meta AI tiefer in den Messenger eingebettet. Datenschützer zeigen sich besorgt: Die Verarbeitung von Nutzerinteraktionen durch KI-Modelle werfe neue Fragen zur Privatsphäre auf.

Die Kernverschlüsselung bleibt zwar unberührt. Aber Anfragen an die KI werden in einer Umgebung verarbeitet, in der Daten zur Modellverbesserung genutzt werden können. Meta versichert, dass Nutzer die Verwendung ihrer Daten in den Einstellungen einschränken können. Kritiker bemängeln jedoch, dass die wachsende Komplexität der App die Kontrolle für Durchschnittsnutzer erschwert.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob WhatsApp die Balance zwischen KI-Funktionalität und dem Versprechen absoluter Privatsphäre hält. Der Druck durch Wettbewerber, die sich über Metadaten-Sparsamkeit definieren, bleibt hoch. Nutzer sind mehr denn je gefordert, die angebotenen Sicherheitsoptionen aktiv zu verwalten.

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