WhatsApp: Tenor-Abschied zum 1. Juli, Klipy übernimmt GIF-Suche
28.05.2026 - 04:19:42 | boerse-global.deDie integrierte GIF-Suche wechselt von Tenor zu Klipy, während Meta die künstliche Intelligenz im Chat massiv ausbaut und gleichzeitig neue Bezahlmodelle testet.
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Abschied von Tenor: Klipy übernimmt die GIF-Suche
WhatsApp bereitet einen Wechsel seines GIF-Suchdienstes vor. Statt Tenor soll künftig Klipy als Anbieter für animierte Bilder zum Einsatz kommen. Der Grund: Tenor stellt seinen API-Dienst zum 1. Juli 2026 ein. Der Wechsel wurde in der aktuellen Beta-Version 2.26.21.7 für Android entdeckt, steht aber noch nicht für öffentliche Tests zur Verfügung.
Neben dem neuen Anbieter arbeitet WhatsApp an einer überarbeiteten GIF-Tastatur. Statt der bisherigen zweispaltigen Ansicht zeigt das Layout künftig drei Spalten. Das erhöht die Zahl der sichtbaren GIFs pro Bildschirm um rund 50 Prozent. Eine iOS-Version ist ebenfalls in Entwicklung.
Interessant: GIPHY bleibt vorerst als weiterer Anbieter erhalten. Branchenbeobachter vermuten, dass WhatsApp die Nutzer auf verschiedene Dienste verteilen will – wohl um die Stabilität zu sichern.
Meta AI kann jetzt Dokumente analysieren
Deutlich umfangreicher fallen die Neuerungen bei der künstlichen Intelligenz aus. Die Beta-Versionen für Android und iOS erlauben es nun, Dokumente direkt an Meta AI zu senden. Unterstützt werden die Formate PDF, DOCX, XLSX, CSV und PPT. Der KI-Assistent analysiert die Dateien oder fasst sie zusammen.
Pro Anfrage sind maximal neun Dateien erlaubt, die Einzelgröße ist auf 40 Megabyte begrenzt. Meta betont, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in privaten Chats erhalten bleibt. Die KI verarbeitet nur Dokumente, die ihr explizit übergeben werden.
Ein neuer Meta-AI-Tab in der Navigationsleiste einiger Android-Beta-Versionen vereinfacht den Zugriff zusätzlich. Er bietet direkte Einstiege für Sprachbefehle und Bildgenerierung.
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WhatsApp Plus: Premium-Abo in Brasilien getestet
WhatsApp erkundet neue Einnahmequellen. In Brasilien läuft ein Test für ein Premium-Abo namens WhatsApp Plus. Für umgerechnet rund 1,30 Euro pro Monat erhalten Nutzer erweiterte Funktionen: Bis zu 20 Chats lassen sich anpinnen, dazu kommen eigene Designs, Premium-Sticker und individuelle Benachrichtigungstöne.
Parallel dazu rollt eine neue Funktion für Kanäle aus. Kanal-Administratoren können künftig Status-Updates posten – Texte, Fotos oder Videos, die nach 24 Stunden verschwinden. Das Prinzip ähnelt den persönlichen Statusmeldungen, richtet sich aber an ein breites Publikum.
Indien-Partnerschaft und Sicherheitsbedenken
In Indien hat Meta eine zweijährige strategische Partnerschaft mit der Regierung von Gujarat geschlossen. Die Initiative „Sugam Digital" bringt einen WhatsApp-Chatbot, der rund 20 verschiedene Behördendienste anbietet: von der Ausstellung von Zertifikaten über die Bearbeitung von Beschwerden bis hin zu Grundbuchauskünften. Der Dienst ist auf Gujarati und Englisch verfügbar. Eine Sprachsteuerung für sehbehinderte Nutzer ist geplant.
Doch die Plattform steht weiter in der Kritik. Forscher von Mysk berichten, dass WhatsApp auf macOS und iOS bestimmte Chat-Datenbanken unverschlüsselt als Klartext in App-Containern speichert. Der Fund kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Am 21. Mai 2026 verklagte der texanische Generalstaatsanwalt Meta wegen der Vermarktung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Bereits im März 2026 hatte eine bundesstaatliche Sammelklage in Kalifornien für Aufsehen gesorgt – mit Whistleblower-Vorwürfen über internen Zugriff auf Nachrichteninhalte.
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