WhatsApp, Lesen“-Timer

WhatsApp testet „Nach dem Lesen“-Timer für verschwindende Nachrichten

19.05.2026 - 00:41:56 | boerse-global.de

WhatsApp führt in der Beta einen Timer ein, der erst nach dem Öffnen der Nachricht startet. Zudem werden neue Status- und Sicherheitsfunktionen getestet.

WhatsApp testet „Nach dem Lesen“-Timer für verschwindende Nachrichten - Foto: über boerse-global.de
WhatsApp testet „Nach dem Lesen“-Timer für verschwindende Nachrichten - Foto: über boerse-global.de

Der Messenger führt eine smarte Countdown-Funktion ein, die erst nach dem Öffnen der Nachricht startet.

WhatsApp arbeitet an einer deutlich flexibleren Steuerung für seine verschwindenden Nachrichten. Wie aktuelle Tests der iOS-Beta-Version 26.19.10.72 zeigen, soll ein neuer „Nach dem Lesen“-Timer das alte Problem lösen, dass Nachrichten oft gelöscht wurden, bevor der Empfänger sie überhaupt gesehen hat. Statt eines starren Zeitfensters beginnt der Countdown künftig erst mit dem Öffnen der Nachricht.

Smarte Timer statt starrer Fristen

Die neue Funktion bietet Nutzern drei Zeitoptionen: 5 Minuten, 1 Stunde oder 12 Stunden – jeweils gemessen ab dem Moment, in dem der Empfänger die Nachricht tatsächlich geöffnet hat. Das stellt sicher, dass die Kommunikation erst dann gelöscht wird, wenn sie auch zur Kenntnis genommen wurde.

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Für ungelesene Nachrichten gibt es eine Sicherheitsklausel: Bleibt eine Nachricht innerhalb von 24 Stunden ungelesen, wird sie automatisch gelöscht – unabhängig vom gewählten Timer. Dieser zweistufige Ansatz kombiniert die Vorteile der bestehenden „Einmal ansehen“-Funktion mit der Flexibilität klassischer verschwindender Nachrichten.

Parallel dazu testet WhatsApp für Kanal-Administratoren die Möglichkeit, auf eigene Beiträge zu antworten. Diese Antworten bleiben mit der ursprünglichen Nachricht verknüpft, was in informationsreichen Kanälen für mehr Übersicht sorgen soll.

„Close Friends“ für Status-Updates

Neben den verbesserten Timern arbeitet Meta an einer „Enge Freunde“-Funktion für Status-Updates. Die in den Beta-Versionen für iOS und Android entdeckte Option erlaubt es Nutzern, individuelle Listen zu erstellen – etwa für Familie oder Arbeitskollegen. Ein violetter Ring signalisiert dabei, dass ein Status nur für einen eingeschränkten Kreis sichtbar ist.

Diskretion wird großgeschrieben: Kontakte erhalten keine Benachrichtigung, wenn sie zu einer Liste hinzugefügt oder daraus entfernt werden. Änderungen gelten ausschließlich für künftige Status-Updates.

Auch die Kontosicherheit wird gestärkt. In der Android-Beta 2.26.7.8 arbeitet WhatsApp an einem optionalen Passwortschutz für die Kontoanmeldung. Bei der Einrichtung auf einem neuen Gerät wäre dann ein Passwort mit 6 bis 20 Zeichen erforderlich, das mindestens eine Zahl und einen Buchstaben enthalten muss.

KI im Inkognito-Modus

Ein weiterer Meilenstein: Meta hat Mitte Mai den „Incognito Chat“ für Meta AI in den USA gestartet. Die Funktion nutzt eine sichere Hardware-Umgebung (Trusted Execution Environment), um KI-gestützte Unterhaltungen Ende-zu-Ende-verschlüsselt zu verarbeiten. Meta betont, dass diese Chats nicht für das KI-Training verwendet werden.

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Die Inkognito-Chats sind zunächst auf Text beschränkt und werden nach Sitzungsende automatisch gelöscht. Geplant ist zudem eine „Side Chat“-Funktion für Echtzeit-Anfragen innerhalb bestehender Unterhaltungen – ohne die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu gefährden.

Dringende Sicherheitswarnungen

Die Neuerungen kommen jedoch nicht ohne Schattenseiten. In der Woche bis zum 18. Mai 2026 hat Meta zwei kritische Sicherheitslücken gemeldet:

  • CVE-2026-23866 betrifft iOS und Android: Angreifer könnten KI-generierte Nachrichten nutzen, um schädliche URLs zu laden
  • CVE-2026-23863 ist ein Windows-spezifischer Fehler, der die Installation von Schadsoftware ermöglicht

Sicherheitsexperten empfehlen dringend, die neueste Version der App zu installieren.

iOS 26.5 mit RCS-Unterstützung

Am 11. Mai veröffentlichte Apple das Update iOS 26.5 mit über 50 Sicherheitskorrekturen. Das 8,73 GB große Update bringt unter anderem eine Beta-Unterstützung für verschlüsselte Rich Communication Services (RCS) bei den deutschen Anbietern Telekom, O2 und 1&1.

Die Akkulaufzeiten entwickeln sich unterschiedlich: Das iPhone 16 gewann rund 50 Minuten hinzu (14 Stunden 48 Minuten gesamt), während das iPhone 15 rund 68 Minuten einbüßte. Experten empfehlen bei Ladevorgängen den Flugmodus und Energiesparfunktionen zu aktivieren.

Ausblick: iOS 27 und die Zukunft der Privatsphäre

Am 8. Juni 2026 wird Apple auf der Entwicklerkonferenz voraussichtlich iOS 27 vorstellen. Erwartet wird eine eigenständige Siri-App mit automatisch löschendem Chat-Verlauf – wahlweise nach 30 Tagen oder manuell. Angetrieben von Googles Gemini-Modellen und Apples Private Cloud Compute, zeichnet sich ein klarer trend ab: Privatsphäre-zentrierte Kurznachrichten werden zum Standard – sowohl bei Drittanbietern als auch in den Betriebssystemen selbst.

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