WhatsApp, Dokumentenanalyse

WhatsApp testet Dokumentenanalyse und 24h-Kanal-Status

28.05.2026 - 10:39:42 | boerse-global.de

WhatsApp testet KI-Dokumentenanalyse, ein Benutzernamensystem und zeitlich begrenzte Kanalbeiträge für mehr Privatsphäre und Flexibilität.

WhatsApp testet Dokumentenanalyse und 24h-Kanal-Status - Foto: über boerse-global.de
WhatsApp testet Dokumentenanalyse und 24h-Kanal-Status - Foto: über boerse-global.de

Im Fokus stehen temporäre Kanal-Updates, erweiterte KI-Funktionen und ein lang erwartetes Benutzernamensystem.

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Kanal-Status: Updates, die nach 24 Stunden verschwinden

WhatsApp führt eine neue Funktion namens „Channel Status" ein – zunächst für eine ausgewählte Nutzergruppe, ein breiterer Rollout soll in den kommenden Wochen folgen. Kanal-Administratoren können damit temporäre Beiträge teilen, die nach 24 Stunden automatisch verschwinden. Ob Fotos, Videos oder Text – die Inhalte erscheinen im Status-Bereich und sind klar als Kanal-Inhalte gekennzeichnet.

Follower können auf diese Beiträge reagieren oder sie teilen. Das System erinnert an die bekannte Status-Funktion für Privatkontakte, ist aber auf die Bedürfnisse von großen Broadcast-Kanälen zugeschnitten.

Meta AI analysiert jetzt Dokumente auf dem iPhone

Ein weiterer Schritt in Richtung KI-Integration: WhatsApp hat die Meta-KI um eine Dokumentenanalyse für iOS-Betatester erweitert. Nutzer der TestFlight-Version 26.20.10.72 können PDFs, Tabellen und Word-Dateien direkt in den Chat mit dem KI-Assistenten hochladen.

Die KI analysiert die Inhalte, fasst sie zusammen und beantwortet gezielte Fragen. Unterstützt werden die Formate PDF, TXT, DOCX, XLSX, CSV, PPT und JSON. Bis zu neun Dateien gleichzeitig sind möglich, das Limit liegt bei 40 Megabyte pro Datei. Wichtig: Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt auch bei diesen Interaktionen aktiv.

WhatsApp holt damit zu Konkurrenten wie ChatGPT oder Gemini auf. Die Funktion war zuvor bereits auf Android gesichtet worden.

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Benutzernamen: Bald ohne Handynummer kommunizieren

Ein lang erwartetes Feature nimmt konkrete Formen an: WhatsApp testet ein Benutzernamensystem. Nutzer sollen künftig individuelle Kennungen aus drei bis 35 Zeichen erstellen können – bestehend aus Buchstaben, Zahlen, Punkten und Unterstrichen.

Das Ziel: Kommunikation ohne Preisgabe der eigenen Mobilfunknummer. Zwar bleibt das Konto weiterhin an eine Telefonnummer gebunden, die Nutzung eines Benutzernamens ist aber optional. Um Missbrauch zu verhindern, sind Kennungen, die mit „www" beginnen oder wie Domain-Endungen aussehen, nicht erlaubt. Branchenbeobachter rechnen noch 2026 mit dem vollständigen Rollout.

„Nach dem Lesen" löschen: Neue Privatsphäre-Option

Parallel dazu testet WhatsApp auf iOS eine „Nach dem Lesen"-Funktion. Nachrichten sollen sich automatisch löschen, sobald der Empfänger sie gesehen hat. Optional sind Timer zwischen fünf Minuten und zwölf Stunden einstellbar. Ein weiterer Baustein für Nutzer, die maximale Kontrolle über ihre Kommunikation wünschen.

Hinter den Kulissen: Wechsel des GIF-Anbieters

Auch technisch tut sich etwas. Die aktuelle Android-Beta (Version 2.26.21.7) deutet auf interne Infrastruktur-Änderungen hin. So plant WhatsApp offenbar, den GIF-Anbieter von Tenor auf Klipy umzustellen. Die Anpassungen sind Teil einer umfassenderen Überarbeitung der Benutzeroberfläche und Medienintegration – ein klares Zeichen, dass sich der Dienst vom reinen Text-Messenger zum Multimedia-Universum entwickelt.

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