WhatsApp testet drei Layouts: Kanäle könnten in die Chatliste rücken
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 04:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
WhatsApp weitet seine Tests zur möglichen Verlegung von Kanälen aus dem „Aktuelles“-Tab in die Chatliste nun auch auf iOS aus. Nach Angaben von WABetaInfo läuft die Funktion in der iOS-Beta 26.38.10.72 über TestFlight. Die Integration ist nicht für Beta-Tester verfügbar und bislang ohne einen Termin für eine öffentliche Einführung.
Drei Varianten in der Erprobung
Der Messaging-Dienst testet für iOS und Android parallel drei unterschiedliche Layouts, um Kanäle näher an die privaten Chats zu rücken. In der ersten Variante erscheinen Kanäle direkt in der Chatliste, versehen mit einem eigenen Filter, der auch im „Alle“-Posteingang sichtbar bleibt.
Eine zweite Version zeigt Kanäle ausschließlich über einen separaten Kanäle-Filter an. Die dritte Variante sieht einen eigenen Ordner für Kanäle vor. Auf Android wurde der Test zuvor bereits in der Beta 2.26.39.1 beobachtet.
Da sich die Funktion weiterhin in der Entwicklung befindet, ist keine der drei Varianten und keine öffentliche Einführung bestätigt. Ein möglicher Auswahlassistent könnte Nutzern erlauben, gefolgte Kanäle gezielt in die Chatliste zu verschieben oder sie automatisch zu archivieren.
Status rückt ebenfalls in den Fokus
Parallel zu den Kanal-Tests erscheinen Statusmeldungen bei einigen Nutzern bereits oben im Chats-Tab. Für die iOS-Integration dieser Funktion wurde die Beta 26.20.10.71 an einige Tester verteilt. Damit zeichnet sich ab, dass WhatsApp nicht nur Kanäle, sondern auch Status-Updates näher an die eigentlichen Unterhaltungen heranführen will.
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Kontakte-Tab als möglicher Ersatz
Sollte sich das Redesign durchsetzen, könnte der bisherige „Aktuelles“-Tab komplett entfallen. An seine Stelle könnte ein Kontakte-Tab treten, der etwa Online-Kontakte und Geburtstage anzeigt. Nutzer, die „Zuletzt online“ und „Online“ in ihren Datenschutzeinstellungen verbergen, sollen in diesem möglichen Bereich nicht auftauchen.
Fragen zur Monetarisierung bleiben offen
Ein möglicher Umzug der Kanäle würde beworbene Kanäle und andere Monetarisierungsangebote deutlich näher an private Chats rücken. Meta schaltet nach Angaben einer Quelle seit diesem Frühjahr Werbung in „Status“ und „Kanälen“ in Europa. Ob Werbung künftig auch in der neuen Chatansicht erscheinen würde, ist bislang unklar – in den bisherigen Tests wurde dies nicht gezeigt.
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In der Schweiz existiert zudem das kostenpflichtige Angebot WhatsApp Plus, das nach einer Quelle 2,50 Franken pro Monat kostet. Eine andere Quelle widerspricht dem jedoch und gibt an, dass WhatsApp Plus in der Schweiz nicht erhältlich sei. Wie sich dieses Angebot zu den aktuellen Tests der Kanal- und Status-Integration verhält, bleibt offen.
Solange WhatsApp keine der drei Varianten final bestätigt, bleibt unklar, welches Layout am Ende für alle Nutzer ausgerollt wird – und ob der „Aktuelles“-Tab tatsächlich vollständig durch einen Kontakte-Bereich ersetzt wird.
Mehr zum Thema bei t3n: „Whatsapp-Umbau: Meta testet Kanäle in der Chat“
