WhatsApp testet Standortanfrage: Neuer Button soll Kontakte zum Teilen auffordern
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 16:33 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Messenger-Dienst WhatsApp arbeitet an einer neuen Funktion, mit der Nutzer ihre Kontakte direkt im Chat dazu auffordern können, ihren aktuellen Aufenthaltsort mitzuteilen.
Entsprechende Hinweise auf einen neuen Button für Standortanfragen wurden im Rahmen einer technischen Untersuchung der Android-App entdeckt, wie das Fachportal Android Authority in einem Bericht vom 16. Oktober 2026 darlegte. Bislang können Anwender ihren eigenen Standort zwar proaktiv versenden, eine strukturierte Aufforderung an das Gegenüber fehlte im Dienst jedoch.
Entdeckung in der Android-Beta-Version
Die Neuerung kam bei der Analyse des Programmpakets der WhatsApp-Version 2.26.41.11 ans Licht. Im Rahmen eines sogenannten APK-Teardowns gelang es Testern, die Funktion auf einem Android-Gerät manuell freizuschalten. Innerhalb des Menüs für den Standortversand tauchte dabei eine zusätzliche Schaltfläche auf, mit der sich eine gezielte Anfrage an den Chatpartner auslösen lässt.
Wird diese Option betätigt, verschickt die Anwendung eine spezielle Infokarte in den laufenden Chatverlauf. Diese signalisiert dem Empfänger, dass eine Freigabe der Positionsdaten erbeten wird. Branchenberichten zufolge orientiert sich WhatsApp bei der Umsetzung an bestehenden Lösungen anderer Anbieter: Als Vorbild für das Menü gilt die Nachrichten-App iMessage von Apple, die bereits über eine vergleichbare Anfrageoption verfügt.
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Technische Abläufe noch nicht vollständig geklärt
Wie die Interaktion auf Seiten des Empfängers künftig im Detail abläuft, ist derzeit noch nicht abschließend bestätigt. In den bisherigen Tests zeigte sich der Ablauf einseitig.
Als die Testanfrage an ein zweites Gerät übermittelt wurde, erschien dort lediglich der Hinweis auf eine nicht unterstützte Nachricht. Dies deutet darauf hin, dass die serverseitige Unterstützung oder die entsprechende Benutzeroberfläche auf Empfängerseite in der vorliegenden Softwareversion noch nicht vollständig implementiert ist.
Fachleute vermuten laut Berichten, dass ein Antippen der eingegangenen Anfragekarte künftig direkt den regulären Dialog zur Standortübertragung öffnen wird. Dort könnten Nutzer dann wie gewohnt wählen, ob sie ihren einmaligen aktuellen Standort senden oder den sogenannten Live-Standort für ein bestimmtes Zeitfenster freigeben möchten.
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Veröffentlichungszeitpunkt bleibt offen
Bislang befindet sich das Werkzeug in einem frühen Entwicklungsstadium. Für eine reguläre Einführung in den stabilen Versionen der Messenger-App gibt es derzeit keinen bestätigten Termin. Da experimentelle Funktionen in Testversionen vor dem weltweiten Rollout häufig modifiziert oder in Einzelfällen wieder verworfen werden, bleibt abzuwarten, wann und in welcher Form die Standortanfrage allen Nutzern zur Verfügung gestellt wird.
