WhatsApp-Update: Gruppenanrufe im Browser mit 32 Teilnehmern
21.06.2026 - 17:57:30 | boerse-global.de
Der Messaging-Dienst WhatsApp hat zum Sommer 2026 ein umfangreiches Update veröffentlicht. Im Fokus stehen eine Neugestaltung der Gruppenverwaltung und deutlich erweiterte Funktionen für die Browser-Version.
Neue Struktur für Gruppen-Einstellungen
WhatsApp überarbeitet die Gruppeninformationsseite grundlegend. Statt einer unübersichtlichen Liste führt der Dienst nun zwei getrennte Kategorien ein: Basiseinstellungen und Datenschutz. Administratoren sollen so schneller die relevanten Optionen finden. Die Änderungen wurden in den Beta-Versionen 2.26.24.1 und 2.26.24.2 für Android entdeckt.
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Parallel dazu bekommt der allgemeine „Info“-Bereich ein Update. Nutzer sehen dort künftig eine Live-Vorschau ihres Profils und gelangen direkt zu den Privatsphäre-Einstellungen. Für iOS-Nutzer gibt es eine praktische Neuerung: Sie können den Chatverlauf mit neuen Gruppenmitgliedern teilen – das erleichtert den Einstieg in laufende Diskussionen. Voraussetzung ist iOS 15.1 oder höher.
Gruppenanrufe im Browser: Bis zu 32 Teilnehmer
WhatsApp holt bei der Web-Version massiv auf. Seit dem 21. Juni 2026 sind verschlüsselte Gruppenanrufe direkt im Browser möglich – mit bis zu 32 Teilnehmern. Das ist ein großer Schritt für alle, die beruflich oder privat auf die Browser-Nutzung angewiesen sind.
Die neue Anruf-Suite umfasst:
- Bildschirmfreigabe für Präsentationen oder gemeinsames Surfen
- Einladungslinks für Anrufe
- Einen Warteraum für Teilnehmer, die über Links beitreten
- Automatische Sprecher-Hervorhebung bei größeren Meetings
Besonders praktisch: Eine neue Handover-Funktion erlaubt den nahtlosen Wechsel eines laufenden Anrufs zwischen Smartphone und Desktop.
Nutzernamen statt Telefonnummern
WhatsApp setzt den Rollout von Nutzernamen fort, der im April 2026 begann. Diese können zwischen 3 und 35 Zeichen lang sein und optional mit einem vierstelligen Code geschützt werden. Das ermöglicht Kommunikation, ohne die eigene Telefonnummer preiszugeben – ein wichtiger Schritt für mehr Privatsphäre. Seit Ende März 2026 unterstützt WhatsApp zudem zwei Konten auf einem iPhone.
Aus für Avatar-Sticker
Nicht jede Neuerung bleibt bestehen. WhatsApp stellt die Avatar-Sticker ein – offenbar aus mangelnder Nachfrage. Nur drei Prozent der Nutzer verwendeten die digitalen Selbstporträts. Neue Avatare lassen sich nicht mehr erstellen, bestehende Sticker bleiben aber vorerst nutzbar.
Backup und Datenschutz im Fokus
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Die Datenverwaltung steht im Mittelpunkt der Juni-Updates. Gemeinsam mit Google testet WhatsApp einen neuen Backup-Manager für Android. Das Tool, das in Google Play Services integriert ist, erlaubt es, alte oder doppelte Chat-Backups direkt in den Geräteeinstellungen zu verwalten und zu löschen.
Darüber hinaus arbeitet WhatsApp an einem eigenen Cloud-Backup-Dienst mit bis zu zwei Gigabyte kostenlosem Speicher.
Weitere Neuerungen in der Entwicklung:
- Grüner Punkt statt „Online“-Text für Android
- „Einmal ansehen“-Textnachrichten für iOS, die nach dem Lesen verschwinden
- Sprach-Widget für den Android-Startbildschirm
- Neue Nachrichten-Animationen auf iOS und modernisiertes Kontextmenü für Android
