WhatsApp-Update, Datenschutz

WhatsApp-Update Juni: Datenschutz blockiert KI-Zugriff auf Chats

17.06.2026 - 11:56:40 | boerse-global.de

Meta erweitert KI-Funktionen bei WhatsApp, sieht sich aber in Deutschland drei neuen Verbandsklagen gegenüber.

WhatsApp KI-Ausbau: Datenschutz und neue Klagen gegen Meta
WhatsApp-Update - Ein Smartphone-Bildschirm mit WhatsApp-Chat, überlagert von leuchtenden KI-Linien, vor einem unscharfen Rechenzentrum. Symbolisiert Datenschutz und KI-Integration. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Verschlüsselung bleibt – trotz KI

Kursierten zuletzt Gerüchte, Metas KI könnte private Chats mitlesen? Das Unternehmen stellt klar: Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt standardmäßig aktiv. KI-Systeme haben keinen Zugriff auf private Nachrichten.

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Mitte Juni führte WhatsApp zudem eine spezielle Datenschutzfunktion ein. Sie blockiert KI-Anfragen in Gruppen, verhindert den Export von Chats und die automatische Speicherung in der Galerie.

Parallel dazu sorgte ein anderes Projekt für Aufsehen. Meta testete eine Gesichtserkennungssoftware für Smart Glasses – in Zusammenarbeit mit dem Pentagon-Zulieferer Rank One Computing (ROC). Eine Lizenz für bis zu zehn Millionen Gesichtsvorlagen wurde erworben. Das Unternehmen spricht von einem rein explorativen Projekt. Nach Bekanntwerden entfernte Meta den entsprechenden Programmcode mit dem Namen „Nametag“ wieder.

Neue Funktionen für Web und Android

Für WhatsApp Web gibt es ein Update: Gruppenanrufe mit bis zu 32 Teilnehmern sind jetzt direkt im Browser möglich. Die Video- und Audio-Telefonate bleiben verschlüsselt. Während eines Anrufs lässt sich der Bildschirm freigeben. Der Beitritt erfolgt über Links, die 30 Tage gültig sind.

Das Google Play System Update vom Juni 2026 ändert zudem die Backup-Verwaltung für Android-Nutzer. Die Einstellungen für WhatsApp-Sicherungen wandern direkt in die Systemebene unter „Sicherungen und Backups“.

Weitere Neuerungen: Transkriptionen für Sprachnachrichten, neue Kameraeffekte und die Möglichkeit, auf Nachrichten per Doppelklick zu reagieren.

Meta vor Gericht – gleich drei Klagen in Deutschland

Meta sieht sich in Deutschland mit drei neuen Verbandsklagen konfrontiert. Die Organisation SOMI wirft dem Konzern Datenmissbrauch für Werbe-KI und die Förderung von Suchtstrukturen vor. Gefordert werden mindestens 1.000 Euro Entschädigung pro Betroffenem.

Der VSV kritisiert die Datenerhebung über Business-Tools und verlangt 5.000 Euro. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert Schadenersatz für das Scraping von Telefonnummern aus den Jahren 2018 und 2019.

EU-Kurs sorgt für Spannungen mit Apple

WhatsApp blockiert derzeit die Indexierung von Chats durch Apples Spotlight-Suche. Die Folge: Die neue Siri-KI auf iPhones kann in der EU nicht auf WhatsApp-Nachrichten zugreifen. Dabei hält der Messenger in Deutschland einen Marktanteil von 76 Prozent.

Das EU-Parlament hat Mitte Juni zudem ein Verbot von KI-Systemen beschlossen, die sexualisierte Deepfakes ohne Einwilligung erstellen. Die Regelung greift ab dem 2. Dezember 2026.

Meta führt auf Facebook einen sogenannten AI Mode ein. Er nutzt öffentliche Beiträge aus Gruppen und Reels für KI-generierte Antworten. Europäische Nutzer müssen bei einigen Funktionen mit Verzögerungen rechnen – die hiesige Rechtslage macht's möglich.

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